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"Die tätowierte Rose" von Tennesee Williams in Wiesbaden

Premiere Samstag, 23. September 2006, 19.30 Uhr, Kleines Haus swa Hessischen Staatstheaters.

Die sizilianische Witwe Serafina Delle Rose lebt mit ihrer fünfzehnjährigen Tochter Rosa in einem kleinen Dorf in der Nähe von New Orleans, das hauptsächlich von sizilianischen Einwanderern bewohnt wird.

Abgeschottet von der amerikanischen Gesellschaft führt sie ihr Leben ganz in den archaischen Wertvorstellungen ihrer alten Heimat. Ihr Mann, Lastkraftwagenfahrer, ist bei einer Schmuggelfahrt ums Leben gekommen. Für sie war er mit seinem Duft nach Rosenöl und einer tätowierten Rose auf der Brust der Inbegriff von Männlichkeit. Nach seinem Tod hat sie sich völlig aus dem realen Leben zurückgezogen und lebt nur noch in ihren erotischen Erinnerungen und Phantasien. Doch das wird anders, als sie erfährt, dass ihr Mann sie lange Zeit betrogen hat. Sie lenkt ihre ganze Liebe auf ihre Tochter, die sie wie ihren Augapfel hütet und von allen 'amerikanischen' Verlockungen fernhält. Da taucht der junge Lkw-Fahrer Alvaro auf, auch er hat einen begehrenswerten Körper und auch er will sich für sie eine Rose auf die Brust tätowieren lassen.

 

'Die tätowierte Rose', von Williams 1950 verfasst, ist seine 'Liebeserklärung an die Welt', wie er in seinen Memoiren bekennt. Die Verfilmung mit der italienischen Filmschauspielerin Anna Magnani, der er das Stück auf den Leib geschrieben hat, wurde in den 50er Jahren zum Welterfolg und allein mit drei Oscars ausgezeichnet.

 

Nach der 'Katze auf dem heißen Blechdach' führt das Wiesbadener Theater seine Auseinandersetzung mit dem Werk des 1983 verstorbenen Dramatikers fort, der neben Arthur Miller zu den wichtigsten amerikanischen Bühnenautoren des 20. Jahrhunderts zählt.

 

Die Schauspiel- und Opernregisseurin Konstanze Lauterbach, die u.a. in Bonn, Bremen, am Deutschen Theater in Berlin, der Semperoper in Dresden und zuletzt in Leipzig gearbeitet hat, inszenierte in Wiesbaden bereits 'Mädchen in Uniform', 'Die Geierwally' und 'Bernarda Albas Haus'. Über ihr Theater schrieb der Tagesspiegel in Berlin: 'Ein Fest für alle Sinne. Politisch und poetisch, Bilderfluten und Schauspielertänze, ein Angebot gleichermaßen für den Schauspieler wie für den Zuschauer.'

 

Inszenierung Konstanze Lauterbach Bühne Andreas Jander Kostüme Petra

Bongard Musik Ernst-August Klötzke Dramaturgie Irma Dohn

 

Mit: Julia Wieninger (Serafina Delle Rose), Alexandra Finder (Rosa Delle

Rose), Julia Grimpe (Estelle Hohengarten), Helga L. Schoon (Assunta), Evelyn

M. Faber (Peppina), Sylvia Rentmeister (Giuseppina), Kornelia Pielmeier

(Violetta), Andrea M. Dewell (Flora), Eva-Maria Damasko (Bessie), Heike

Ronninger (Miss Yorke), Iris Tenge (Mutter Gottes); Sebastian Münster

(Alvaro Mangiacavallo), Florian Thunemann (Jack Hunter), Tobias Randel

(Pater De Leo), Benjamin Krämer-Jenster (Der Hausierer) u.a.

 

Kartenvorverkauf 0611. 132 325 www.staatstheater-wiesbaden.de

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