Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
"Der Geizige" von PeterLicht nach Molière im Theater Osnabrück"Der Geizige" von PeterLicht nach Molière im Theater Osnabrück"Der Geizige" von...

"Der Geizige" von PeterLicht nach Molière im Theater Osnabrück

Premiere 10.3.2012, 19.30 Uhr, emma-theater. -----

Harpagon ist umgeben von faulen Schmarotzern, die Schulden machen, um ihre angeblichen Projekte zu finanzieren, die nur die sofortige Bedürfnisbefriedigung kennen und freudig konsumieren, was das Zeug hält – seinen Kindern. Arbeiten tut niemand, denn Papa hat ja Geld. Das Dumme ist nur: Er gibt es nicht her.

Also haben die antriebslosen, genusssüchtigen Narzissten Stress. Harpagon hingegen will raus aus dem Kreislauf des Kapitals und der Warenwelt. Er will halten – behalten, innehalten. Nix wegwerfen, denn da klebt ja überall die eigene Persönlichkeit dran! Durchaus anarchisch sitzt er auf seinem Geld, das er eigentlich nur in seinem ideellen Wert schätzt. In dieser Hinsicht ist es „das Reinste, was es gibt“.

 

Der Autor und Popmusiker PeterLicht, bekannt unter anderem durch seine Lieder vom Ende des Kapitalismus oder sein Buch Wir werden siegen!, hat Molières Komödien-Klassiker stark bearbeitet ins Heute geholt. Am Abend vor der Premiere spielt er in der Osnabrücker Lagerhalle die Lieder seines neuen Albums Ende der Beschwerde – zwei Songs sind der Komödie Der Geizige entnommen und werden auch auf der emma-Bühne gespielt.

 

Jörg Follert, der sechs eigene Elektro-Alben veröffentlicht hat, komponiert aus Lichts Liedern in Osnabrück eine neue Theatermusik. Er arbeitete bereits mit verschiedenen Film- und Theaterregisseuren wie Schorsch Kamerun und Sebastian Baumgarten zusammen. Es inszeniert Pedro Martins Beja, Regieabsolvent der Berliner Ernst-Busch-Schule, dessen Stück Wartopia bereits bei Spieltriebe 4 zu sehen war.

 

Inszenierung Pedro Martins Beja

Bühne/Kostüme Sophie du Vinage

Musik Jörg Follert

Dramaturgie Anja Sackarendt

 

Papa Harpagon Thomas Kienast

Cléante Patrick Berg

Elise Ellen Céline Günther

Valère Jakob Plutte

La Flèche Tilman Meyn

Onkeltante Jakob/Frosine Johannes Bussler

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 9 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

„Vástádus eana/The answer is land“ von Elle Sofe Sara im Tanzhaus NRW in Düsseldorf

Hoch im Norden Europas lebt das indigene Volk der Samen. Mit ihrer Lebensart beschäftigt sich Elle Sofe Sara in ihrem Stück „Vástádus eana/The answer is land“ jenseits folkloristischer Attitude. So…

Von: Dagmar Kurtz

Nachdenklich, Lebhaft, Wütend, Wehmütig! Ballett am Rhein: „Vier Neue Temperamente“

DIE VIER TEMPERAMENTE George Balanchine PHLEGMATIC SUMMER Michèle Anne de Mey (Uraufführung) SANGUINIC: CON BRIO Demis Volpi (Uraufführung) CHOLERIC Hélène Blackburn (Uraufführung) FROM TIME TO…

Von: Dagmar Kurtz

Hinter der Bühne

Adriana ist der gefeierte Star der Schauspielbühne. Aber auch Ruhm und Anerkennung schützen nicht davor, hintergangen zu werden. Und wenn zwei Frauen denselben Mann lieben, sind Eifersucht, Intrige…

Von: Dagmar Kurtz

Wie absurd ist das denn?

Die Volksbühne in Berlin kommt mit einer Uraufführung namens „SMAK! SuperMacho AntiKristo“ heraus, einer „hyperhybriden Hommage an den französischen Symbolisten Alfred Jarry“ und allerlei Anderes.  

Von: Stephan Knies

Zwei Außenseiter - "I am a problem" in der Deutschen Oper am Rhein: "Carmen“ "von Roland Petit und "Baal" von Aszure Barton

Der Kontrast könnte stilistisch nicht größer sein zwischen den beiden Choreografien, die an der Deutschen Oper am Rhein in „I am problem“ zu sehen sind. Und doch haben sie etwas gemeinsam, sie zeigen…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑