Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
"Anatol" von Arthur Schnitzler - Schaubühne am Lehniner Platz Berlin"Anatol" von Arthur Schnitzler - Schaubühne am Lehniner Platz Berlin"Anatol" von Arthur...

"Anatol" von Arthur Schnitzler - Schaubühne am Lehniner Platz Berlin

Premiere am 01. November 2008 um 20 Uhr

 

Anatol lebt für die Liebe, aber findet kein Glück. Auf der Suche nach dem größten aller Gefühle trifft man ständig auf Enttäuschung. Die Angst vor der Untreue, körperlich oder nur in Gedanken, ist eine ständige, alles überschattende Qual.

Wenn der Partner sich vielleicht schon wieder neu verliebt hat, insgeheim einer verflossenen Liebe nachtrauert oder gar noch mit jemand Anderem verheiratet ist, wird er einen am Ende verlassen, und dann ist es besser, man verlässt selbst, sofort. Lieber gehen als zurückgelassen werden, lieber betrügen als betrogen werden, lieber Schmerz zufügen als verletzt werden. Letztendlich entpuppt sich jede Beziehung als kurzlebige Affäre, und die eine Liebschaft ist kaum zu Ende, bevor die nächste beginnt. Doch mit jeder Enttäuschung wird die Hingabe schwieriger und die Vereinsamung größer…

 

In Luk Percevals Fassung von Schnitzlers Beziehungsreigen ist Anatol eine Frau umgeben von Männern: zutiefst einsam, getrieben von der Sehnsucht nach Nähe, nach einer Liebe, die wie die Wahrheit, vielleicht nicht existiert. Gefangen in ihren Ängsten und Zweifeln, wählt sie mit jedem neuen Mann einen, der seinen Vorgängern ähnelt, um mit ihm die gleichen Beziehungsmuster zwanghaft zu wiederholen bis Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft identisch, und Anfang und Ende der Liebe austauschbar ist.

 

Regie

Luk Perceval

 

Bühne

Katrin Brack

 

Kostüme

Ilse Vandenbussche

 

Dramaturgie

Maja Zade

 

Licht

Mark Van Denesse

 

Besetzung

 

Thomas Bading

Jule Böwe

Bruno Cathomas

Timo Kreuser

André Szymanski

 

Termine

01.11.2008

04.11.2008

05.11.2008

25.11.2008

26.11.2008

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 8 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

„GESCHÖPFE“ von Ben J. Riepe im Tanzhaus NRW in Düsseldorf

Auf der dunklen Bühne stehen Bäume und Sträucher in Kübeln, die als erstes von einem Performer verrückt werden. An der rechten Bühnenseite finden sich aufgehäuft Körperteile von Schaufensterpuppen,…

Von: Dagmar Kurtz

Ein stilles Solo

Ein Wesen in silbern schimmerndem, folienartigem Gewand, der ganze Körper von Kopf bis Fuß verhüllt, bewegt sich aus dem Dunkel auf die Bühne. Es herrscht Stille und das Wesen erkundet langsam, fast…

Von: Dagmar Kurtz

"A First Date, Episode 1" in der Deutschen Oper am Rhein

Ein bisschen aufregend ist es schon: das erste Date. Vorfreude und Unsicherheit mischen sich mit unspezifischen Erwartungen. Wird es gut ablaufen? Folgen Erleichterung oder Enttäuschung?  

Von: Dagmar Kurtz

Liebesbande

Hinter tropischen Blumen befindet sich ein luxuriöses Anwesen mit Stahlträgern in offener Bauweise im Stil von Mies van der Rohes Barcelona Pavillon. Die Einrichtung ist im angesagten Midcentury…

Von: Dagmar Kurtz

Ein Hauch von Sehnsucht

Raimund Hoghes letztes Stück „Lettere amoroso“ handelte von Flucht und den sehnsuchtsvollen Briefen, die die Geflohenen schrieben. So weckt das Wort „Vietnam“ im Titel des neuen Stückes "Postcards…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

Folgen Sie uns auf:

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑