Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
Bassbariton Franz-Ferdinand Nentwig verstorbenBassbariton Franz-Ferdinand Nentwig verstorbenBassbariton...

Bassbariton Franz-Ferdinand Nentwig verstorben

Am 14. Juli 2015 verstarb wenige Wochen vor seinem 86. Geburtstag der Bassbariton Franz-Ferdinand Nentwig in seiner Wahlheimat Portugal. Nentwig war einer der wichtigsten deutschen Sänger im Heldenbaritonfach und gehörte vorübergehend dem Ensemble der Staatsoper Hannover an. Er war mit der ebenfalls in Hannover engagierten Sängerin Elena Dumitrescu-Nentwig verheiratet.

Nentwig, 1929 in Duisburg geboren, ließ sich nach Zwischenstationen als Bildhauer und Regieassistent an den Musikhochschulen in Detmold, Hamburg und Essen zum Sänger ausbilden. 1962 debütierte er am Stadttheater Bielefeld, 1963 wechselte er nach Freiburg, 1969 nach Ulm. An der Staatsoper Hannover war er von 1973 bis 1976 fest engagiert, blieb dem Haus aber bis 1983 als Gast verbunden. Zu seinen wichtigsten Partien dort zählt der Wotan/Wanderer im „Ring des Nibelungen“ in der Inszenierung von Günter Roth.

 

Eine weltweite Gasttätigkeit folgte auf das Hannoversche Festengagement. Er war insbesondere im dramatischen und im Wagner-Fach erfolgreich. Vor allem an der Wiener Staatsoper trat er häufig auf, zwischen 1976 und 1987 war er dort u.a. als Holländer, Kurwenal, Barak, Mandryka, Jochanaan, Wotan und Orest zu erleben. An der Opéra de Paris trat er 1981 als Mandryka und 1982 als Pizarro auf, an der Opéra-Comique in Paris 1983 als Musiklehrer in "Ariadne auf Naxos", eine Partie, die er 1985 auch beim Festival von Aix-en-Provence sowie 1988 an der Oper von Monte Carlo sang. An der Seite von Plácido Domingo sang er an der Metropolitan Opera in New York den Telramund im „Lohengrin“, auch als Hans Sachs in „Die Meistersinger von Nürnberg“ gastierte er dort.

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 8 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

„GESCHÖPFE“ von Ben J. Riepe im Tanzhaus NRW in Düsseldorf

Auf der dunklen Bühne stehen Bäume und Sträucher in Kübeln, die als erstes von einem Performer verrückt werden. An der rechten Bühnenseite finden sich aufgehäuft Körperteile von Schaufensterpuppen,…

Von: Dagmar Kurtz

Ein stilles Solo

Ein Wesen in silbern schimmerndem, folienartigem Gewand, der ganze Körper von Kopf bis Fuß verhüllt, bewegt sich aus dem Dunkel auf die Bühne. Es herrscht Stille und das Wesen erkundet langsam, fast…

Von: Dagmar Kurtz

"A First Date, Episode 1" in der Deutschen Oper am Rhein

Ein bisschen aufregend ist es schon: das erste Date. Vorfreude und Unsicherheit mischen sich mit unspezifischen Erwartungen. Wird es gut ablaufen? Folgen Erleichterung oder Enttäuschung?  

Von: Dagmar Kurtz

Liebesbande

Hinter tropischen Blumen befindet sich ein luxuriöses Anwesen mit Stahlträgern in offener Bauweise im Stil von Mies van der Rohes Barcelona Pavillon. Die Einrichtung ist im angesagten Midcentury…

Von: Dagmar Kurtz

Ein Hauch von Sehnsucht

Raimund Hoghes letztes Stück „Lettere amoroso“ handelte von Flucht und den sehnsuchtsvollen Briefen, die die Geflohenen schrieben. So weckt das Wort „Vietnam“ im Titel des neuen Stückes "Postcards…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

Folgen Sie uns auf:

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑