Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
"Das Käthchen von Heilbronn" von Heinrich von Kleist im Burgtheater Wien"Das Käthchen von Heilbronn" von Heinrich von Kleist im Burgtheater Wien"Das Käthchen von...

"Das Käthchen von Heilbronn" von Heinrich von Kleist im Burgtheater Wien

Premiere 24. Jänner 2015, 19.30 Uhr. -----

Eines Tags im Mittelalter kommt der tapfere Ritter Friedrich vom Strahl mit einer kleinen Reparaturarbeit an seiner Rüstung zu Friedeborn, dem Waffenschmied am Marktplatz von Heilbronn. In der Schmiede begegnet der Ritter aber auch der Tochter des Waffenschmieds: Katharina, genannt Käthchen.

Und von dem Augenblick an, in dem das Käthchen zum ersten Mal den Ritter sieht, kann sie nicht mehr anders, als ihm zu folgen – ob sie sich dabei beide Beine bricht oder eine Feuerprobe überstehen muss. Was ihr Vater bald für das Produkt schwarzmagischer Verhexung hält, stellt sich als das genaue Gegenteil heraus: als die Folge weiblich göttlicher Gewissheit, die zuletzt auch der Ritter vom Strahl als einziges Licht in der Finsternis intriganter Umstrickung und quälender Selbstzweifel erkennt.

 

1807 und 1808 – die Entstehungszeit des Käthchen – sind für Kleist unruhige, von Hoffnungen und ihrem dramatischen Scheitern geprägte Jahre. Europa ist noch immer dem Alptraum der napoleonischen Kriege unterworfen. Da schreibt Kleist sein „historisches Ritterspiel“, das auch ein romantisches Ritterspiel ist, um ein unschuldiges Mädchen, einen sinnverwirrten Ritter, eine intrigante Giftmischerin und eine nicht unerhebliche Zahl wackerer, treuer, manchmal dummer, in jedem Falle sehr mannhafter Rittersleute.

 

„Ich will meine Muttersprache durchblättern, und das ganze reiche Kapitel, das diese Überschrift führt: Empfindung, dergestalt plündern, daß kein Reimschmied mehr, auf eine neue Art, soll sagen können: ich bin betrübt.“

 

Zum Nachlesen:

Dramaturg Andreas Erdmann: "Kant und Käthchen - Kleists Psychogramm im Ritterspiel" und die Schauspieler Sarah Viktoria Frick und Fabian Krüger im Kurz-Interview, abgedruckt im Burgtheater Magazin "SpielBurgSchau Dezember 14 / Jänner 15"

 

Regie David Bösch

Bühne Patrick Bannwart

Kostüme Meentje Nielsen

Bühnenbildmitarbeit Maria Wolgast

Musik Karsten Riedel

Licht Friedrich Rom

Dramaturgie Andreas Erdmann

 

Mit

Martin Schwab (Der Kaiser)

Fabian Krüger (Friedrich Wetter, Graf vom Strahl)

Hermann Scheidleder (Gottschalk, sein Knecht)

Dörte Lyssewski (Kunigunde von Thurneck)

Frida-Lovisa Hamann (Rosalie, ihre Kammerzofe)

Falk Rockstroh (Theobald Friedeborn, Waffenschmied aus Heilbronn)

Sarah Viktoria Frick (Käthchen, seine Tochter)

Dietmar König (Maximilian, Burggraf von Freiburg)

André Meyer (Der Rheingraf vom Stein, Verlobter Kunigundens)

Dietmar König (Eginhardt von der Wart)

André Meyer (Ritter Schauermann)

 

Montag, 26.01.2015 | 19.30 UhrBurgtheater

Dienstag, 27.01.2015 | 19.00 UhrBurgtheater

Samstag, 31.01.2015 | 19.30 UhrBurgtheater

 

Februar

Mittwoch, 04.02.2015 | 19.30 UhrBurgtheater

Donnerstag, 05.02.2015 | 19.30 UhrBurgtheater

Donnerstag, 12.02.2015 | 19.30 UhrBurgtheater

Montag, 16.02.2015 | 19.30 UhrBurgtheater

Dienstag, 17.02.2015 | 19.30 UhrBurgtheater

Mittwoch, 25.02.2015 | 19.30 UhrBurgtheater

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 12 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Liebesbande

Hinter tropischen Blumen befindet sich ein luxuriöses Anwesen mit Stahlträgern in offener Bauweise im Stil von Mies van der Rohes Barcelona Pavillon. Die Einrichtung ist im angesagten Midcentury…

Von: Dagmar Kurtz

Ein Hauch von Sehnsucht

Raimund Hoghes letztes Stück „Lettere amoroso“ handelte von Flucht und den sehnsuchtsvollen Briefen, die die Geflohenen schrieben. So weckt das Wort „Vietnam“ im Titel des neuen Stückes "Postcards…

Von: Dagmar Kurtz

Liebe in Zeiten des Krieges

In Großbritannien findet ein Bürgerkrieg statt: die Puritaner unter Oliver Cromwell kämpfen gegen die katholischen Royalisten. Das private Glück ist in Gefahr.  

Von: Dagmar Kurtz

Der Überfall

Gerade ist man noch fröhlich herumgehopst, da, eine heftige Attacke, und schon streckt es einen nieder. Ein Virus oder ein Bakterium hat seinen Weg in den Körper gefunden. Nun werden alle Kräfte…

Wir müssen‘s wohl leiden

Wie die ursprünglichen revolutionären Ansprüche nach Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, die die Abschaffung der Sklaverei, die Gleichberechtigung der Frauen, die Entmachtung des Adels beinhaltet,…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

Folgen Sie uns auf:

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑