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Benjamin Brittens „The Turn of the Screw“ - Musiktheater im Revier Gelsenkirchen

Premiere 10. Sep. 2016, 19.30 Uhr. -----

Eine junge Gouvernante kommt auf das Anwesen von Bly, um dort die Erziehung der Waisen Miles und Flora zu übernehmen. Die Kinder mögen die junge Frau. Schon bald nach ihrer Ankunft beginnt die Gouvernante schemenhafte Erscheinungen eines Mannes und einer Frau zu sehen.

Die Haushälterin glaubt erschrocken, in ihnen die ehemaligen und unter mysteriösen Umständen zu Tode gekommenen Angestellten Peter Quint und Miss Jessel zu erkennen. Sie waren ein Liebespaar und übten einen starken Einfluss auf Miles und Flora aus.

 

Die junge Frau will das Geheimnis ergründen und stellt den Kindern Fragen. Ruhelos und immer wahnhafter versteigt sie sich in den Gedanken, die unschuldigen Kinder vor dem verführerischen Einfluss der Geister schützen zu müssen. Auch das merkwürdige Verhalten der Kinder lässt sie überall Täuschung und Gefahr wittern. Schließlich will sie dem Vormund von den Geschehnissen berichten. Aber der Brief verschwindet – bis Miles zugibt, ihn gestohlen zu haben. Die Ereignisse spitzen sich zu und Mrs. Grose reist mit Flora nach London. Die Gouvernante bleibt allein mit Miles zurück und stellt ihn ein letztes Mal zur Rede.

 

1898 erschien der äußerst erfolgreiche Roman „The Turn of the Screw“ („Das Drehen der Schraube“) des amerikanischen Schriftstellers Henry James als Fortsetzungs-Roman in der Zeitung. Angebliche Augenzeugenberichte verarbeitend, traf James damit den Zeitgeschmack der Leser, die sich für Übernatürliches und Geistererscheinungen interessierten.

 

Benjamin Britten fand in James‘ Werk eines seiner wichtigsten Themen verarbeitet: Die Korruption der kindlichen Unschuld durch den Erwachsenen. In nur vier Monaten komponierte Britten 1954 die Musik zu dieser Kammer-oper. In 16 filmisch scharf geschnittenen Szenen lässt Britten ein musikalisches Universum zwischen Lebenden und Toten entstehen: Die klar strukturierte leichte Musik der Lebenden, oft mit Kinderliedern und Reimen durchsetzt, steht gegen das musikalische Säuseln und Verführen der Geister mit Celesta- und Harfenklängen in komplexen, farbenreichen Melodien. Aus einem am Anfang gesetzten Schrauben-Thema entwickelt sich in 16 Variationen ein dämonisches Seelenbild der Ausweglosigkeit, in dem die Musik zum eigenständigen Protagonisten avanciert.

UA 1954

 

Musikalische Leitung

Valtteri Rauhalammi

Nachdirigat

Thomas Rimes

Inszenierung

Rahel Thiel

Bühne und Kostüm

Frederike Malke

Lisa Schoppmann

Dramaturgie

Juliane Schunke

Gabriele Wiesmüller

Licht Patrick Fuchs

 

Der Prolog

Ibrahim Yesilay

Die Gouvernante

Alfia Kamalova

Miles

Chorakademie Dortmund

Flora

Judith Caspari

Mrs. Grose, die Haushälterin

Noriko Ogawa-Yatake

Quint, ein früherer Diener

Cornel Frey

Miss Jessel, eine frühere Gouvernante

Petra Schmidt

 

EINE KOPRODUKTION MIT DER HOCHSCHULE FÜR MUSIK FRANZ LISZT WEIMAR

 

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