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"Woyzeck" von Georg Büchner im Schauspiel Dortmund

Premiere am 1. Oktober 2010, 19.30 Uhr, Schauspielhaus

 

Marie und Woyzeck, ein Paar. Der einfache Soldat liebt Marie sehr. Für das kleine Glück der beiden und ihr gemeinsames Kind muss er zu seinem kargen Sold Geld hinzuverdienen:

 

Dem Arzt opfert er für zweifelhafte wissenschaftliche Experimente seine Gesundheit. Der Hauptmann, der Woyzeck öffentlich demütigt, entlohnt ihn zusätzlich für einfache Dienstleistungen. Im Arbeitsalltag aufgerieben übersieht Woyzeck zunächst erste Anzeichen einer Affäre, die Marie mit dem Tambourmajor begonnen hat. Aus der dumpfen Ahnung wird helle Gewissheit – aus dem Opfer ein Täter …

 

»Woyzeck ist die offene Wunde« – schreibt der Dramatiker Heiner Müller in seiner Büchner-Preis-Rede 1985 – »offen, wie ein Bergwerk«. Büchner (1813 - 1837) verarbeitet in seinem Fragment gebliebenen Drama die Geschichte des arbeitslosen Friseurs und Perückenmachers Johann Christian Woyzeck, der für den Mord an seiner Geliebten 1824 in Leipzig hingerichtet wird. Was den Glutkern dieses hochaktuellen Textes ausmacht – Sozialdrama, Eifersuchtsdrama, Drama um einen psychisch gestörten Menschen oder Gesellschaftsdrama –, gilt es zu jeder Zeit neu zu beantworten. Denn eines ist gewiss: »Immer noch rasiert Woyzeck seinen Hauptmann.«

 

Franz Woyzeck: Axel Holst

Marie Zickwolf: Caroline Hanke

Hauptmann: Uwe Rohbeck

Doctor: Andreas Beck

Tambourmajor: Sebastian Kuschmann

Andres: Paul Wallfisch

 

Inszenierung: Kay Voges

Bühne: Pia Maria Mackert

Kostüme: Michael Sieberock-Serafimowitsch

Licht: Sibylle Stuck

Dramaturgie: Michael Eickhoff

 

Regieassistenz: Leif Mieland

Bühnenbildassistenz: Nora Franzmeier

Kostümassistenz: Theresa Mielich

Inspizient: Ralf Kubik

Soufflage: Christina Hevicke

Regiehospitanz: Liliane Koch

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