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"Der Diktator"/"Der Zar lässt sich photographieren", Zwei Operneinakter von Ernst Krenek und Kurt Weill im Anhaltischen Theater Dessau

Premiere Sonntag, 28. Februar 2016, 17 Uhr, Großes Haus Friedensplatz 1a. -----

Zwei der kurzweiligsten und markantesten Operneinakter der 1920er Jahre an einem Abend anlässlich des Kurt Weill Festes. Der Diktator von Ernst Krenek und Der Zar läßt sich photographieren von Kurt Weill stehen für den selbstbewussten Aufbruch ihrer Komponisten; sie wurden im selben Jahr 1928 uraufgeführt. Beide Werke zeigen die Begegnung eines charismatischen Herrschers mit einer selbstbewussten Frau, die ihn eigenhändig beseitigen will.

Und trotzdem erzählen die Opern zwei vollkommen unterschiedliche Geschichten: einmal als menschliche Tragödie (bei Krenek), einmal eine groteske Komödie (bei Weill).

 

»Schade, schade! Ich hätte dich geliebt!« Das Anhaltische Theater stellt im Rahmen des Kurt Weill Fest

2016, das unter dem Motto »Krenek, Weill und die Moderne« steht, zwei der markantesten Operneinakter der 1920er Jahre vor, die außergewöhnlich viele Parallelen aufweisen. Der Diktator von Ernst Krenek und Der Zar läßt sich photographieren von Kurt Weill stehen fur den selbstbewussten musikdramatischen Aufbruch ihrer gleichaltrigen Komponisten; sie wurden im Abstand von wenigen Monaten im selben Jahr 1928 uraufgefuhrt. Beide Werke stellen wie zahlreiche »Zeitopern« dieser Jahre die Welt der Epoche in pointierter Weise auf die Buhne – in beiden Fällen sind es hier Portraits von Diktatoren, auf die Attentate geplant sind. Die Opern nehmen zwar eine kritische Haltung zu autoritärer Herrschaft ein.

 

Doch im Fokus steht nicht die Politik, sondern der Mensch in der Gesellschaft der Moderne. Das betrifft nicht nur die Handlungsorte – ein mondänes Pariser Fotoatelier und ein nicht minder mondänes Schweizer Berghotel – sondern vor allem die Begegnungen zwischen den selbstbewusst-charismatischen Herrschern à la Mussolini und den bewaffneten Frauen, die sich ihnen nähern und sie herausfordern. Die Lösung der jeweiligen Konstellation ist bei Krenek archaisch tragisch, bei Weill höchst komisch.

 

Kooperation mit dem Kurt Weill Fest 2016

Text und Musik von Ernst Krenek (Der Diktator)

Musik von Kurt Weill, Text von Georg Kaiser (Der Zar läßt sich photographieren)

 

Der Diktator / Der Zar läßt sich photographieren

Musikalische Leitung Daniel Carlberg

 

Inszenierung Doris Sophia Heinrichsen

Buhnenbild Nicole Bergmann

Kostume Jessica Rohm

Chor Sebastian Kennerknecht

Dramaturgie Ronald Müller

 

Der Diktator

Der Diktator KS Ulf Paulsen

Charlotte, seine Frau Stefanie Kunschke

Der Offizier Albrecht Kludszuweit

Maria, seine Frau KS Iordanka Derilova

Ein Kurier, Ein Groom, Ein Krankenwärter, Ein Detektiv Statisterie des Anhaltischen Theaters

 

Der Zar läßt sich photographieren

Ein Zar von *** KS Ulf Paulsen

Angèle Stefanie Kunschke

Der Gehilfe David Ameln

Die falsche Angèle KS Iordanka Derilova

Der Boy Anne Weinkauf

Der falsche Gehilfe Alexander Nikolić

Der falsche Boy Kristina Baran

Der Anfuhrer Albrecht Kludszuweit

Der Begleiter des Zaren André Eckert

Erster Kriminalbeamter N.N.

Zweiter Kriminalbeamter Statisterie des Anhaltischen Theaters

Anhaltische Philharmonie Dessau

Opernchor des Anhaltischen Theaters

 

Alle Termine:

Sonntag, 28.2.2016 — 17 Uhr (Premiere

)

Samstag, 5.3.2016 — 16 Uhr

anhaltisches-theater.de/der_diktator-der_zar_laesst_sich_photographieren

 

 

 

anlässlich des Kurt Weill Festes werden zwei der kurzweiligsten und markantesten Operneinakter der 1920er

Jahre an einem Abend im Zeichen des Krimis und der

Satire zu erleben sein – und das nur an zwei

exklusiven Vorstellungsterminen! (28.2. & 3.5.2016) Der Diktator von Ernst Krenek und Der Zar läßt sich

photographieren von Kurt Weill stehen fur den selbstbewussten Aufbruch ihrer Komponisten; sie wurden im

selben Jahr 1928 uraufgefuhrt. Beide Werke zeigen die Begegnung eines charismatischen Herrschers mit

einer selbstbewussten Frau, die ihn eigenhändig beseitigen will. Und trotzdem erzählen die Opern zwei

vollkommen unterschiedliche Geschichten: einmal als menschliche Tragödie (bei Krenek), einmal eine

groteske Komödie (bei Weill).

 

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