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BUNBURY - ERNST IST DAS LEBEN in Berlin

Ein Stück von Oscar Wilde, deutsch von Elfriede Jelinek,

Premiere am 30. April um 20 Uhr im Deutschen Theater.

Oscar Wilde nannte es seine »beste Komödie«. Ein Superlativ, mit dem es die Figuren in »Bunbury« bitter ernst nehmen müssen, denn Wilde peitscht sie durch die Höllen des Bonmots, das Fegefeuer der Eitelkeiten, die Strafkolonie der guten Laune, das Inferno der Paradoxien.

Auf dieser apokalyptischen Reise wird viel geplaudert und nie geredet – sonst käme man womöglich auf das Wort »Sinn« zu sprechen, und das ist so verboten wie das Wort »Strick« im Hause des Gehenkten. Aber den Sinn, an dem man sich aufhängen könnte, suchen sie dennoch alle: Da ist John, der seinem Leben auf dem Land entflieht, um seinen Bruder Ernst in der Stadt zu besuchen. Den Bruder gibt es nicht. John hat ihn erfunden. Da ist Algernon, der seinem Leben in der Stadt entflieht, um seinen schwer kranken Freund Bunbury zu besuchen. Den Freund gibt es nicht. Algernon hat ihn erfunden. Die Freunde John und Algernon entdecken das Doppelleben des jeweils anderen, woraufhin Algernon, den es gibt, als Ernst, den es nicht gibt, aufs Land fährt, um dort erotische und andere Verwirrungen zu stiften. Am Ende sind alle happy– und des Unsinns fette Beute.

Bettina Bruinier, die 2005 mit Tennessee Williams’ »Die Glasmenagerie« ihr viel beachtetes Regiedebüt am Deutschen Theater gab, inszenierte zuletzt in Mainz und Heidelberg. In der Stückfassung der ähnlich wie Oskar Wilde provokanten Wortkünstlerin Elfriede Jelinek spielen Aylin Esener, Gabriele Heinz, Lotte Ohm, Barbara Schnitzler; Peter Beck, Peter Pagel, Thomas Schmidt, Bernd Stempel und Oliver Urbanski.

Regie Bettina Bruinier

Bühne Claudia Rohner

Kostüme Markus Karner

Dramaturgie Anita Augustin-Huber

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