Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
DER GEHÜLFE nach dem Roman von Robert Walser, Luzerner TheaterDER GEHÜLFE nach dem Roman von Robert Walser, Luzerner TheaterDER GEHÜLFE nach dem...

DER GEHÜLFE nach dem Roman von Robert Walser, Luzerner Theater

Theaterfassung von Ueli Jäggi und Malte Ubenauf

Premiere: 13. Februar 2009, 19.30 Uhr

 

Robert Walsers zweiter und bis heute erfolgreichster Roman «Der Gehülfe» ist das vielleicht subtilste literarische Werk des bekannten Schweizer Autors.

Walser schrieb die vielschichtige, zugleich skurrile und bestürzende Geschichte vom Untergang des kleinen Schweizer Unternehmens Tobler im Jahre 1908 als

Dokumentation seiner eigenen Zeit als Angestellter im Wädenswiler Ingenieursbüro Dubler: «Ich brauchte fast nichts zu erfinden. Das Leben hat das für mich besorgt.»

 

Im technischen Bureau Carl Tobler in Bärenswil ist eine Stelle frei geworden. Der junge Joseph Marti soll dort als neuer «Gehülfe» antreten. Ein Glücksfall für ihn, so scheint es, denn in der prachtvollen Villa Abendstern lässt es sich gut leben: Die Atmosphäre ist familiär, man speist üppig, feiert grosszügig, und die Arbeit ist überschaubar. So bleibt Marti genug Zeit, seinen eigenen Gedanken nachzuhängen. Erst allmählich begreift er, dass die Verhältnisse im Hause Tobler in Wahrheit völlig marode sind. Ob Reklame-Uhr, Schützenautomat oder patentierter Krankenstuhl – der aufbrausende und völlig über seine Verhältnisse lebende Hausherr hat sein gesamtes Vermögen in fantastische aber sinnlose Erfindungen investiert, die längst von der Zeit überholt wurden …

 

Mit der Dramatisierung dieses Schweizer Klassikers setzt das Luzerner Theater die erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Schauspieler und Regisseur Ueli Jäggi fort, der hier bereits 2004 Sean O’Caseys «Das Ende vom Anfang» und 2006 Dürrenmatts «Das Versprechen» in Szene gesetzt hat. Die eigens für

das Luzerner Theater hergestellte Theaterfassung von Ueli Jäggi und Malte Ubenauf setzt ganz auf die Kraft der unvergleichlichen Walserschen Sprache und konzentriert sich auf das zentrale Personal des Romans.

 

Auf der Bühne des Luzerner Theaters geben Thomas Douglas (erstmals als Gast am Luzerner Theater) und Wiebke Kayser (neues Ensemblemitglied am Luzerner Theater) das Ehepaar Tobler, Philippe Graber (Schweizer Filmpreis als Bestes Schauspielerisches Nachwuchstalent 2008) spielt den Gehülfen

und Andreas Herrmann (Schauspieldirektor des Luzerner Theaters) dessen Vorgänger Wirsich.

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 10 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

„GESCHÖPFE“ von Ben J. Riepe im Tanzhaus NRW in Düsseldorf

Auf der dunklen Bühne stehen Bäume und Sträucher in Kübeln, die als erstes von einem Performer verrückt werden. An der rechten Bühnenseite finden sich aufgehäuft Körperteile von Schaufensterpuppen,…

Von: Dagmar Kurtz

Ein stilles Solo

Ein Wesen in silbern schimmerndem, folienartigem Gewand, der ganze Körper von Kopf bis Fuß verhüllt, bewegt sich aus dem Dunkel auf die Bühne. Es herrscht Stille und das Wesen erkundet langsam, fast…

Von: Dagmar Kurtz

"A First Date, Episode 1" in der Deutschen Oper am Rhein

Ein bisschen aufregend ist es schon: das erste Date. Vorfreude und Unsicherheit mischen sich mit unspezifischen Erwartungen. Wird es gut ablaufen? Folgen Erleichterung oder Enttäuschung?  

Von: Dagmar Kurtz

Liebesbande

Hinter tropischen Blumen befindet sich ein luxuriöses Anwesen mit Stahlträgern in offener Bauweise im Stil von Mies van der Rohes Barcelona Pavillon. Die Einrichtung ist im angesagten Midcentury…

Von: Dagmar Kurtz

Ein Hauch von Sehnsucht

Raimund Hoghes letztes Stück „Lettere amoroso“ handelte von Flucht und den sehnsuchtsvollen Briefen, die die Geflohenen schrieben. So weckt das Wort „Vietnam“ im Titel des neuen Stückes "Postcards…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑