Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
Charles Gounods Oper „Faust“ in DüsseldorfCharles Gounods Oper „Faust“ in DüsseldorfCharles Gounods Oper...

Charles Gounods Oper „Faust“ in Düsseldorf

Die letzte Premiere in der RheinOperMobil

am Sonntag, dem 25. Februar 2007 um 19.30 Uhr.

Die letzte Neuproduktion für die Düsseldorfer RheinOperMobil, die noch bis zur Wiedereröffnung des Opernhauses am 7. April als Spielstätte dient.

Ausgehend vom besonderen Bühnenraum der ROM, hat der in Düsseldorf lebende Regisseur und Bühnenbildner Michael Simon seine Inszenierung entworfen.

Er verstärkt die bereits bestehende Nähe des Publikums zu den Solisten und die Konzen­tra­tion des reinen Spiels: „Die Seelenzustände der Protagonisten sollen sichtbar werden. Daher wollen wir die Figuren betrachten, als befänden sie sich unter einem Mikroskop.“

Simon fokussiert, was Charles Gounod und seine Librettisten in ihrer Oper bereits angelegt haben: Nicht der grüblerische Gelehrte Faust, sondern Marguerites Verführung und Fall stehen im Zentrum des Ge­schehens. Nataliya Kovalova verkörpert Marguerite, ein Gretchen unserer Zeit, das sich unschuldig und unerfahren, aber auch voller Neugier und Faszination auf das Spiel mit Faust (Steven Harrison) und seinem teufli­schen Drahtzieher (Sami Luttinen) einlässt.

So wie das Opernbuch, das die Librettisten Jules Barbier und Michel Carré geschickt aus Goethes „Faust“ herauslösten, trägt auch die Musik von Charles Gounod lyrisch-sentimen­tali­sche Züge und verleiht dem Werk seinen typisch französischen Charakter. Die 1859 in Paris uraufgeführte Oper wurde weltberühmt. Durch schöne, eingängige Melodien und grandiose Nummern für Solisten und Chor hat sie bis heute nichts von ihrer berauschenden Wirkungskraft verloren.

Die musikalische Leitung liegt in den Händen von Alexander Joel, dem Ersten Kapellmeister der Deutschen Oper am Rhein und designierten GMD des Staatstheaters Braunschweig. Das von Michael Simon entwor­fene Bühnenbild korrespondiert mit Kostümen von Steven Galloway und Videobildern von Ariane Andereggen.

Aufführungen: So 25.02. I Di 27.02. I Sa 03.03. I Di 06.03. I Do 08.03. ff

Tickets in denOpernshops Düsseldorf und Duisburg, unter Tel. 0211 / 89 25 211 und www.rheinoper.de.

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 10 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

„GESCHÖPFE“ von Ben J. Riepe im Tanzhaus NRW in Düsseldorf

Auf der dunklen Bühne stehen Bäume und Sträucher in Kübeln, die als erstes von einem Performer verrückt werden. An der rechten Bühnenseite finden sich aufgehäuft Körperteile von Schaufensterpuppen,…

Von: Dagmar Kurtz

Ein stilles Solo

Ein Wesen in silbern schimmerndem, folienartigem Gewand, der ganze Körper von Kopf bis Fuß verhüllt, bewegt sich aus dem Dunkel auf die Bühne. Es herrscht Stille und das Wesen erkundet langsam, fast…

Von: Dagmar Kurtz

"A First Date, Episode 1" in der Deutschen Oper am Rhein

Ein bisschen aufregend ist es schon: das erste Date. Vorfreude und Unsicherheit mischen sich mit unspezifischen Erwartungen. Wird es gut ablaufen? Folgen Erleichterung oder Enttäuschung?  

Von: Dagmar Kurtz

Liebesbande

Hinter tropischen Blumen befindet sich ein luxuriöses Anwesen mit Stahlträgern in offener Bauweise im Stil von Mies van der Rohes Barcelona Pavillon. Die Einrichtung ist im angesagten Midcentury…

Von: Dagmar Kurtz

Ein Hauch von Sehnsucht

Raimund Hoghes letztes Stück „Lettere amoroso“ handelte von Flucht und den sehnsuchtsvollen Briefen, die die Geflohenen schrieben. So weckt das Wort „Vietnam“ im Titel des neuen Stückes "Postcards…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑