Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
Brecht/Weill: „Die Dreigroschenoper“ im Theater in der Josefstadt Wien Brecht/Weill: „Die Dreigroschenoper“ im Theater in der Josefstadt Wien Brecht/Weill: „Die...

Brecht/Weill: „Die Dreigroschenoper“ im Theater in der Josefstadt Wien

Ein Stück über den Verbrecher als Bürgersmann, Geldgier, Profithunger, über korrupte Polizisten und Huren mit Herz. Angesiedelt zwischen Unterhaltungsstück und Gesellschaftsanalyse – zynisch und entlarvend, erotisch und verspielt, mitreißend lebensprall.

 

Copyright: Moritz Schell

 "Was ist ein Dietrich gegen eine Aktie? Was ist ein Einbruch in eine Bank gegen die Gründung einer Bank? Mitbürger, hiermit verabschiede ich mich von Ihnen und danke Ihnen, daß Sie gekommen sind." Macheath

Die Geschichte um den Bettlerkönig Peachum, seine Tochter Polly und den mafiosen Schwerkriminellen Macheath, genannt Mackie Messer, geht auf John Gays The Beggar’s Opera, einem Werk aus dem Jahr 1728, zurück. 200 Jahre später bearbeitete Bertolt Brecht eine Neuübersetzung für die Eröffnung des Theaters am Schiffbauerdamm in Berlin und gab dem Stück auf Anregung von Lion Feuchtwanger den Titel Die Dreigroschenoper.

Die Probenzeit verlief aus vielerlei Gründen turbulent, die Inszenierung drohte mehrmals zu scheitern, aber nachdem die Premiere am 31. August 1928 doch glücklich über die Bühne gegangen war, wurde das Stück zum größten Theatererfolg der damaligen Zeit, woran nicht zuletzt die Musik von Kurt Weill entscheidenden Anteil hatte.

 Mit ihrer „Dreigroschenoper“ landeten Bertolt Brecht und Kurt Weill einen Welterfolg. Die Songs wurden zu Gassenhauern, der Hit „die Moritat von Mackie Messer“ (Und der Haifisch, der hat Zähne…) – im Jazz besser bekannt als „Mack the Knife“, wurde von Stars wie Ella Fitzgerald, Robbie Williams, Udo Lindenberg, Campino von den Toten Hosen etc. gecovert und durch Luis Armstrongs Interpretation zum Jazz-Standard.

Ein Stück mit Musik in einem Vorspiel und acht Bildern nach John Gays "The Beggar's Opera" von Bertolt Brecht (Text) und Kurt Weill (Musik) unter Mitarbeit von Elisabeth Hauptmann

Regie
Torsten Fischer
Bühnenbild und Kostüme
Herbert Schäfer
Vasilis Triantafillopoulos
Musikalische Leitung
Christian Frank
Korrepetition
Belush Korenyi
Video
Jan Frankl
Dramaturgie
Herbert Schäfer
Licht
Manfred Grohs

Musiker
Andy Mayerl
Herbert Berger
Klaus Pérez-Salado
Rens Newland
Christian Frank
Alois Eberl, Florian Fuss, Martin Fuss, Simon Plötzeneder, Florian Reithner, Clemens Rofner, Georg Schrattenholzer, Gerald Selig

JONATHAN JEREMIAH PEACHUM, Chef einer Bettlerplatte
Herbert Föttinger
FRAU PEACHUM
Maria Bill
POLLY PEACHUM, ihre Tochter
Swintha Gersthofer
Eva Mayer
MACHEATH, Chef einer Platte von Straßenbanditen
Claudius von Stolzmann
BROWN, Polizeichef von London
Dominic Oley
LUCY, seine Tochter
Paula Nocker
TRAUERWEIDENWALTER
Alexander Strömer
HAKENFINGERJAKOB
Ljubiša Lupo Grujčić
MÜNZMATTHIAS
Paul Matić
SÄGEROBERT
Markus Kofler
JIMMY
Tamim Fattal
FILCH, einer von Peachums Bettlern
Anton Widauer
SPELUNKENJENNY, Hure
Susa Meyer
SMITH, erster Konstabler
Oliver Huether
HOCHWÜRDEN KIMBALL
Marcello De Nardo
Moritatensänger
Ensemble

 

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 13 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

„GESCHÖPFE“ von Ben J. Riepe im Tanzhaus NRW in Düsseldorf

Auf der dunklen Bühne stehen Bäume und Sträucher in Kübeln, die als erstes von einem Performer verrückt werden. An der rechten Bühnenseite finden sich aufgehäuft Körperteile von Schaufensterpuppen,…

Von: Dagmar Kurtz

Ein stilles Solo

Ein Wesen in silbern schimmerndem, folienartigem Gewand, der ganze Körper von Kopf bis Fuß verhüllt, bewegt sich aus dem Dunkel auf die Bühne. Es herrscht Stille und das Wesen erkundet langsam, fast…

Von: Dagmar Kurtz

"A First Date, Episode 1" in der Deutschen Oper am Rhein

Ein bisschen aufregend ist es schon: das erste Date. Vorfreude und Unsicherheit mischen sich mit unspezifischen Erwartungen. Wird es gut ablaufen? Folgen Erleichterung oder Enttäuschung?  

Von: Dagmar Kurtz

Liebesbande

Hinter tropischen Blumen befindet sich ein luxuriöses Anwesen mit Stahlträgern in offener Bauweise im Stil von Mies van der Rohes Barcelona Pavillon. Die Einrichtung ist im angesagten Midcentury…

Von: Dagmar Kurtz

Ein Hauch von Sehnsucht

Raimund Hoghes letztes Stück „Lettere amoroso“ handelte von Flucht und den sehnsuchtsvollen Briefen, die die Geflohenen schrieben. So weckt das Wort „Vietnam“ im Titel des neuen Stückes "Postcards…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑