Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
Arnold Schönbergs "Die glückliche Hand" und Leoš Janáčeks "Schicksal (Osud)" an der Oper StuttgartArnold Schönbergs "Die glückliche Hand" und Leoš Janáčeks "Schicksal (Osud)"...Arnold Schönbergs "Die...

Arnold Schönbergs "Die glückliche Hand" und Leoš Janáčeks "Schicksal (Osud)" an der Oper Stuttgart

Premiere 11.03.2012 18:00 Uhr. -----

Zwei Partituren, zwei Meisterwerke, zwei musiktheatralische Entwürfe, die als unaufführbar gelten, obwohl sie lange schon als Herzstücke im Œuvre ihrer Komponisten anerkannt sind. Entstanden sind sie im Abstand weniger Jahre, kurz vor der Zäsur des Ersten Weltkriegs, der alle Gewissheiten hinwegfegte, die beide Künstler in ihrem Metier bereits durchleuchtet und verabschiedet hatten.

Niemals ist die Gestalt des Künstlers emphatischer und gnadenloser zugleich erhöht worden als in Schönbergs 1913 vollendetem »Drama mit Musik« Die glückliche Hand. In einem expressionistischen Traumprotokoll gibt sich ein Künstler willentlich dem Glück des Scheiterns und dem Gelächter einer unsichtbaren Menge preis. Das knapp 20minütige Werk ist von musikalisch überbordender, frei atonaler Spontaneität und Prägnanz.

 

Janáček selbst hat die Oper Osud, an der er nach der Uraufführung seiner Jenůfa bis 1906 arbeitete, auf der Bühne nie erlebt. Er schuf hier ein Theater ganz aus dem Geist seiner Musik, dessen lyrische und dramatische Höhepunkte zu den großen, in ihrer Eigenart unwiederholbaren Momenten seines Schaffens zählen. Das Libretto ist ohne literarische Vorlage entstanden, eine Verarbeitung persönlichster Erlebnisse. Der 80minütige Dreiakter konterkariert die Entstehungsgeschichte einer Oper, die letztlich Fragment bleibt, mit drei traumatischen Schlüsselszenen aus dem Leben ihres fiktiven Komponisten.

 

In deutscher und tschechischer Sprache mit deutschen Übertiteln

 

Musikalische Leitung: Sylvain Cambreling,

Regie und Dramaturgie: Jossi Wieler, Sergio Morabito,

Bühne: Bert Neumann,

Kostüme: Nina von Mechow,

Licht: Lothar Baumgarte,

Chor: Winfried Maczewski, Michael Alber

 

Die glückliche Hand

Ein Mann: Shigeo Ishino

 

Schicksal (Osud)

Živný: John Graham-Hall,

Míla Válková: Rebecca von Lipinski,

Mílas Mutter: Rosalind Plowright,

Dr. Suda: Heinz Göhrig,

Lhotský: Karl-Friedrich Dürr,

Konečný: Michael Ebbecke,

Fräulein Stuhlá: Helene Schneiderman,

Fanca Pacovská: Yun-Jeong Lee, Student

Hrazda: Roberto Ortiz,

Verva: André Morsch,

Součková: Elinor Sohn,

Kosinská: Sylvia Rena Ziegler

 

16.03.2012 19:00 Uhr

20.03.2012 19:30 Uhr

24.03.2012 19:30 Uhr

27.03.2012 19:30 Uhr

Juni 2012

02.06.2012

17.06.2012

23.06.2012

 

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 10 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

„Vástádus eana/The answer is land“ von Elle Sofe Sara im Tanzhaus NRW in Düsseldorf

Hoch im Norden Europas lebt das indigene Volk der Samen. Mit ihrer Lebensart beschäftigt sich Elle Sofe Sara in ihrem Stück „Vástádus eana/The answer is land“ jenseits folkloristischer Attitude. So…

Von: Dagmar Kurtz

Nachdenklich, Lebhaft, Wütend, Wehmütig! Ballett am Rhein: „Vier Neue Temperamente“

DIE VIER TEMPERAMENTE George Balanchine PHLEGMATIC SUMMER Michèle Anne de Mey (Uraufführung) SANGUINIC: CON BRIO Demis Volpi (Uraufführung) CHOLERIC Hélène Blackburn (Uraufführung) FROM TIME TO…

Von: Dagmar Kurtz

Hinter der Bühne

Adriana ist der gefeierte Star der Schauspielbühne. Aber auch Ruhm und Anerkennung schützen nicht davor, hintergangen zu werden. Und wenn zwei Frauen denselben Mann lieben, sind Eifersucht, Intrige…

Von: Dagmar Kurtz

Wie absurd ist das denn?

Die Volksbühne in Berlin kommt mit einer Uraufführung namens „SMAK! SuperMacho AntiKristo“ heraus, einer „hyperhybriden Hommage an den französischen Symbolisten Alfred Jarry“ und allerlei Anderes.  

Von: Stephan Knies

Zwei Außenseiter - "I am a problem" in der Deutschen Oper am Rhein: "Carmen“ "von Roland Petit und "Baal" von Aszure Barton

Der Kontrast könnte stilistisch nicht größer sein zwischen den beiden Choreografien, die an der Deutschen Oper am Rhein in „I am problem“ zu sehen sind. Und doch haben sie etwas gemeinsam, sie zeigen…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑