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Das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach in einer Inszenierung von NOVOFLOT, RADIALSYSTEM V Berlin

MI 16. Dezember 19 Uhr Premiere

 

Mit der szenischen Aufführung des "Weihnachtsoratoriums" lässt NOVOFLOT in den Räumlichkeiten des RADIALSYSTEM V eine raumgreifende Begehung und Erkundung der Komposition entstehen.

In mehreren Räumen und Etagen - in einem Rundgang durch das gesamte Haus - wird das Werk in einer eigenen Fassung für Sänger, Schauspieler, großen gemischten Chor, Knabenchor, Experimentalensemble und Orchester aufgeführt. Beteiligt sind international erfolgreiche Berliner Ensembles und

Künstler wie das Architekturbüro Graft (Berlin, Los Angeles, Peking), die Free Jazz Formation Bauer 4, das Solistenensemble Kaleidoskop, seit 2007 Ensemble-in-residence im RADIALSYSTEM V, der Karl-Forster- Chor und der Knabenchor Berlin.

 

NOVOFLOT lädt das Publikum ein zu einer Reise durch ein großes weihnachtliches Tableau. Die junge Berliner Opernkompanie unternimmt mit diesem Projekt eine neue Interpretation des "Weihnachtsoratoriums", das so wieder als gemeinschaftliches Ritual erlebbar und in all seinen Bausteinen und Widersprüchen erforscht wird. In der raumbezogenen, szenischen Passage durch das Weihnachtsoratorium liegt der Versuch einer Wiederentdeckung des ihm innewohnenden utopischen Potenzials: Eine Suche nach Momenten, in denen Glaube, Liebe, Hoffnung möglich wird.

 

Der Abend widmet sich der Komposition Bachs in ihrer Gesamtheit, und lässt alle sechs Kantaten erklingen. Dabei wird das Werk sowohl textlich als auch musikalisch erweitert. Im "Weihnachtsoratorium" lässt NOVOFLOT barocke Musiken und freie Improvisationen von Bauer 4 aufeinanderprallen: Jede Kantate entsteht als eigene Bearbeitung. Aus dem Siechtum perfider Arrangements entpuppt sich das Original als Juwel und Hoffnungsträger.

 

NOVOFLOT

Konzept und Produktion

Seit der Gründung 2002 machte die freie Berliner Opernkompanie NOVOFLOT zunächst mit den Inszenierungen von Ernst Kreneks "Glockenturm" und Tommaso Traettas "Antigone" in den Sophiensaelen auf sich aufmerksam. Für die Opernsaga "Kommander Kobayashi" entwickelte NOVOFLOT ein

Format, in dem neue Produktionswege und Konzepte für die zeitgenössische Oper gesucht und getestet wurden: In einer Serie von Auftragswerken verschiedener internationaler Komponisten entfaltet sich die Odyssee des "Kommander Kobayashi" als eine Reise in das hybride Universum zeitgenössischer Oper. Insgesamt wurden für "Kommander Kobayashi" sechs Opern und vier Kurzopern komponiert und in drei Staffeln zwischen Januar 2005 und September 2007 uraufgeführt. Produktions- und Spielorte der

Saga waren die Berliner Sophiensaele, das UltraSchall Festival, die Hamburgische Staatsoper, das Festival Warschauer Herbst / Teatr Wielki, das Théâtre National du Luxembourg und das Trafó in Budapest.

 

Derzeit arbeitet NOVOFLOT unter dem Titel "WAS WIR FÜHLEN" an einer dreiteiligen Reihe zu den Affekten in der Oper. Der erste Teil widmete sich der Angst und wurde unter dem Titel "Scream Queen" im September 2008 in den Sophiensaelen uraufgeführt. Der zweite und dritte Teil zu den Gefühlszuständen Erschöpfung und Glück folgen im Herbst 2010. (www.NOVOFLOT.de)

 

Produktion NOVOFLOT

Regie Sven Holm

Musikalische Leitung Vicente Larrañaga

Bühne Graft Architekten

Kostüme Daniela Selig und Anna Scholich

Dramaturgie Laura Schmidt

Konzeptionelle Mitarbeit Malte Ubenauf

Video Philip Kießling (halbbild),

"Tiergarten-Videos" Prof. Klaus Teltenkoetter

in Zusammenarbeit mit Graft Architekten

Produktionsleitung Dörte Wolter

Technische Leitung und Licht Jörg Bittner

 

Gesang Bini Lee-Zauner (Sopran), Hanna Dóra Sturludóttir (Mezzosopran), Steffen Doberauer (Tenor) und Nils Cooper (Baß)

 

Schauspiel Johanna Falckner, Julian Gerull und Ricardo Müller

Bauer 4

Solistenensemble Kaleidoskop

 

FR 18. SA 19. SO 20. MI 23. FR 25. SA 26. Dezember 19 Uhr

SO 27. Dezember 16 Uhr

Karl-Forster-Chor

Knabenchor Berlin

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