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»Der Sonnenwirt« nach Hermann Kurz, Theater Konstanz

Premiere 18. Mai 2013 – 20 Uhr – Spiegelhalle

 

»In der ganzen Geschichte des Menschen ist kein Kapitel unterrichtender für Herz und Geist als die Annalen seiner Verirrungen« – mit diesen Worten beginnt Schiller seine »wahre Ge-schichte« des Räubers, Bandenführers und Mörders Friedrich Schwan, den »Sonnenwirt«. Im 19. Jahrhundert hat sich der schwäbische Autor Hermann Kurz derselben Geschichte angenommen und zeichnet in einer glanzvoll genauen Beobachtung das Bild einer ganzen Kulturepoche.

Friedrich Schwan wird als Vierzehnjähriger wegen Kleinigkeiten ins Zuchthaus gesperrt. Sein Versuch, nach Verbüßung der Strafe in der Gesellschaft wieder Fuß zu fassen, scheitert, als er seiner Geliebten das Treuewort halten will. Eltern und Obrigkeit verhindern die Hochzeit mit der nicht standesgemäßen Kleineleutetochter. Diese Verweigerung treibt ihn zur offenen Rebellion, bis er erneut straffällig wird. Zu »Lebenslänglich« verurteilt, bricht er von der Festung Hohentwiel aus und wird ein vogelfreier Entwurzelter. Er findet Anschluss an eine Räuberbande und wird schnell zu deren Anführer. Als »Sonnenwirt« bekannt, wird er zum Schrecken der Bevölkerung, die ihn aber, wegen seiner Überfälle auf die verhasste Obrigkeit, insgeheim bewundert. Eine Geschichte von einem, dem Ehre, Menschenwürde und Recht genommen wurden und der sich wehrt, indem er Ehre und Recht missachtet.

 

Die Produktion wird im Rahmen des »Bodensee-Festival 2013« unter dem Motto »Tastenspiele« aufgeführt. Die Schauspielmusik nimmt einen ganz besonderen Part in dieser Produktion ein. Der im Raum Bodensee bekannte Akkordeonmusiker Rudolf Hartmann wird Komposition und Ausführung übernehmen. Direkt nach seinem Studium gründete er seinen eigenen Musikverlag mit Schwerpunkt auf Akkordeonliteratur. Seit 1994 ist er Leiter des Akkordeon-Orchesters Radolfzell und des dortigen Akkordeon-Quintetts.

 

Die Spielzeit »Borderline. Deutsche Heimat – Schweizer Berge« steuert allmählich ihrem Ende entgegen. Die beiden letzten Schauspiel-Premieren im Stadttheater und in der Spiegelhalle setzen sich noch einmal ganz speziell mit dem Thema Heimat auseinander, indem zwei vergessene Autoren aus dem hiesigen baden-württembergischen Raum neu wiederentdeckt und beleuchtet werden

 

Dramatisierung von Mario Portmann

 

REGIE Mario Portmann

AUSSTATTUNG Anton Lukas

MUSIK Rudolf Hartmann

DRAMATURGIE Michael Gmaj

 

MIT Kathrin Huke, Sarah Sanders; Ralf Beckord, Jürgen Bierfreund, Philip Heimke, Max Hemmersdorfer, Axel Julius Fündeling

 

Weitere Termine: So. 19.05./ Do. 23.05. / Fr. 24.05. / Sa. 25.05. / Mi. 29.05. / Fr. 31.05. um 20 Uhr;

 

Terminänderungen sind möglich, bitte beachten Sie den Spielplan.

 

Information und Reservierung unter 07531/900 150 oder theaterkasse@stadt.konstanz.de

 

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