Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
Christoph Marthalers "Seemannslieder / Op hoop van zegen" in HamburgChristoph Marthalers "Seemannslieder / Op hoop van zegen" in HamburgChristoph Marthalers...

Christoph Marthalers "Seemannslieder / Op hoop van zegen" in Hamburg

Am 25. und 26. Juni gastiert Christoph Marthaler mit seiner Produktion Seemannslieder / Op hoop van zegen im Schauspielhaus Hamburg. Marthaler und sein internationales Ensemble nehmen das Publikum mit auf sehnsuchtsvolle Reise, hinaus aufs literarisch-musikalische Meer.

Über alle Berge auf’s Meer hinaus geträumt hast sich Christoph Marthaler mit dieser wundersamen theatralisch-musikalischen Meditation in drei Sprachen. Ausgehend vom holländischen Nationaldrama „Op hoop van zegen (Die Hoffnung auf Segen)“ von Herman Heyermans – ein sozialkritisches Melodram über die Ausbeutung niederländischer Fischer durch die Reeder zu Beginn des 20. Jahrhunderts – komponieren Marthaler und sein kongeniales Ensemble eine suggestive Collage über das Meer als Sehnsuchtsraum.

Das ewige Auf und Ab der Wellenbewegung kommt in Anna Viebrocks Bühne – ein Ort changierend zwischen Wartesaal, Hafenbar, Kajüte und Seemannsheim – nur scheinbar zum Stillstand: Wie zwischen Ebbe und Flut treiben hier theatralische Fundstücke und musikalisches Strandgut an „Land“, mit denen die Figuren vom ewigen Warten der Frauen, vom Seemannsgarn der Männer erzählen, von der Lust auf Weite und der Angst vor der Tiefe, von glücklicher Heimkehr und tödlicher Ausfahrt.

Wie sanfte Piraten entführen die Schauspielerinnen und Schauspieler mit literarischen Zitaten, dramatischen und komischen Szenen, musikalischen Anspielungen quer durch alle Genres auf eine „sentimental journey“ über den Ozean der Erinnerung.

 

Seemannslieder / Op hoop van zegen

von Christoph Marthaler

In niederländischer, deutscher und englischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Gastspiel NTGent, ZTHollandia, Eindhoven

 

Regie: Christoph Marthaler

Bühne: Anna Viebrock, Duri Bischoff, Frieda Schneider

Kostüme: Sarah Schitteck

Dramaturgie: Stefanie Carp, Paul Slangen

Musikdramaturgie und Stimmtraining: Christoph Homberger, Clemens Sienknecht, Stefan Wirth

Es spielen und singen: Raphael Clamer, Wim Opbrouck, Hadewych Minis, Gijs Naber, Chris Nietvelt, Frieda Pittoors, Sanne van Rijn, Graham Valentine

Livemusik: Clemens Sienknecht, Stefan Wirth.

 

Mehr Informationen auf der Internetseite des NTGENT:

www.ntgent.be/index.php

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 10 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Liebesbande

Hinter tropischen Blumen befindet sich ein luxuriöses Anwesen mit Stahlträgern in offener Bauweise im Stil von Mies van der Rohes Barcelona Pavillon. Die Einrichtung ist im angesagten Midcentury…

Von: Dagmar Kurtz

Ein Hauch von Sehnsucht

Raimund Hoghes letztes Stück „Lettere amoroso“ handelte von Flucht und den sehnsuchtsvollen Briefen, die die Geflohenen schrieben. So weckt das Wort „Vietnam“ im Titel des neuen Stückes "Postcards…

Von: Dagmar Kurtz

Liebe in Zeiten des Krieges

In Großbritannien findet ein Bürgerkrieg statt: die Puritaner unter Oliver Cromwell kämpfen gegen die katholischen Royalisten. Das private Glück ist in Gefahr.  

Von: Dagmar Kurtz

Der Überfall

Gerade ist man noch fröhlich herumgehopst, da, eine heftige Attacke, und schon streckt es einen nieder. Ein Virus oder ein Bakterium hat seinen Weg in den Körper gefunden. Nun werden alle Kräfte…

Wir müssen‘s wohl leiden

Wie die ursprünglichen revolutionären Ansprüche nach Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, die die Abschaffung der Sklaverei, die Gleichberechtigung der Frauen, die Entmachtung des Adels beinhaltet,…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

Folgen Sie uns auf:

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑