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Deutschsprachige Erstaufführung: "Welt am Draht" von Rainer Werner Fassbinder im Schauspiel Dortmund

Premiere 2. Juni 2013, 18:00 Uhr, Schauspielhaus. -----

In seinem legendären Science-Fiction-Film WELT AM DRAHT beleuchtete der berühmte deutsche Autorenfilmer Rainer Werner Fassbinder bereits 1973 eine philosophische Fragestellung, die in den letzten zwanzig Jahren an Brisanz gewonnen hat: Wer bin ich? Was bin ich? Ein Mensch gefangen zwischen Realität und Illusion – verfangen in der Frage, wie viel vom Leben man wirklich selber in der Hand hat.

 

Fred Stiller tritt die Nachfolge von Professor Vollmer als Leiter am "Institut für Kybernetik und Zukunftsforschung" (IKZ) an, nachdem sein Vorgänger unter mysteriösen Umständen ums Leben gekommen ist. Das wichtigste Projekt des Instituts ist Simulacron 1: Ein Computerprogramm, das eine Welt mit künstlichen Menschen simuliert – die allerdings nichts davon ahnen, dass ihre Welt und sie selber nur eine Simulation sind. Simulacron 1 soll präzise Zukunfts-Prognosen möglich machen, gesellschaftliche, ökonomische und politische Vorgänge exakt voraussagen – ein bahnbrechender Forschungsansatz! Doch wer soll Nutznießer dieser Forschungsergebnisse sein? Die Industrie?

 

Und: Was genau geht im Institut vor sich? Fred Stiller jedenfalls versucht, Licht ins Dunkel um Professor Vollmers Ableben zu bringen. Bald deutet alles auf eine großangelegte Verschwörung hin, bei der sich die Grenzen zwischen Sein und Schein auflösen. Denn als auch noch IKZ-Sicherheitschef Günther Lause plötzlich verschwindet, kann sich keiner außer Stiller daran erinnern, dass Lause überhaupt existiert hat...

 

Krimi, Abenteuer, Zukunftsvision: In seinem Film-Zweiteiler Welt am Draht von 1973 (nach dem Roman Simulacron-3 von Daniel F. Galouye) beleuchtet Rainer Werner Fassbinder bereits vor dem eigentlichen Beginn des gegenwärtigen Informationszeitalters eine philosophische Fragestellung, die in den letzten zwanzig Jahren an Brisanz gewonnen hat – alleine im Kino gibt es zahlreiche Spurensuchen zum Thema, z.B. The 13th floor, Existenz, Dark City, Die Truman Show oder Matrix.

 

Nach der New Yorker Theater-Welturaufführung im Januar 2012 wird Regisseurin Claudia Bauer nun Welt am Draht erstmals in deutscher Sprache für die Bühne inszenieren. Die Deutschsprachige Erstaufführung von Welt am Draht ist ihre erste Arbeit am Schauspiel Dortmund.

 

Regie: Claudia Bauer

Bühne: Bernd Schneider

Kostüme: Patricia Talacko

Musik: Martin Juhls

Licht: Sibylle Stuck

Dramaturgie: Anne-Kathrin Schulz

Regieassistenz: Tilman Oestereich

Bühnenbildassistenz: Jennifer Schulz

Dramaturgieassistenz: Dirk Baumann

Inspizienz: Tilla Wienand

Soufflage: Lara Haucke

 

Herbert Siskins, Chef des Instituts für Kybernetik und Zukunftsforschung (IKZ): Ekkehard Freye

Professor Henri Vollmer, Leiter des IKZ-Simulationsprogramms SIMULACRON: Uwe Rohbeck

Günther Lause, IKZ-Sicherheitschef: Sebastian Graf

Fred Stiller, Vollmers Nachfolger Leitung SIMULACRON: Frank Genser

Hans Edelkern, neuer IKZ-Sicherheitschef: Uwe Rohbeck

Gloria Fromm, Sekretärin: Julia Schubert

Inspektor Lehner: Uwe Schmieder

Maja Schmidt-Gentner, Sekretärin: Julia Schubert

Eva Vollmer: Bettina Lieder

Franz Hahn, IKZ-Psychologe: Uwe Schmieder

Karl Rupp, Journalist: Sebastian Graf

Fritz Walfang, IKZ-Programmierer: Björn Gabriel

Hartmann, Vorstandsvorsitzender Vereinigte Stahl AG: Uwe Rohbeck

Einstein, Kontakteinheit im SIMULACRON: Uwe Rohbeck

Uschi, Rupps Sekretärin: Julia Schubert

Mark Holm, ein neuer IKZ-Mitarbeiter: Uwe Rohbeck

Sicherheitsbeamtin: Julia Schubert

Staatssekretär von Weinlaub: Sebastian Graf

Servicekräfte, Pagen, Putzkolonnen: Alle

 

Mi, 05. Juni 2013

Sa, 08. Juni 2013

Do, 13. Juni 2013

Sa, 15. Juni 2013

So, 16. Juni 2013

Fr, 28. Juni 2013

Fr, 05. Juli 2013

Sa, 13. Juli 2013

Fr, 11. Oktober 2013

 

 

 

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