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Deutsches Theater Berlin: "Die Nibelungen" von Friedrich Hebbel

Premiere am 26. März 2010, 19.30 Uhr

Ein deutsches Trauerspiel in drei Abteilungen

I. Der Gehörnte Siegfried, II. Siegfrieds Tod, III. Kriemhilds Rache

 

„Was könnt es nun noch geben, das mich schreckte?“

Am Hof in Worms wird ein Pakt geschlossen: Siegfried bekommt König Gunthers Schwester Kriemhild zur Braut, wenn er die unbezwingliche Brunhild stellvertretend für Gunther besiegt. Es wird Stillschweigen vereinbart – und schon bald gebrochen. Siegfried wird von Hagen hinterhältig ermordet. Die Witwe Kriemhild fordert Vergeltung – an Hagen, an Gunther, an den Nibelungen. Viele Jahre später vollzieht sie ihre Rache. Der Weg der Nibelungen in den Untergang, die Unabwendbarkeit der Katastrophe, die Bilder des Entsetzens lassen in einem zwangsläufig die Gräuel der Geschichte aufsteigen. Hebbel zeigt uns Menschen, denen radikale, schreckliche Triebe zu eigen sind, denen die Vernunft und das Herz längst abhanden gekommen sind.

 

Wenn am Schluss dem Christentum das Zepter übergeben wird, ist man an einem Punkt der Hoffnungslosigkeit angelangt, der nur noch von der Wirklichkeit übertroffen wird. Das Eis, auf dem unsere Zivilisation fußt, ist dünn, unsere Katastrophensehnsucht greifbar, Maßlosigkeit und Gewaltbereitschaft gegenwärtig.

 

 

Regie Michael Thalheimer

Bühne Olaf Altmann

Kostüme Katrin Lea Tag

Musik Bert Wrede

Dramaturgie Sonja Anders

 

Es spielen:

Gabriele Heinz (Ute), Ingo Hülsmann (König Gunther), Sven Lehmann (Hagen Tronje), Peter Moltzen (Siegfried), Felix Goeser (Volker), Moritz Grove (Giselher), Maren Eggert (Kriemhild), Natali Seelig (Brunhild), Jürgen Huth (Frigga), Michael Gerber (Kaplan), Horst Lebinsky (König Etzel), Michael Schweighöfer (Markgraf Rüdeger), Markus Graf (Werbel)

 

Weitere Vorstellungen am 27. März sowie am 1. und 2. April

 

 

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