Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
Deutschsprachige Erstaufführung: "ÖL!" nach dem gleichnamigen Roman von Upton Sinclair, Theater HeidelbergDeutschsprachige Erstaufführung: "ÖL!" nach dem gleichnamigen Roman von Upton...Deutschsprachige...

Deutschsprachige Erstaufführung: "ÖL!" nach dem gleichnamigen Roman von Upton Sinclair, Theater Heidelberg

Pramiere Do 20.06.2013, 19.30 Uhr, Marguerre-Saal. -----

Anfang des 20. Jahrhunderts: Die Ausbeutung der amerikanischen Öl-Reserven beginnt im großen Stil. Das »schwarze Gold« wird zum Schmierstoff der Wirtschaft und bedeutet MACHT wie kaum ein anderer Rohstoff.

Danach greift auch der mit allen Wassern gewaschene Businessman J. Arnold Ross, der es mit Ehrgeiz, Gerissenheit und Glück zum Erdölmagnaten gebracht hat. Zwischen die Fronten gerät Ross´ Sohn Bunny, der als junger Idealist nicht den reichen Erben mimt, sondern große Sympathien für die einfachen Arbeiter entwickelt, nachdem er Paul Watkins kennenlernt, der zu einem der einflussreichsten Kommunisten Amerikas aufsteigt. Bunny muss sich entscheiden, wobei ihm die unlauteren Geschäftspraktiken seines Vaters – die Konfrontation mit Ausbeutung und Korruption – das Wegschauen immer schwerer machen.

 

Sinclair (1878-1968) war ein sozialkritischer Schriftsteller, der sowohl in den USA als auch im deutschsprachigen Raum, insbesondere im 20. Jahrhundert, bekannt war. Über Öl! sagte der Autor selbst: „Es ist das umfangreichste meiner Bücher und es ist besonders sorgfältig recherchiert. Es ist voller Abenteuer und sozialer Gegensätze, keine Geschichte könnte wahrer sein …“ 1926 verfasst, ist der Roman des bedeutenden US-amerikanischen Schriftstellers heute erschreckend aktuell. Er ist eine meisterhafte Analyse amerikanischer Wirklichkeit und ein ergreifendes Gesellschaftspanorama. Thomas Assheuer scheibt in der ZEIT ÖL! sei ein packender Roman, weil er nicht nur »die heimliche Utopie des Kapitals« zeige, sondern auch die Tatsache, dass »die Ausbeutung der Natur sich in den menschlichen Verhältnissen wiederholt. Eine Gesellschaft pumpt Öl aus der Erde, und irgendwann fließt Blut.« 2007 wurde das Buch unter dem Titel There Will Be Blood verfilmt und preisgekrönt. Am Theater und Orchester Heidelberg wird ÖL! in einer eigens erstellten Bühnenfassung gezeigt.

 

Bühnenfassung von Patricia Nickel-Dönicke und Jan-Christoph Gockel unter Mitwirkung des Ensembles

 

Regisseur Jan-Christoph Gockel konnte erst unlängst beim Heidelberger Stückemarkt 2013 den begehrten NachSpielPreis für seine Berner Inszenierung Triologie der Träume mit nach Hause nehmen.

 

Regie Jan-Christoph Gockel

Bühne Sophie du Vinage

Kostüme Julia Kurzweg

Musik Matthias Grübel

Video Florian Rzepkowski

Choreografie Miriam Horwitz

Dramaturgie Patricia Nickel-Dönicke

 

J. Arnold Roß Wolfgang Michael

J. Arnold Ross Jr. genannt »Bunny« Sebastian Brandes

Paul Watkins Clemens Dönicke

Eli Watkins Benedikt Crisand

Ruth Watkins Miriam Horwitz

Viola »Vi« Tracy Karen Dahmen

 

Weitere Termine

Mo 24.06.2013, 19.30 Uhr

Do 27.06.2013, 19.30 Uhr

Fr 28.06.2013, 19.30 Uhr

Sa 29.06.2013, 19.30 Uhr

Di 2.07.2013, 19.30 Uhr

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 12 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Nachdenklich, Lebhaft, Wütend, Wehmütig! Ballett am Rhein: „Vier Neue Temperamente“

DIE VIER TEMPERAMENTE George Balanchine PHLEGMATIC SUMMER Michèle Anne de Mey (Uraufführung) SANGUINIC: CON BRIO Demis Volpi (Uraufführung) CHOLERIC Hélène Blackburn (Uraufführung) FROM TIME TO…

Von: Dagmar Kurtz

Hinter der Bühne

Adriana ist der gefeierte Star der Schauspielbühne. Aber auch Ruhm und Anerkennung schützen nicht davor, hintergangen zu werden. Und wenn zwei Frauen denselben Mann lieben, sind Eifersucht, Intrige…

Von: Dagmar Kurtz

Wie absurd ist das denn?

Die Volksbühne in Berlin kommt mit einer Uraufführung namens „SMAK! SuperMacho AntiKristo“ heraus, einer „hyperhybriden Hommage an den französischen Symbolisten Alfred Jarry“ und allerlei Anderes.  

Von: Stephan Knies

Zwei Außenseiter - "I am a problem" in der Deutschen Oper am Rhein: "Carmen“ "von Roland Petit und "Baal" von Aszure Barton

Der Kontrast könnte stilistisch nicht größer sein zwischen den beiden Choreografien, die an der Deutschen Oper am Rhein in „I am problem“ zu sehen sind. Und doch haben sie etwas gemeinsam, sie zeigen…

Von: Dagmar Kurtz

Ich hoffe, es wird recht lebendig

Die Zeit spricht eigentlich für eine neue Premiere der „Hedda Gabler“: In den nunmehr bald zwei Jahren der Beschränkungen haben so viele von uns die eigenen Lebensentwürfe grundsätzlich in Frage…

Von: Stephan Knies

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑