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"Adams Äpfel", Komödie nach dem gleichnamigen Film von Anders Thomas Jensen - Landestheater Detmold

Premiere 8. November 2019, 19.30 Uhr, Großes Haus

Der eine glaubt an Gott, der andere an den Führer – beide sollte man nie unterschätzen. Der Film „Adams Äpfel“ des Dänen Anders Thomas Jensen eroberte 2005 als rabenschwarze Groteske sämtliche Publikumspreise, die Bühnenversion von K.D. Schmidt feiert seit 2008 deutschlandweit Erfolge. Nun sind „Adams Äpfel“ auch am Landestheater Detmold zu erleben.

 

Adams Äpfel – so nennt Ivan, Landpfarrer irgendwo im dänischen Nirgendwo, die Äpfel am kirchlichen Apfelbaum, seit Adam sich die Aufgabe gestellt hat, aus ihnen einen Apfelkuchen zu backen. Der Neonazi Adam muss – wie der Trinker und Vergewaltiger Gunnar und der arabische Tankstellenräuber Khalid – nach seinem Gefängnisaufenthalt an einem Resozialisierungsprogramm teilnehmen, das Pfarrer Ivan mit missionarischem Eifer und einem unerschütterlichen Verständnis für die Sündhaftigkeit des Menschen leitet.

Adam geht es jedoch weniger ums Kuchenbacken als darum, den Gutmenschen Ivan aus seinen Illusionen zu reißen und seinen Glauben zu brechen. Als der gewaltbereite Schützling vom Gehirntumor Ivans erfährt, zeigt Adam erste zaghafte Anzeichen von Mitgefühl und einem neuen Verantwortungsbewusstsein. Seine Hinwendung zum Guten stößt allerdings bei seinen Nazi-Freunden auf wenig Verständnis …

Der dänische Regisseur und Drehbuchschreiber Anders Thomas Jensen erzählt in seiner schwarzen Komödie „Adams Äpfel“ von einem bizarren Glaubenskrieg. Skurrile Figuren und humorbefreite Neonazis liefern sich einen fanatischen Kampf von biblischen Dimensionen – die Inszenierung von Milena Paulovics erzählt darüber hinaus die besondere Geschichte einer wunderbaren Freundschaft.

Anders Thomas Jensen wurde am 6. April 1972 in Frederiksværk, Dänemark geboren. Er machte seine ersten Schritte im Filmgeschäft, während er noch zur Schule ging. Internationale Aufmerksamkeit erlangte Anders Thomas Jensen, indem er dreimal in Folge für den Oscar in der Kategorie Bester Kurzfilm nominiert wurde. Während „Ernst und das Licht“ und „Wolfgang“ leer ausgingen, konnte Anders Thomas Jensen den Preis für „Wahlnacht“ schließlich gewinnen.
Darauf folgten die Drehbücher für den Dogma 95-Film „Mifune“ und die Komödie „In China essen sie Hunde“, der unter Fans Kultstatus erreicht hat. Mit „In China essen sie Hunde“ hat Anders Thomas Jensen so etwas wie ein neues Genre in Dänemark geschaffen: Actionreiche Filme mit einer gehörigen Portion schwarzem Humor. Die skurrilen schwarzen Komödien des dänischen Regisseurs sind Höhepunkte des europäischen Kinos der vergangenen Jahre. Das aberwitzige Dasein einiger aus der Zeit gefallener Typen bildet das Herzstück des Jensen-Kinos voller Slapstick und Komik. Zu seinen typischsten Filmen zählen „Dänische Delikatessen“ und der international erfolgreiche Film „Adams Äpfel“.

Deutsch von Beate Klöckner
Bühnenfassung von K.D. Schmidt

Ivan
Heiner Junghans
Adam
Gunnar
Khalid
Sarah
Poul / Arzt / Holger
Christoffer / 2 Nazis
André Lassen
Patrick Hellenbrand
Hartmut Jonas
Natascha Mamier
Jürgen Roth
Statisterie des Landestheaters

Inszenierung
Milena Paulovics
Bühne und Kostüme
Anike Sedello
Dramaturgie
Lea Redlich

Vorstellungen: 13./14./17./22.11. // 03./14./28.12.2019 //
12./22./24.01. // 04./08.02. // 12./30.03.2020

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