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"Der Mann von La Mancha" im Staatstheater Nürnberg

Premiere Samstag, 09.12.2006 19:30 Uhr

Musical in englischer Sprache mit deutschen Dialogtexten

Buch von Dale Wasserman, Songs von Mitch Leigh

Gesangstexte von Joe Darion, Deutsch von Robert Gilbert,

Den unerträglichen Schmerz zu erdulden, gegen den unbesiegbaren Gegner zu kämpfen, den unmöglichen Traum zu träumen, egal wie unerfüllbar er auch scheinen mag:

 

das sind die Ziele von Don Quixote de La Mancha, jenes leidenschaftlichen Idealisten, der gegen Windmühlen kämpft, dem die elendste Schenke zum Schloss wird und der noch in der heruntergekommensten Hure eine edle Dame erblickt, für die er sogar sein Leben einsetzt. Den Widrigkeiten der Realität begegnet Don Quixote mit seinen stärksten Waffen: der Kraft, der Fantasie und dem unbeirrbaren Glauben an alte Ideale und Tugenden. Begleitet von seinem treuen Gefährten Sancho Pansa zieht er in die Welt, um als visionärer Fantast – oder vielleicht doch als alternder Narr? – für das Gute einzutreten und die Schlechtigkeit der Welt zu bekämpfen.

Eine der rührendsten und berühmtesten Figuren der Weltliteratur hat Cervantes mit seinem Antihelden Don Quixote geschaffen, dessen Abenteuer er zu Beginn des 17. Jahrhunderts aufs Papier brachte. Rund 460 Jahre später adaptierte der amerikanische Autor Dale Wasserman den Stoff für ein Musical. Zusammen mit dem Komponisten Mitch Leigh, dessen eingängige Songs wie „The Impossible
Dream“, „Dulcinea“ oder „I, Don Quixote“ binnen kürzester Zeit um die Welt gingen, landete Wasserman mit dem „Mann von La Mancha“ einen der größten Broadway-Erfolge der 60-er Jahre. Fasziniert von der Persönlichkeit des spanischen Dichters, seinem „Ritter von der traurigen Gestalt“ durchaus nicht unähnlich, entwarf Wasserman eine Rahmenhandlung, in der Cervantes und die Don
Quixote-Figur zu einem einzigen Charakter verschmelzen: In einem spanischen
Inquisitionsgefängnis muss sich der Dichter vor einem Tribunal aus Wegelagerern, Dieben und Mördern verantworten. Zu seiner Verteidigung improvisiert Cervantes ein Schauspiel, in dem er selbst den Ritter Don Quixote verkörpert. Am Ende seines feurigen Plädoyers stimmen schließlich auch die Mitgefangenen in Cervantes’ Credo ein und ihm zu: „Der allergrößte Wahnsinn ist, das Leben so zu sehen, wie es ist, und nicht so, wie es sein sollte.“

• Musikalische Leitung: Christian Reuter
• Inszenierung: Matthias Davids
• Bühne: Knut Hetzer
• Kostüme: Judith Peter
• Choreografie: Melissa King
• Dramaturgie: Daniela Brendel
 

Tagesaktuelle Besetzung: Andreas Lichtenberger (Don Quixote), Richard Kindley (Sancho), Tara Venditti/Kristin Hölck (Aldonza), Oliver Weidinger (Der Gastwirt/Gouverneur), Stefan Livland (Der Padre), Frank Berg (Dr. Carrasco/Herzog), Katrin Dieckelt/Elisabeth Sommermann (Antonia), Sibrand Basa/Tim Stekkelies (Der Barbier), Joel Kirby (Pedro), Benjamin Zobrys (Anselmo), Albertus Engelbrecht/Timothy Hamel/Luzuko Mahlaba/Dariusz Siedlik/Nicolai Klawa/Won Cheol Song/Tim Stekkelies (Maultiertreiber), Teresa Erbe (Die Haushälterin/Maria), Linda Sommerhage (Die Haushälterin /Maria), Katharina Neuweg (Fermina), Tim Stekkelies (Hauptmann)

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