Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
BELSAZAR von Georg Friedrich Händel - Musiktheater im Revier GelsenkirchenBELSAZAR von Georg Friedrich Händel - Musiktheater im Revier GelsenkirchenBELSAZAR von Georg...

BELSAZAR von Georg Friedrich Händel - Musiktheater im Revier Gelsenkirchen

Premiere am Samstag, 8. November 2014, 19.30 Uhr, Großes Haus. -----

Babylon steht unter König Belsazar vor dem Untergang. Schon lagert der persische Herrscher Cyrus mit seinen Truppen vor den Toren der Stadt, um sie einzunehmen und das jüdische Volk aus der Gefangenschaft zu befreien.

Doch Belsazar fühlt sich unbesiegbar, verhöhnt seine Gefangenen und bringt den Tempelschatz aus Jerusalem in seinen Besitz. Während eines Gelages geschehen rätselhafte Dinge. Nur Daniel weiß deren Sinn zu deuten: mene mene, tekel, upharsin – Gezählt, gewogen, geteilt. Belsazars Macht endet, sein Reich geht an die Perser. Die Karten werden neu gemischt: Die Babylonier sind besiegt, die Perser herrschen, die Juden sind frei.

 

Aus dem umfangreichen Oratorien-Schaffen Händels ragt sein 1745 komponierter „Belsazar“ hervor. Der Text von Charles Jennens verknüpft biblische Überlieferungen der Propheten Daniel und Jesaja mit antiken Historien über die Eroberung Babylons 539 v. Chr. spannungsreich zu einer barocken Parabel über Aufstieg und Untergang. Händels Musik bebildert die Konflikte mit einer stilistischen Vielfalt, die weit über ihre Zeit hinausweist. Barockspezialist Christoph Spering leitet die Neue Philharmonie Westfalen, die junge Regisseurin Sonja Trebes gibt mit „Belsazar“ ihr Regiedebüt am Musiktheater im Revier.

 

RISTOPH SPERING

Christoph Spering, der an der Musikhochschule Köln Kirchenmusik studierte, gehört zu den renommiertesten Spezialisten für historische Aufführungspraxis im internationalen Musikbetrieb. Als einer der ersten Dirigenten trat er schon in den 1980er Jahren mit Aufführungen von Werken des 18. und 19. Jahrhunderts im historisch informierten Aufführungsstil hervor. Seinen internationalen Schlüsselerfolg hatte er mit der Erstaufführung der von ihm wiederentdeckten Mendelssohn-Fassung von Bachs „Matthäus-Passion“ Zu den CD-Produktionen der jüngeren Zeit zählt die mit dem Echo Klassik-Preis 2011 ausgezeichnete Einspielung von Mendelssohn Bartholdys Oratorium „Elias“ (mdg) sowie die 2014 erschienene CD-Produktion von Glucks „Iphigenia in Aulis“ in der Bearbeitung von Richard Wagner (Oehms). Als Operndirigent leitete er Opernaufführungen bei den Dresdner Musikfestspielen, Kraus' Oper „Proserpina“ bei den Schwetzinger Festspielen, Monteverdis „Orfeo“ an der Rheinoper Düsseldorf und „Il Ritorno d'Ulisse in patria“ an den Bühnen Münster sowie Glucks „Armide“ am Theater Lübeck. Am MiR übernimmt Christoph Spering in dieser Spielzeit die Musikalische Leitung von Händels „Belsazar“.

 

SONJA TREBES

Nach dem Gesangsstudium an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar und dreijähriger solistischer Tätigkeit am Landestheater Eisenach studierte Sonja Trebes Musiktheaterregie an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin, bis sie im letzten Jahr ihr Regiediplom mit der Inszenierung „Shockheaded Peter" am Staatstheater Kassel ablegte. Neben zahlreichen Inszenierungen mit Schauspiel- und Gesangsstudenten, wie zum Beispiel „Die Dreigroschenoper" (Kreiskulturraum Kronach, 2001), „Die schöne Galathee" (Studiotheater Weimar, 2003), „Der gute Mensch von Sezuan" (mon ami, Weimar, 2004), „Carmen" (Berlin, kleines Tempodrom, 2010), „La serva padrona" (Berlin, Marstallbühne, 2011) und „Almira" (Musikakademie Kassel, 2013) führte sie auch Regie bei eigenen Stücken. Lehraufträge für szenischen Unterricht brachten sie an die Universität Bamberg und Musikakademie Kassel. Im Jahr 2000 gründete Sonja Trebes den Schauspielverein „Das Kaleidoskop" und erhielt den Kulturförderpreis des Landkreises Kronach. Sie nahm an Meisterkursen, unter anderem von Jossie Wieler, Hans Neuenfels und Katharina Wagner, teil. Seit mehreren Jahren wirkte sie zudem im Rahmen ihrer Assistententätigkeit bei den Bayreuther Festspielen mit, bevor sie mit der Produktion „Parsifal" an den Salzburger Osterfestspielen und dem Beijing Music Festival teilnahm. In der vergangenen Spielzeit inszenierte sie am Staatstheater Kassel Verdis „Rigoletto“, ihr Regie-Debut am MiR gibt Sonja Trebes mit Händels Oratorium „Belsazar".

 

Musikalische Leitung

Christoph Spering

Regie

Sonja Trebes

Bühne

Hyun Chu

Kostüme

Reneé Listerdal

Choreinstudierung

Christian Jeub

Dramaturgie

Stephan Steinmetz

 

Belsazar

Attilio Glaser

Nitocris

Alfia Kamalova

Cyrus

Anke Sieloff

Daniel

Almuth Herbst

Gobrias

Dong-Won Seo

Bote

Wolf-Rüdiger Klimm

Chor und E-Chor

Statisterie

 

Weitere Vorstellungen:

15., 21. November, 4., 7., 26. Dezember 2014, 3., 11. Januar 2015

 

TicketHotline: 0209-4097.200

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 19 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

„GESCHÖPFE“ von Ben J. Riepe im Tanzhaus NRW in Düsseldorf

Auf der dunklen Bühne stehen Bäume und Sträucher in Kübeln, die als erstes von einem Performer verrückt werden. An der rechten Bühnenseite finden sich aufgehäuft Körperteile von Schaufensterpuppen,…

Von: Dagmar Kurtz

Ein stilles Solo

Ein Wesen in silbern schimmerndem, folienartigem Gewand, der ganze Körper von Kopf bis Fuß verhüllt, bewegt sich aus dem Dunkel auf die Bühne. Es herrscht Stille und das Wesen erkundet langsam, fast…

Von: Dagmar Kurtz

"A First Date, Episode 1" in der Deutschen Oper am Rhein

Ein bisschen aufregend ist es schon: das erste Date. Vorfreude und Unsicherheit mischen sich mit unspezifischen Erwartungen. Wird es gut ablaufen? Folgen Erleichterung oder Enttäuschung?  

Von: Dagmar Kurtz

Liebesbande

Hinter tropischen Blumen befindet sich ein luxuriöses Anwesen mit Stahlträgern in offener Bauweise im Stil von Mies van der Rohes Barcelona Pavillon. Die Einrichtung ist im angesagten Midcentury…

Von: Dagmar Kurtz

Ein Hauch von Sehnsucht

Raimund Hoghes letztes Stück „Lettere amoroso“ handelte von Flucht und den sehnsuchtsvollen Briefen, die die Geflohenen schrieben. So weckt das Wort „Vietnam“ im Titel des neuen Stückes "Postcards…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑