Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
DAS GEHEIME KÖNIGREICH - Märchenoper von Ernst Krenek im STAATSTHEATER KASSEL DAS GEHEIME KÖNIGREICH - Märchenoper von Ernst Krenek im STAATSTHEATER KASSEL...DAS GEHEIME KÖNIGREICH -...

DAS GEHEIME KÖNIGREICH - Märchenoper von Ernst Krenek im STAATSTHEATER KASSEL

Premiere: Samstag, 13. Juni, 19.30 Uhr, Schauspielhaus

 

Zum fünften Mal hat sich am Staatstheater Kassel das Theater-Jugendorchester (TJO) konstituiert: Rund 70 Jungendliche zwischen 12 und 20 Jahren bilden in diesem Jahr das Orchester für Ernst Kreneks Märchenoper „Das geheime Königreich“.

 

 

Für die Jugendlichen bietet das TJO die Möglichkeit, erste Erfahrungen im Orchesterspiel zu sammeln und an der Seite von Opernsängern an einer professionellen Musiktheaterproduktion mitzuwirken. Eine Möglichkeit, die sie mit ansteckender Begeisterung wahrnehmen. So ist das TJO-Projekt stets auf Neue nicht nur eine große Herausforderung für alle Beteiligten, sondern ein erheblicher Gewinn auch für das Publikum, das hier selten gespielte Werke des 20. Jahrhunderts kennen lernt. Dass in dieser Spielzeit wieder ein TJO-Projekt verwirklicht werden kann, ist auch der großzügigen Förderung durch die Kasseler Sparkasse zu verdanken.

 

Am Samstag, 13. Juni, hat „Das geheime Königreich“ unter der musikalischen Leitung von Christopher Ward und in der Inszenierung von Lisa Marie Küssner Premiere im Schauspielhaus.

 

Aus gutem Grund ist die Wahl gerade auf diese Märchenoper gefallen: Krenek schrieb das Werk im Winter 1926/1927 in seiner Zeit als „künstlerischer Beirat“ und Assistent des Intendanten am Preußischen Staatstheater Kassel. Als „ein Märchen, welches das einfache Leben verherrlicht“ hat er selbst „Das geheime Königreich“ bezeichnet. Darin geht es um einen Märchenkönig, der an der Rolle verzweifelt, die ihm die Krone abverlangt: Er hat sie ja nur geerbt, nicht verdient. Vor den Toren des Palastes tobt die Revolution, und mit seiner Königin liegt er im Streit. Schließlich übergibt er dem Narren die Krone, um in die Welt zu ziehen und das wahre Königtum zu erlangen. Dies gelingt ihm in einem Zauberwald, der, so Krenek, „rechts und links vom Darsteller“ steht – und da ist bekanntlich die Bühne des Theaters. Und hier sind in der Inszenierung von Lisa Marie Küssner nicht nur die Sänger, sondern auch die jugendlichen Musiker bei der Aufführung der kurzweiligen Oper zu sehen. Das Bühnenbild und die Kostüme hat Judith-Patricia Schenk entworfen.

 

In der Rolle des Königs ist als Gast der finnische Bariton Hans Lydman zu erleben, den Narr singt, ebenfalls als Gast, der Bariton Julian Orlishausen, und die Königin ist die Sopranistin Ingrid Frøseth . Weitere Mitwirkende sind János Ocsovai, Nayeon Kim, Nohad Becker, Sandra Janke, Anton Kwon und Eirik Roland Egeberg-Jensen.

 

Erstmals haben in diesem Jahr rund um die TJO-Produktion auch Workshops zu Dramaturgie, Regie und Bühnenbild stattgefunden. Schülerinnen und Schüler des Dramaturgie-Workshops werden unter der Leitung von Produktionsdramaturgin Dorothee Hannappel als „Opernführer live!“ vor jeder Vorstellung eine Werkeinführung geben. Den Anfang machen am 13. Juni um 19 Uhr Nils Früchtenicht und Sophie von Waitz.

 

Musikalische Leitung: Christopher Ward

Inszenierung: Lisa Marie Küssner

Ausstattung: Judith-Patricia Schenk

Dramaturgie: Dorothee Hannappel

 

Mit: Hans Lydman (König), Ingrid Frøseth (Königin), Julian Orlishausen (Der Narr), János Ocsovai (Rebell), Nayeon Kim (Erste Dame), Nohad Becker (Zweite Dame), Sandra Janke (Dritte Dame), Anton Kwon (1. Revolutionär), Eirik Roland Egeberg-Jensen (2. Revolutionär)

 

und dem 5. Theater-Jugendorchester

 

Weitere Vorstellungen: 20. 06., 21. 06. (16 Uhr), 28. 06. (18 Uhr) und 04.07.

 

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 16 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

„GESCHÖPFE“ von Ben J. Riepe im Tanzhaus NRW in Düsseldorf

Auf der dunklen Bühne stehen Bäume und Sträucher in Kübeln, die als erstes von einem Performer verrückt werden. An der rechten Bühnenseite finden sich aufgehäuft Körperteile von Schaufensterpuppen,…

Von: Dagmar Kurtz

Ein stilles Solo

Ein Wesen in silbern schimmerndem, folienartigem Gewand, der ganze Körper von Kopf bis Fuß verhüllt, bewegt sich aus dem Dunkel auf die Bühne. Es herrscht Stille und das Wesen erkundet langsam, fast…

Von: Dagmar Kurtz

"A First Date, Episode 1" in der Deutschen Oper am Rhein

Ein bisschen aufregend ist es schon: das erste Date. Vorfreude und Unsicherheit mischen sich mit unspezifischen Erwartungen. Wird es gut ablaufen? Folgen Erleichterung oder Enttäuschung?  

Von: Dagmar Kurtz

Liebesbande

Hinter tropischen Blumen befindet sich ein luxuriöses Anwesen mit Stahlträgern in offener Bauweise im Stil von Mies van der Rohes Barcelona Pavillon. Die Einrichtung ist im angesagten Midcentury…

Von: Dagmar Kurtz

Ein Hauch von Sehnsucht

Raimund Hoghes letztes Stück „Lettere amoroso“ handelte von Flucht und den sehnsuchtsvollen Briefen, die die Geflohenen schrieben. So weckt das Wort „Vietnam“ im Titel des neuen Stückes "Postcards…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑