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Bertolt Brecht, DIE KLEINBÜRGERHOCHZEIT, Düsseldorfer Schauspielhaus im CENTRAL

Premiere 16.01.2016, 20.00, CENTRAL / Kleine Bühne. -----

»Ich habe nicht alle Tage Hochzeit! Trinkt und sitzt nicht so steif da!« Eignes Heim, Glück allein: Endlich verheiratet, feiert das Hochzeitspaar mit seinen Gästen in der frisch bezogenen Wohnung. Voller Stolz zeigt der Bräutigam die selbstgebastelten Möbel, sogar der Leim ist Marke Eigenbau.

Lieder werden zum Besten gegeben, man singt, und es wird »rassig« getanzt – ein ausgelassenes Grüppchen hat sich da ver­sammelt, um auf den schönsten Tag im Leben des Paares gebührend und ausgiebig anzustoßen. Doch mit feuchtfröhlichem Fortschreiten der Gesellschaft gilt: je später der Abend, desto wackliger die Stühle. Und irgendwann gehen Mobiliar und Fest vollkommen aus dem Leim, die Fassaden der bürgerlichen Moral fallen rasch und vollständig.

 

Mit liebevollem Spott beschreibt Brecht die frischgebackene Kleinfamilie und ihre Gäste zwischen Spießertum und sexueller Anzüglichkeit.

 

Die Kleinbürgerhochzeit ist sein berühmtester Einakter. Brecht schrieb ihn 1919 im Alter von nur 21 Jahren, aber die turbulente Farce könnte durchaus auch von Karl Valentin stammen, dem mit Brecht befreundeten Meister des schwarzen Humors.

 

Regie – Hans-Ulrich Becker

Ausstattung – Stefanie Seitz

Musik – Matts Johan Leenders

 

Bräutigam – Moritz von Treuenfels

Die Braut – Viola Pobitschka

Die Schwester der Braut – Hanna Werth

Der Vater der Braut – Marcus Calvin

Die Freundin der Braut – Louisa Stroux

Ihr Mann – Lutz Wessel

Die Mutter des Bräutigams – Christiane Roßbach

Der Freund des Bräutigams – Dirk Ossig

Der junge Mann – Dominik Raneburger

Der Mann an der Heimorgel – Matts Johan Leenders

 

Weitere Vorstellungen: 20., 22., 24.01.

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