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DER REVISOR von Nikolai Gogol im Theater Bonn

Bonner Premiere Freitag, 11. Januar 2013, 19.30 Uhr, Kammerspiele. -----

Ein Revisor ist in der Stadt, inkognito! Das Gerücht verbreitet Angst und Schrecken in dem russischen Provinznest, denn jeder hat hier Dreck am Stecken. Aber dann meint man, ihn erkannt zu haben. Der Herr aus Petersburg, der schon zwei Wochen im Gasthof auf großem Fuße lebt und anschreiben lässt.

 

Natürlich, das muss er sein, und, welche Erlösung, er nimmt Geschenke an! Chlestakow, eine ordentlich verkrachte Existenz, wundert sich erst über all die Bürger, die ihn umschwänzeln. Bald begeistert ihn das Spiel, bei dem sie ihm alles hinterherwerfen: Geld, die eigene Tochter, die letzten Reste von Anstand und Vernunft.

 

Mit Nikolai Gogol macht die russische Dramatik des 19. Jahrhunderts einen Quantensprung. Der Vorläufer Tschechows, aber auch Kafkas hat mit Der Revisor, eigentlich einer Posse, eines der genialsten Stücke der Theatergeschichte geschrieben. Egal, in welchem politischen System es spielt, es beißt, es entlarvt, es spiegelt die immer gleiche Melange aus Angst, Gier und Opportunismus, durch die eine Gesellschaft verkrustet. Das Stück ist so beweglich, dass es sich in jeder Gegenwart neu erfindet.

 

Eine Koproduktion mit dem Théâtre National du Luxemburg und den Ruhrfestspielen Recklinghausen

 

Inszenierung: Frank Hoffmann

Bühne: Christoph Rasche

Kostüme: Katharina Polheim

Licht: Zeljko Sestak

Dramaturgie und Musikauswahl: Andreas Wagner

 

Mit: Larisa Faber, Tatjana Pasztor; Marc Baum, Steve Karier, Bernd Michael Lade, Georg Luibl, Jean-Paul Maes, Georg Marin, Rolf Mautz, Raoul Schlechter, Jevgenij Sitochin

 

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