Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
Bregenzer Festspiele: "Aida" von Giuseppe VerdiBregenzer Festspiele: "Aida" von Giuseppe VerdiBregenzer Festspiele:...

Bregenzer Festspiele: "Aida" von Giuseppe Verdi

Premiere am 22. Juli 2009 - 21.15 Uhr, Seebühne

Vorstellungen bis 23.8.2009

 

Sie ist eines der meistgespielten Werke der Opernliteratur, die Geschichte einer legendären Liebe bis in den Tod und eine sehr moderne Parabel über Kriegslust, Nationalismus und Feindeshass:

Giuseppe Verdis monumentale Oper Aida wird in den Sommern 2009 und 2010 erstmals auf der Bregenzer Seebühne zu sehen sein. Die unglückliche Liebesgeschichte zwischen der äthiopischen Prinzessin Aida – einst als Sklavin an den Nil verschleppt – und dem ägyptischen Feldherrn Radames begeisterte schon bei der Premiere 1871 in Kairo das Publikum und ist seitdem zu einem der beliebtesten und meistgespielten Werke der Opernliteratur avanciert.

 

Verdi hatte Aida von Anfang an als eine Oper der Superlative konzipiert, die alle Elemente dieser Gattung perfekt in sich vereint: Prunkvolle Chorszenen und mitreißende Marschrhythmen, lyrische Naturschilderungen, prächtige Arien und romantische Duette stehen harmonisch nebeneinander, in ihrer Wirkung noch vertieft durch das exotische Kolorit der Musik. Der bekannte Triumphmarsch mit seinen schmetternden Fanfaren und prächtigen Chören markiert musikalisch wie szenisch einen der Höhepunkte der „Großen Italienischen Oper“.

 

Lebendig eingemauert als Strafe für ihre Liebe und seinen Verrat – so enden die schöne Aida und der stolze Radames. Ein Tod, wie er erbarmungsloser nicht sein könnte, und doch ein Ende erfüllt von Klängen, die das grausame Schicksal, das die beiden erwar tet, nicht ahnen lassen. Denn genau diesem Moment erhebt sich der Schlussgesang „O terra addio, addio valle di pianti“ – „Leb wohl, o Erde, o du Tal der Tränen“ – so zart, so rein, so lichterfüllt und strahlend, als könne nichts und niemand dieser Liebe etwas anhaben. Der gemeinsame Tod trägt Aida und Radames hinfort, ein letztes Mal vereint in ewiger Umarmung.

 

Das Spiel auf dem See ist wie geschaffen für das Werk des berühmten Italieners: Mit ihren großen Chören, feierlichen Massenszenen und dramatischen Duetten scheinen Verdis Opern schon immer dieser großen Bühne und ihrem imposanten Bühnenbild zugedacht gewesen zu sein. Erstmals ist nun Aida als Spiel auf dem See zu sehen.

 

Musikalische Leitung

Carlo Rizzi

Gareth Jones

Inszenierung

Graham Vick

Bühne und Kostüme

Paul Brown

Choreograhie

Ron Howell

Licht

Wolfgang Göbbel

Chorleitung

Anna Szostak

Wlodzimierz Siedlik

Chorleitung Bregenzer Festspielchor

Benjamin Lack

Akustik Design

Wolfgang Fritz

 

 

Der König

 

Kevin Short

Keel Watson

Bradley Garvin

Amneris

Maria José Montiel

Iano Tamar

Guang Yang

Aida

Catherine Naglestad

Tatiana Serjan

Indra Thomas

Radames

Rubens Pelizzari

Arnold Rawls

Philip Webb

Ramphis

Sorin Coliban

Andrew Gangestad

Tigran Martirossian

Amonasro

Quinn Kelsey

Iain Paterson

Vittorio Vitelli

Ein Bote

Joseph Guyton

Ronald Samm

Eine Priesterin

Elisabetta Martorana

Talia Or

Orchester

-Wiener Symphoniker

Chöre

-Sängerensemble der Stadt Katowice –

„Camerata Silesia“

Polnischer Rundfunkchor Krakau

-Bregenzer Festspielchor

Bühnenmusik:

Kooperation mit dem

-Vorarlberger Landeskonservatorium

 

Tänzer

 

Stunt Performers

 

Akteure

 

Statisterie

 

Aufgrund der großen Nachfrage haben sich die Bregenzer Festspiele zu einem besonderen Angebot entschlossen: Erstmals können Besucher das Spiel auf dem See von sogenannten Uferplätzen aus erleben. Die zusätzlichen 87 Stühle sind über dem Wasser unterhalb der ersten Sitzreihe auf Treppenstufen gelegen und sollen einen spektakulären Blickwinkel auf das Bühnengeschehen eröffnen.

 

Die Stufen wurden als Teil der Kulisse speziell für Aida gebaut und stellen in einem davor gelegenen Abschnitt den Auftrittsort für Mitwirkende dar. Die neue Sitzplatz-Kategorie ermöglicht dadurch einen direkten Kontakt von Besuchern und Mitwirkenden.

 

"So nah und unmittelbar konnten Besucher des Spiels auf dem See das Bühnengeschehen noch nie miterleben. Während der ersten Szene von Aida sind unsere Uferplätze sogar nur wenige Zentimeter von den Mitwirkenden entfernt - ein hautnahes Live-Erlebnis", erklärt der kaufmännische Direktor Michael Diem.

 

Tickets für die Uferplätze in den Kategorien 2 bis 5 zum Preis von 28 bis 110 Euro sind ab sofort via Telefon +43 5574 4076 und an der Tageskasse des Festivals erhältlich. Das Gesamtangebot wird damit um 2.436 Plätze auf insgesamt 192.000 Tickets erhöht. Derzeit sind rund 83 Prozent aller Karten gebucht, was 33.000 noch freien Plätzen entspricht. Vor allem im August stehen noch genügend Tickets zu fast allen Terminen in fast allen Kategorien zur Verfügung.

 

Die Bregenzer Festspiele finden statt vom 22. Juli bis 23. August 2009, Tickets unter -www.bregenzerfestspiele.com und +43 5574 4076.

 

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 21 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

„GESCHÖPFE“ von Ben J. Riepe im Tanzhaus NRW in Düsseldorf

Auf der dunklen Bühne stehen Bäume und Sträucher in Kübeln, die als erstes von einem Performer verrückt werden. An der rechten Bühnenseite finden sich aufgehäuft Körperteile von Schaufensterpuppen,…

Von: Dagmar Kurtz

Ein stilles Solo

Ein Wesen in silbern schimmerndem, folienartigem Gewand, der ganze Körper von Kopf bis Fuß verhüllt, bewegt sich aus dem Dunkel auf die Bühne. Es herrscht Stille und das Wesen erkundet langsam, fast…

Von: Dagmar Kurtz

"A First Date, Episode 1" in der Deutschen Oper am Rhein

Ein bisschen aufregend ist es schon: das erste Date. Vorfreude und Unsicherheit mischen sich mit unspezifischen Erwartungen. Wird es gut ablaufen? Folgen Erleichterung oder Enttäuschung?  

Von: Dagmar Kurtz

Liebesbande

Hinter tropischen Blumen befindet sich ein luxuriöses Anwesen mit Stahlträgern in offener Bauweise im Stil von Mies van der Rohes Barcelona Pavillon. Die Einrichtung ist im angesagten Midcentury…

Von: Dagmar Kurtz

Ein Hauch von Sehnsucht

Raimund Hoghes letztes Stück „Lettere amoroso“ handelte von Flucht und den sehnsuchtsvollen Briefen, die die Geflohenen schrieben. So weckt das Wort „Vietnam“ im Titel des neuen Stückes "Postcards…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑