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"DER ZAUBERBERG nach Thomas Mann - Eine Visite" im Maxim Gorki Theater Berlin

Premiere am Samstag, 27. September 2008, um 19.30 Uhr

 

Mit seinem „Zauberberg“ gelang Thomas Mann, was außer ihm nur James Joyce und Marcel Proust vermochten: die Erfahrung der Zeit in einem Roman zu erzählen.

Drei Wochen will Hans Castorp, ein junger Hamburger, zu Besuch bei seinem kranken Vetter in einem Alpen-Sanatorium bleiben. Zunächst befremdet über die Lebensart "hier oben", beginnt der Kurbetrieb ihn aufzusaugen, dessen Gäste, jenseits bürgerlicher Verhaltensweisen, in einem Zustand der Zeitlosigkeit zu existieren scheinen. Diese Atmosphäre übt eine eigenartige Faszination auf Hans Castorp aus, was mit einem zunehmenden Desinteresse an der Welt des "Flachlandes" einhergeht. Er begegnet der Kunst, Politik, Philosophie und Liebe. In den Ritualen des Sanatoriumslebens beginnt auch er, die Zeit anders wahrzunehmen. Er verfällt in einen Zustand von pflichtvergessener Leere, die Zeit wird ihm zur "ausdehnungslosen Gegenwart" leer verlaufender Lebenszeit.

 

Stefan Bachmann hat gemeinsam mit Carmen Wolfram eine Bühnenfassung des Romans erstellt, die – wenn auch ausschnitthaft – dieses purgatorische Kompendium der Moderne erlebbar macht.

 

Es spielen: Marek Harloff (Hans Castorp), Anja Schneider (Madame Chauchat), Ronald Kukulies (Settembrini),

Miguel Abrantes Ostrowski (Naphta/Mynheer Peeperkorn), Ruth Reinecke (Hofrat Behrens/Mylendonk),

Gunnar Teuber (Joachim Ziemssen)

 

Regie: Stefan Bachmann, Bühne: Hugo Gretler, Kostüme: Annabelle Witt,

Musik: Felix Huber, Dramaturgie: Carmen Wolfram

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