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»Vor Sonnenaufgang« von Gerhart Hauptmann im Schauspiel Dresden

Premiere am 2. Juni 2007, 19.30 Uhr im Schauspielhaus.

 

Alfred Loth kommt, um seinen alten Schulfreund Hoffmann zu besuchen. Der lebt auf dem Gut seiner Schwiegereltern, der Bauernfamilie Krause, die der Kohleabbau auf ihren Feldern über Nacht steinreich gemacht hat.

 

Während Hoffmann durch Loths soziale Studien seine Geschäfte bedroht glaubt, sieht die Krause-Tochter Helene im Abstinenzler Loth den Erlöser, der sie aus dem dunklen Kaff retten könnte. Die beiden verlieben sich. Doch Loth versagt.

 

»Totgeboren!« - »Jesus Christus!« Das ist der letzte Dialog in diesem schwarzen Drama, in dem es keine Erlöser gibt. Sähe man darin nur ein Stück über Alkoholismus und Inzest, über Ausbeutung und Armut, über Wertezerfall und geistlosen Reichtum, würde man dem Dichter Unrecht tun. Nicht umsonst nennt der junge Gerhart Hauptmann den Unternehmer Hoffmann, den Arzt Schimmelpfennig, den Sozialforscher Loth, das Mädchen Helene und den Ort, an dem alle zusammenkommen, Witzdorf. Denn »Vor Sonnenaufgang« ist beides: soziales Drama, wie der Untertitel verheißt, und komische, bittere Groteske.

 

Regie Paolo Magelli Bühne Momme Röhrbein Kostüme Leo Kulaš Musik Wolfgang Schmidtke Mit Caroline Hanke, Vera Irrgang, Regina Jeske, Katka Kurze, Frank Genser, Dirk Glodde, Gerhard Hähndel, Philipp Lux, Kai Roloff und Hans-Christian Seeger

 

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