Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
Ballett / Uraufführungen: "Auf immer und ewig" im Stadttheater Bern Ballett / Uraufführungen: "Auf immer und ewig" im Stadttheater Bern Ballett /...

Ballett / Uraufführungen: "Auf immer und ewig" im Stadttheater Bern

Premiere Samstag, 24. April, 19.30 Uhr, Vidmar:1

 

Nach dem Klassiker „Julia und Romeo“ und dem vierteiligen Ballettabend „Auf ein Wort“ zeigt das Bern:Ballett als dritte Produktion in den Vidmarhallen das zweiteilige Programm „Auf immer und ewig“, gestaltet von Ballettchefin Cathy Marston und der US-Choreographin Andrea Miller.

 

 

 

Die Stücke

 

Clara: Cathy Marston beschäftigt schon seit längerem die Persönlichkeit von Clara Schumann, ihr Künstlertum und ihre besondere Biographie: Zum einen verheiratet mit dem Komponisten Robert Schumann, zum anderen in tiefer Freundschaft (und vielleicht mehr) dem deutlich jüngeren Johannes Brahms verbunden, war sie in ein kompliziertes Beziehungsgeflecht eingebunden. Zeit ihres Lebens befand sich Clara in einem Zwiespalt. Auf der einen Seite war sie eine gefeierte Künstlerin, die dazu beitrug, ihrem Ehemann durch die Aufführung seiner Werke zum Durchbruch zu verhelfen. Die Einkünfte aus Claras Konzerten und ihrer pädagogischen Tätigkeit trugen massgeblich zum finanziellen Unterhalt der Familie bei; spätestens nach Beginn seiner Krankheit und schliesslich seinem Tod lastete die ganze Verantwortung auf ihr. Andererseits bereitete ihr Erfolg Robert Schwierigkeiten. Sein Anspruch an sie war letztendlich ganz in der Zeit verhaftet: sie hatte ihm vor allem Ehefrau und Mutter seiner acht Kinder zu sein.

 

Clara

 

Choreographie Cathy Marston

Musik Clara und Robert Schumann, Johannes Brahms

Klavier Sonja Lohmiller

Bariton Benoît Capt

 

Erstbesetzung

Clara Schumann Hui-Chen Tsai

Robert Schumann Erick Guillard

Johannes Brahms Erion Kruja

Friedrich Wieck Bruce McCormick

Cover für Erstbesetzung Clara Schumann Martina Langmann

Robert Schumann Gary Marshall

Johannes Brahms Denis Puzanov

Friedrich Wieck Denis Puzanov

 

Tänzer und Tänzerinnen Ilan Kav, James Henson, Izumi Shuto, Julie Philpott,

Jianhui Wang, Paula Alonso, Emma Lewis, Jenny

Tattersall

 

 

Howl: Die USA sind im Krieg und niemand kann den Berichten und Bildern entfliehen, die vom US-Engagement in Afghanistan und im Irak berichten. Amerika erscheint zutiefst verunsichert. Viele haben das Gefühl, dass die Erfahrungen, die das Land mit dem Vietnamkrieg gemacht hat, zu keinerlei Weisheit geführt haben. Sind denn jegliche Hoffnungen auf Fortschritte vergeblich? Warum scheint sich alles wie in einem endlosen Kreislauf zu wiederholen? Mit diesen Fragen im Hinterkopf entdeckte die Choreographin im Guggenheim Museum in Bilbao die Installation ‚Head on’ des chinesischen Künstlers Cai Guo-Qiang. Das Werk zeigt ein grosses Wolfsrudel, das an einem Hindernis zerschellt. Miller war fasziniert von der eindringlichen Darstellung dieser Meute, die für sie besonders schlüssig die Phänomene Gruppenzwang, Unentrinnbarkeit und Verlust von Individualität umsetzt. Die Menschheit scheint nicht lernfähig zu sein, sondern immer wieder ins Verderben zu rennen. Miller war es wichtig, kein tänzerisches Manifest zu kreieren. Stattdessen geht sie das Thema von mehreren Seiten an. Sie spielt mit Kontrasten, erfindet mit den Tänzern expressive Bilder und gestaltet eine verführerische Show, die zum Nachdenken anregt.

 

Choreographie Andrea Miller

Musik Orchesra Barzizza, Black Dice, Tim Hecker,

Joanna Newsom, Gelem Gelem u.a.

 

Tänzerinnen Paula Alonso, Martina Langmann, Emma Lewis, Izumi

Shuto, Hui-Chen Tsai; Jenny Tattersall, Julie Philpott

 

Tänzer Erick Guillard, James Henson, Ilan Kav, Erion Kruja,

Gary Marshall, Denis Puzanov, Jianhui Wang

 

Vorstellungsdaten

 

24.04.2010, 19.30 Uhr, Vidmar:1

28.04.2010, 19.30 Uhr, Vidmar:1

09.05.2010, 18.00 Uhr, Vidmar:1

15.05.2010, 19.30 Uhr, Vidmar:1

05.06.2010, 19.30 Uhr, Vidmar:1

08.06.2010, 19.30 Uhr, Vidmar:1

13.06.2010, 18.00 Uhr, Vidmar:1

15.06.2010, 19.30 Uhr, Vidmar:1

 

Weitere Vorstellungen unter www.stadttheaterbern.ch

 

 

 

 

 

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 16 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Nachdenklich, Lebhaft, Wütend, Wehmütig! Ballett am Rhein: „Vier Neue Temperamente“

DIE VIER TEMPERAMENTE George Balanchine PHLEGMATIC SUMMER Michèle Anne de Mey (Uraufführung) SANGUINIC: CON BRIO Demis Volpi (Uraufführung) CHOLERIC Hélène Blackburn (Uraufführung) FROM TIME TO…

Von: Dagmar Kurtz

Hinter der Bühne

Adriana ist der gefeierte Star der Schauspielbühne. Aber auch Ruhm und Anerkennung schützen nicht davor, hintergangen zu werden. Und wenn zwei Frauen denselben Mann lieben, sind Eifersucht, Intrige…

Von: Dagmar Kurtz

Wie absurd ist das denn?

Die Volksbühne in Berlin kommt mit einer Uraufführung namens „SMAK! SuperMacho AntiKristo“ heraus, einer „hyperhybriden Hommage an den französischen Symbolisten Alfred Jarry“ und allerlei Anderes.  

Von: Stephan Knies

Zwei Außenseiter - "I am a problem" in der Deutschen Oper am Rhein: "Carmen“ "von Roland Petit und "Baal" von Aszure Barton

Der Kontrast könnte stilistisch nicht größer sein zwischen den beiden Choreografien, die an der Deutschen Oper am Rhein in „I am problem“ zu sehen sind. Und doch haben sie etwas gemeinsam, sie zeigen…

Von: Dagmar Kurtz

Ich hoffe, es wird recht lebendig

Die Zeit spricht eigentlich für eine neue Premiere der „Hedda Gabler“: In den nunmehr bald zwei Jahren der Beschränkungen haben so viele von uns die eigenen Lebensentwürfe grundsätzlich in Frage…

Von: Stephan Knies

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑