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Benatzkys "Im Weissen Rössl" am Theater Heilbronn

Am Freitag, 15. Juni 2007, 19.30 Uhr, Großes Haus, kommt das wohl bekannteste deutsche Singspiel zur Premiere am Theater Heilbronn: Im "Weißen Rössl" hat Oberkellner Leopold (Thomas Fritsche) auch beim größten Touristenansturm am ersten Ferientag alles im Griff.

Sein Herz schlägt jedoch Kapriolen, denn er liebt seine Chefin Josepha Vogelhuber (Julia Klotz). Die fesche Rössl-Wirtin will zunächst von ihm aber nichts wissen, weil sie für Dr. Siedler (Alexander v. Hugo), einen ihrer Gäste

aus der Stadt, schwärmt, der wiederum Ottillie (Sina Kießling), der

Tochter des Fabrikanten Giesecke (Rolf-Rudolf Lütgens), Avancen macht.

Bis nicht nur bei diesen beiden Paaren, sondern auch beim schönen

Sigismund (Benjamin Hille) und seinem lispelnden Klärchen (Katharina

Uhland) im Weißen Rössl "das Glück vor der Tür" steht, führt der Weg

über allerlei Liebesirrungen und -wirrungen.

 

Regisseur Wolfgang Maria Bauer, bis 2005 Oberspielleiter am Heidelberger Theater und in seiner Rolle als Kommissar "Siska" im ZDF einem breiten Fernsehpublikum als Schauspieler bekannt, bringt die bissigen und frechen Anklänge in Benatzkys Singspiel zu Tage, die bei der Uraufführung 1930 Publikum und Presse gleichermaßen begeisterten. Nach anderthalb Jahren Laufzeit hatte das "Weiße Rössl" mit seinen vielen Ohrwurm-Melodien bereits 2 Millionen Zuschauer verzeichnet und trat einen Triumphzug durch die Welt an,

während es in Nazi-Deutschland aufgrund seiner beißenden gesellschaftspolitischen Untertöne und der jüdischen Herkunft seiner Autoren verboten war. Nach der Verfilmung des Stoffes in den 50ern mit viel Wille zu Idyll und Alpenromantik, entdeckten 1994 die Geschwister Pfister Benatzkys Werk in all seiner Frivolität und Anzüglichkeit wieder, und sorgten für eine Rössl-Renaissance auf deutschen Bühnen. Mit Seitenhieben auf unsere Wellness-vernarrte Gesellschaft und einem aufwändigen Bühnenbild (Karel Spanhak) ist das "Weiße Rössl", das nicht nur mit einer amüsanten Handlung, sondern auch weltberühmten Gassenhauern wie "Im Salzkammergut", "Mein Liebeslied muss ein Walzer sein" oder "Was kann der Sigismund dafür, dass er so schön ist", aufwarten kann, nun am Theater Heilbronn zu erleben. Die Musikalische Leitung über das freie Orchester des Heilbronner Theaters hat Nicolas Kemmer; für die Kostüme zeichnet Nini von Selzam verantwortlich.

 

"Im Weißen Rössl"

Singspiel von Hans Müller und Erik Charell, Musik von Ralph Benatzky

Premiere am Freitag, 15. Juni 2007, 19.30 Uhr, Großes Haus

Weitere Vorstellung im Juni: 16., 19., 22., 26., 28.6.2007

Inszenierung: Wolfgang Maria Bauer

Bühne: Karel Spanhak

Kostüme: Nini von Selzam

Dramaturgie: Peter Helling

Mit: Johannes Bahr, Sebastian Gerasch, Mariah Friedrich, Thomas

Fritsche, Benjamin Hille, Alexander von Hugo, Sina Kießling, Julia

Klotz, Rolf-Rudolf Lütgens, Katharina Uhland und Statisterie

Karten und Info an der Theaterkasse unter: 07131. 56 3001

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