Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
DER ROSENKAVALIER von Richard Strauss, MUSIKTHEATER IM REVIER GelsenkirchenDER ROSENKAVALIER von Richard Strauss, MUSIKTHEATER IM REVIER GelsenkirchenDER ROSENKAVALIER von...

DER ROSENKAVALIER von Richard Strauss, MUSIKTHEATER IM REVIER Gelsenkirchen

Premiere: 2. Juni 2013, 18.00 Uhr. -----

Die Geschichte beginnt im Bett der Feldmarschallin Fürstin Werdenberg. Sie hat mit ihrem viel jüngeren Liebhaber Octavian die Nacht verbracht – und prophezeit ihm das baldige Ende der Liaison: Nicht ihr Mann, die übermächtige Zeit werde ihre Welten trennen.

„Die Zeit, die ist ein sonderbar Ding. Wenn man so hinlebt, ist sie rein gar nichts. Aber dann auf einmal, da spürt man nichts als sie. In den Gesichtern rieselt sie.“ So resümiert die Marschallin und wird am Ende selbst wehmütig verzichten.

 

Die Verwicklungen um Octavian, der sich in die junge Sophie von Faninal verliebt, als er eigentlich im Namen des tumben Baron Ochs von Lerchenau als „Rosenkavalier“ um ebendiese werben soll, weben die Komödie in diese Oper ein. Als Fräulein „Marianderl“ verkleidet führt Octavian den Ochs aufs Glatteis und lässt so mit kräftiger Unterstützung auch die Heiratsabsprache zwischen dem Emporkömmling Faninal, Sophies Vater, und dem Baron platzen. Am Ende steht Octavian zwischen zwei Frauen – die Marschallin wird das Feld für die jüngere Sophie räumen.

 

Der rückwärtige Blick auf die Zeit, der die Perspektive der Marschallin prägt, ist stilbildend für das gesamte Werk, mit dem Richard Strauss und Hugo von Hofmannsthal eine Komödie aus dem Geiste Mozarts schufen, ein fiktives Rokoko, das zwar in der Mozart-Zeit spielt, aufgrund seiner farbig instrumentierten, schwungvollen Wiener Walzer jedoch der Glanzzeit des 19. Jahrhunderts verbunden ist. Anstelle des noch bei Mozart gepflegten Secco-Rezitativs tritt bei Strauss ein virtuos gestalteter musikalischer Konversationsstil, der die so kunstvollen wie pointierten Texte von Hugo von Hofmannsthal eindrücklich untermalt.

 

Bei der Uraufführung 1911 war das 20. Jahrhundert bereits angebrochen, und so ist das heiter-ernste Spiel im Charakter der Opera buffa auch eine zweifache Liebeserklärung an eine untergegangene Zeit.

 

Musikalische Leitung Rasmus Baumann

Regie Philipp Harnoncourt

Bühne und Kostüme Renate Martin, Andreas Donhauser

Choreinstudierung Christian Jeub

Einstudierung Kinderchor Katharina Höhne

Dramaturgie Anna Melcher

 

Die Feldmarschallin Petra Schmidt

Baron Ochs auf Lerchenau Michael Tews

Octavian Anke Sieloff / Nadja Stefanoff

Herr von Faninal Tomas Möwes

Sophie Alfia Kamalova / Dorin Rahardja

Jungfer Marianne Leitmetzerin Noriko Ogawa-Yatake / Christa Platzer

Valzacchi E. Mark Murphy

Annina Almuth Herbst

Ein Polizeikommissar Dong-Won Seo

Der Haushofmeister bei der Feldmarschallin Sun-Myung Kim*/William Saetre

Der Haushofmeister bei Faninal Sun-Myung Kim*/William Saetre

Ein Notar Nikolai Miassojedov

Ein Wirt Sun-Myung Kim*/William Saetre

Ein Sänger Hongjae Lim

Tierhändler Matthias Koziorowski

Modistin Birgit Brusselmans

Drei adelige Waisen Tina Stegemann, Jasmin Dommen, Ewa Stachurska

 

Chor des Musiktheater im Revier

Kinder- und Jugendchor Recklinghausen

Neue Philharmonie Westfalen

 

Weitere Vorstellungen:

8., 16., 21. Juni, 4. Juli 2013 zum letzten Mal in dieser Spielzeit

Kartenpreis: € 10.50 – 44,- | TicketHotline: 0209-4097.200

PRESSEINFORMATIONEN

MUSIKTHEATER IM REVIER

»Besetzung

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 14 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Nachdenklich, Lebhaft, Wütend, Wehmütig! Ballett am Rhein: „Vier Neue Temperamente“

DIE VIER TEMPERAMENTE George Balanchine PHLEGMATIC SUMMER Michèle Anne de Mey (Uraufführung) SANGUINIC: CON BRIO Demis Volpi (Uraufführung) CHOLERIC Hélène Blackburn (Uraufführung) FROM TIME TO…

Von: Dagmar Kurtz

Hinter der Bühne

Adriana ist der gefeierte Star der Schauspielbühne. Aber auch Ruhm und Anerkennung schützen nicht davor, hintergangen zu werden. Und wenn zwei Frauen denselben Mann lieben, sind Eifersucht, Intrige…

Von: Dagmar Kurtz

Wie absurd ist das denn?

Die Volksbühne in Berlin kommt mit einer Uraufführung namens „SMAK! SuperMacho AntiKristo“ heraus, einer „hyperhybriden Hommage an den französischen Symbolisten Alfred Jarry“ und allerlei Anderes.  

Von: Stephan Knies

Zwei Außenseiter - "I am a problem" in der Deutschen Oper am Rhein: "Carmen“ "von Roland Petit und "Baal" von Aszure Barton

Der Kontrast könnte stilistisch nicht größer sein zwischen den beiden Choreografien, die an der Deutschen Oper am Rhein in „I am problem“ zu sehen sind. Und doch haben sie etwas gemeinsam, sie zeigen…

Von: Dagmar Kurtz

Ich hoffe, es wird recht lebendig

Die Zeit spricht eigentlich für eine neue Premiere der „Hedda Gabler“: In den nunmehr bald zwei Jahren der Beschränkungen haben so viele von uns die eigenen Lebensentwürfe grundsätzlich in Frage…

Von: Stephan Knies

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑