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"Die lustigen Weiber von Windsor" von Otto Nicolai im Stadttheater Bern

Premiere 15. Januar 2011, 19.30 Uhr, Stadttheater

 

In mindestens zehn verschiedenen Varianten kam die turbulente

Shakespeare-Komödie The Merry Wives of Windsor auf die Opernbühne – eine vielfältige Werkreihe, gekrönt vom Lebensfazit des 80-jährigen Verdi: «Alles ist Spass auf Erden». Neben Albert Lortzing ist Nicolai der bekannteste Vertreter der komischen deutschen Oper im 19. Jahrhundert.

Mit Witz und Esprit brachte er in seiner Vertonung von Shakespeares Komödie sein kompositorisches Konzept zur Meisterschaft, die Vorzüge von deutscher und italienischer Oper - "Deutungs-Vergnügen" und "sinnlich ansprechenden Ton" - zu verbinden: Südländische Belcanto-Melodien, französische Rhythmik und Mozartsche Ensemblekunst mit deutsch-romantischer Rührseligkeit und märchenhafter Naturschilderung in Freischütz-Nachfolge verschmolzen zur wahrhaft romantischen deutschen

Spieloper.

 

Nach vier erfolgreichen italienischen Opern nahm der an Rossini, Donizetti und

Bellini geschulte Wiener Kapellmeister den Kampf um «die gute deutsche

Opernmusik» auf und lieferte der Musikgeschichte ein unsterbliches Werk in idealer Verbindung von Gefälligkeit und Kultiviertheit.

 

Zum Inhalt

Ein moderner Mythos ist die Figur des schillernden Außenseiters Sir John Falstaff - dick, wollüstig, anmaßend, dabei aber voller Humor und Leidenschaft, bringt er mit seinen brillanten Frechheiten das Leben einiger gesetzter Herrschaften gehörig durcheinander. Plötzlich erwacht in dem biederen Städtchen Windsor die Lust an Abenteuer, Intrige und Leidenschaft: Als Frau Fluth und Frau Reich bemerken, dass sie vom dicken Ritter Sir John Falstaff Liebesbriefe des gleichen Inhalts erhalten haben, beschließen sie sich an ihm zu rächen - ein willkommener Anlass für Frau Fluth, ganz nebenbei ihrem eifersüchtigen Gatten eine Lektion zu erteilen. Damit lösen die beiden "lustigen Weiber" eine Reihe von Streichen gegen Falstaff aus, an denen sich später ganz Windsor beteiligt.

 

Inmitten der Spektakel soll auch noch Ännchen, die Tochter der Familie Reich, mit einem passenden Ehemann versehen werden. Doch die Wünsche der Eltern stimmen mit jenen der jungen Dame nicht überein, und so nützt das gewitzte Mädchen das bunte Treiben

um Falstaff aus, um sich ihren geliebten Fenton zu angeln.

 

Komisch-fantastische Oper in drei Akten

Libretto von Hermann Salomon Mosenthal

Nach William Shakespeares gleichnamigem Lustspiel

Uraufführung 1849 in Berlin

 

Musikalische Leitung Srboljub Dinić

Inszenierung Gerald Stollwitzer

Bühne Romy Springsguth

Kostüme Susanne Schwarzer

Choreographie Pascale Chevroton

 

Sir John Falstaff Günter Missenhardt

Herr Fluth Gerardo Garciacano

Herr Reich Martin Lorenz Weidmann

Fenton Andries Cloete

Junker Spärlich Jan-Martin Mächler

Doktor Cajus Milcho Borovinov

Frau Fluth Noëmi Nadelmann (15. Jan./6., 12. Feb./5., 8., 11., 19., 25. März/3., 13. April)

Fabienne Jost (18. Jan./18., 20., 26. Feb./7. Mai/4. Juni)

Frau Reich Christa Ratzenböck

Jungfer Anna Reich Chiara Skerath

Chor des Stadttheaters Bern

Berner Symphonieorchester

 

Weitere Vorstellungen 18. Januar 2011 6./12./18./20./26. Februar 2011 5./8./11./19./25. März 2011 3./13. April 2011 7. Mai 2011 4. Juni 2011

Mit kostenloser Kinderbetreuung unter dem Patronat der BEKB | BCBE 20. Februar 2011, 15 Uhr

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