Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
DomStufen-Festspiele in Erfurt 2010: Händels Messias DomStufen-Festspiele in Erfurt 2010: Händels Messias DomStufen-Festspiele in...

DomStufen-Festspiele in Erfurt 2010: Händels Messias

Premiere Sa, 14. August 2010, 21.30 Uhr

 

Die Erfurter Domstufen bilden die prachtvolle Kulisse für Georg Friedrich Händels wohl bedeutendstes Oratorium – Der Messias. Bereits der Librettist Charles Jennens erkannte die außergewöhnliche Dimension des Stoffes:

„Das Thema übertrifft alle anderen Themen: Das Thema ist der Messias.“ Im April 1742 erlebte der Messias seine Uraufführung in Dublin und gilt seither als eines der erfolgreichsten Chorwerke aller Zeiten. Zu einem echten Klassik-Hit avancierte vor allem das berühmte „Halleluja“, mit dem der zweite Teil des Oratoriums machtvoll beschlossen wird.

 

Als Händel im Sommer 1741 die Komposition des Messias in Angriff nahm, befand er sich in einer künstlerisch und finanziell schwierigen Phase. Seine Londoner Opernbestrebungen waren 1740 endgültig gescheitert, so dass er wenig Lust verspürte, sich in der kommenden Saison neuen Projekten zu widmen. Andererseits lag mit dem Messias ein Textbuch für die damals noch neue Form des englischsprachigen Oratoriums vor. Und „das Thema“, so der Librettist Charles Jennens, „übertrifft alle anderen Themen“. Nach nur 24 Tagen konnte Händel bereits am 14. September 1741 die Instrumentierung des neuen Werkes abschließen. Im April 1742 erlebte der Messias dannseine Uraufführung in Dublin. Zahlreiche Aufführungen in den folgenden Jahren, auch unter Händels eigener Stabführung, legten den Grundstein für den bald darauf einsetzenden und bis heute anhaltenden weltweiten Siegeszug des Messias.

 

Im Rahmen der DomStufen-Festspiele in Erfurt 2010 erklingt Händels Messias in der reicher instrumentierten Fassung von Wolfgang Amadeus Mozart aus dem Jahr 1789. Für die Inszenierung zeichnet die international renommierte Regisseurin und Choreografin Rosamund Gilmore verantwortlich, die mit der Uraufführung von Franz Hummels Dürrenmatt-Oper Der Richter und sein Henker in der Spielzeit 2008/09 ihr Debüt am Theater Erfurt gegeben hat und mit dieser Produktion für den FAUST-Preis 2009 in der Kategorie Regie Musiktheater nominiert war. Ihr zur Seite steht als Bühnenbildner Carl Friedrich Oberle, der ebenfalls bereits im Rahmen der Uraufführung von Der Richter und sein Henker am Theater Erfurt zu Gast war. Für die Kostüme zeichnet Hank Irwin Kittel verantwortlich. Die musikalische Leitung liegt in den Händen von Samuel Bächli, seit der Spielzeit 2009/10 Erster Kapellmeister und stellvertretender GMD am Theater Erfurt.

Für die Inszenierung zeichnet die international renommierte Regisseurin und Choreografin Rosamund Gilmore verantwortlich.

 

Musikalische Leitung Samuel Bächli

Inszenierung und Choreografie Rosamund Gilmore

Bühne Carl Friedrich Oberle

Kostüme Hank Irwin Kittel

Chöre Andreas Ketelhut, Cordula Fischer

Licht Stefan Winkler

 

mit Marisca Mulder / Ilia Papandreou, Mireille Lebel / Stephanie Müther, Marwan Shamiyeh / Uwe Stickert, Vazgen Ghazaryan / Sebastian Pilgrim u.a.

 

Weitere Aufführungen So, 15.08. | Mi, 18.08. | Do, 19.08. | Fr, 20.08.2010 – jeweils 21.30 Uhr sowie Sa, 21.08. | So, 22.08. | Mi, 25.08. | Do, 26.08. | Fr, 27.08. | Sa, 28.08. | So, 29.08.2010 – jeweils 21 Uhr

 

Telefonischer Kartenservice +49 (0) 361 22 33 155 (täglich 10 bis 18 Uhr)

Karten online

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 14 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

„GESCHÖPFE“ von Ben J. Riepe im Tanzhaus NRW in Düsseldorf

Auf der dunklen Bühne stehen Bäume und Sträucher in Kübeln, die als erstes von einem Performer verrückt werden. An der rechten Bühnenseite finden sich aufgehäuft Körperteile von Schaufensterpuppen,…

Von: Dagmar Kurtz

Ein stilles Solo

Ein Wesen in silbern schimmerndem, folienartigem Gewand, der ganze Körper von Kopf bis Fuß verhüllt, bewegt sich aus dem Dunkel auf die Bühne. Es herrscht Stille und das Wesen erkundet langsam, fast…

Von: Dagmar Kurtz

"A First Date, Episode 1" in der Deutschen Oper am Rhein

Ein bisschen aufregend ist es schon: das erste Date. Vorfreude und Unsicherheit mischen sich mit unspezifischen Erwartungen. Wird es gut ablaufen? Folgen Erleichterung oder Enttäuschung?  

Von: Dagmar Kurtz

Liebesbande

Hinter tropischen Blumen befindet sich ein luxuriöses Anwesen mit Stahlträgern in offener Bauweise im Stil von Mies van der Rohes Barcelona Pavillon. Die Einrichtung ist im angesagten Midcentury…

Von: Dagmar Kurtz

Ein Hauch von Sehnsucht

Raimund Hoghes letztes Stück „Lettere amoroso“ handelte von Flucht und den sehnsuchtsvollen Briefen, die die Geflohenen schrieben. So weckt das Wort „Vietnam“ im Titel des neuen Stückes "Postcards…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑