Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
"Die schmutzigen Hände" Jean-Paul Sartre - Theater Chemnitz"Die schmutzigen Hände" Jean-Paul Sartre - Theater Chemnitz"Die schmutzigen Hände"...

"Die schmutzigen Hände" Jean-Paul Sartre - Theater Chemnitz

Premiere: 15. Mai 2009, 19.30 Uhr im Schauspielhaus

 

Hugo Barine ist ein Bürgersohn. Ein Intellektueller, der die Gesellschaft satt hat, in der er aufgewachsen ist.

Er träumt von Gerechtigkeit. Und entschließt sich, der kommunistischen Partei beizutreten und in den politischen Untergrund zu gehen.

 

Hugo ist fasziniert von dieser Welt. Aber schnell muss er begreifen, dass er dort nicht sonderlich willkommen ist. Man misstraut ihm eben deshalb, weil er der „Bourgeoisie“ angehört. Schließlich gelingt es ihm aber doch, einen Auftrag von der Partei zu erhalten: Er soll den hochrangigen Parteifunktionär Hoederer umbringen, der in den Augen der Parteiführung ein Verräter ist.

Hugo wird als Sekretär ins Umfeld Hoederers eingeschleust, doch bald stellt er fest, dass er kein kaltblütiger Killer ist – und dass vor allem Hoederers Ideen nicht weniger richtig oder falsch sind als die politischen Lehren seiner Auftraggeber.

 

Hugo wird zerrieben zwischen Auftrag und Gewissen. Doch an wen er sich auch wendet, nirgendwo findet er Hilfe. Die Partei übt immer mehr Druck aus, endlich zur Tat zu schreiten. Und zu seinem vermeintlichen Opfer entwickelt Hugo über die Zeit eine ganz eigene Art von Sympathie.

Als Hugo sich entscheidet, verliert er alles – und gewinnt doch die Art von Selbstachtung, die niemand vermutet hätte.

 

Neuübersetzung von Eva Groepler

 

Regie: Kay Neumann

Bühne und Kostüme: Günter Hellweg

Dramaturgie: Torsten Buß

 

mit: Marius Marx (Hoederer), Yves Hinrichs (Hugo), Muriel Wenger (Olga), Caroline Junghanns (Jessica), Klaus Schleiff (Louis), Thomas Schreyer (Prinz), Sebastian Tessenow (Slick), Bernd-Michael Baier (Georges), Michael Pempelforth (Karsky), Michael Ruchter (Iwan)

 

 

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 8 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Ich hoffe, es wird recht lebendig

Die Zeit spricht eigentlich für eine neue Premiere der „Hedda Gabler“: In den nunmehr bald zwei Jahren der Beschränkungen haben so viele von uns die eigenen Lebensentwürfe grundsätzlich in Frage…

Von: Stephan Knies

Ich will was bewegen! Das Stadttheater Fürth zeigt mit dem Dreifach-Monolog „Niemand wartet auf dich“ von Lot Vekemans, dass Theater relevant und nahbar ist.

Einer Schauspielerin mal in die Seele und über den Schminktisch schauen – wäre das nicht schön? Auch das ist ja eine Möglichkeit, die im Fachsprech „vierte Wand“ genannte Distanz zwischen Bühnenrampe…

Von: Stephan Knies

Gescheiterte Utopie - "La Clemenza di Tito" von Wolfgang Amadeus Mozart in der Deutschen Oper am Rhein

Lässt sich ein Staat nur mit Milde und Gnade regieren? Das klingt reichlich utopisch, und in der Inszenierung von "La Clemenza di Tito" in der Deutschen Oper am Rhein stellt Michael Schulz das auch in…

Von: Dagmar Kurtz

Gefühl in Tönen - Familienkonzert „Beethovens Donnerwetter“ im Konzerthaus Heidenheim

Nach einer Tour durch elf Schulen im Landkreis Heidenheim fand das Projekt „Beethovens Donnerwetter“ mit dem Familienkonzert im dortigen Konzerthaus seinen krönenden Abschluss. Die Produktion der…

Von: Silke von Fürich

Im Weihnachtswunderland - "Der Nussknacker" von Demis Volpi und weiteren Choreograph*innen in der deutschen Oper am Rhein

Heiliger Abend in einer großbürgerlichen Familie: Kinder spielen in einem Zimmer Gummitwist. Hinter der Tür zum Wohnzimmer tut sich was. Durch die Milchglasscheibe sieht man, wie ein Weihnachtsbaum…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑