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"Die Perser" von Aischylos im Deutschen Theater Berlin

Premiere 7. Oktober 2006, 19.30 Uhr.

480 v. Chr. verloren die Perser in der Schlacht bei Salamis gegen die von ihnen lange unterdrückten Griechen. Acht Jahre später schrieb ein Grieche aus der Sicht des besiegten Feindes die älteste überlieferte Tragödie der Weltliteratur.

Die Perser: Ein Volk begreift, dass es ausgespielt hat. Ein »organisierter Nervenzusammenbruch«, so Durs Grünbein, ein einziger langer Schrei, übertragen in Worte. Aischylos lässt die Verantwortlichen für das Fiasko auftreten, vom Chor des Ältestenrates bis zu Xerxes, dem geschlagenen Feldherrn und König. Er wagt einen Blick auf gegenwärtige Geschichte, der Vergangenheit und Zukunft einbezieht. Die Sieger von heute sind bald wieder die Besiegten von morgen. Auch wenn die Toten verscharrt werden, sind sie präsent. In seiner Theaterarbeit ging es Dimiter Gotscheff stets um die klassisch griechische Tragödienwirkung einer umfassenden, auch körperlichen Reinigung. »Die Perser« ist eine von zwei Produktionen Gotscheffs in der neuen Spielzeit.

 

Regie Dimiter Gotscheff

 

Darsteller Margit Bendokat | Valery Tscheplanowa | Almut Zilcher | Samuel Finzi | Wolfram Koch

 

Bühnenbild Mark Lammert

Kostüme Mark Lammert

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