Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
Doppelabend CAVALLERIA RUSTICANA & DER BAJAZZO (PAGLIACCI) von Pietro Mascagni und Ruggero Leoncavallo - Theater BonnDoppelabend CAVALLERIA RUSTICANA & DER BAJAZZO (PAGLIACCI) von Pietro...Doppelabend CAVALLERIA...

Doppelabend CAVALLERIA RUSTICANA & DER BAJAZZO (PAGLIACCI) von Pietro Mascagni und Ruggero Leoncavallo - Theater Bonn

Premiere Samstag, 9. November 2019, 19.30 Uhr, Opernhaus

Die beiden veristischen Opern CAVALLERIA RUSTICANA und DER BAJAZZO sind seit ihrer völlig voneinander unabhängigen Entstehung nachgerade wie unzertrennlich miteinander verknüpft.

 

Copyright: Thilo Beu

Begonnen hatte alles mit einem Wettbewerb zur Förderung junger italienischer Komponisten. Pietro Mascagni, damals noch erfolgloser Komponist, wählte ein zeitgenössisches Sujet und schrieb für die Geschichte der von der Dorfgemeinschaft ausgestoßenen Santuzza, die aus Eifersucht das Verhältnis von Turiddu und Lola an deren Ehemann Alfio verrät, dramatisch packende Musik. Pietro Mascagni gewann damit den Wettbewerb und wurde über Nacht berühmt.

Beeinflusst von diesem Erfolg (und wohl auch nicht ganz frei von Kollegenneid), beschloss Ruggero Leoncavallo, es ebenfalls mit einer Kurzoper zu versuchen. Als sein eigener Librettist ließ er sich dem Vernehmen nach von einem Mordprozess aus Kalabrien, der Region, in der er aufgewachsen war, sowie von Catulle Mendès’ Schauspiel LA FEMME DE TABARIN inspirieren: ein Eifersuchtsdrama in einer Commedia-dell’arte-Truppe um die schöne Nedda, das mit ihrer und ihres Liebhabers Ermordung durch den auf eine Intrige hereingefallenen Chef der Komödiantengruppe endet.

Fast wie ein Manifest des musikalischen Verismos mutet dieser Abschnitt aus dem Prolog des BAJAZZO an: „...nicht wie sonst gilt heut’ der Satz: / ‚Die Tränen der Bühne sind falsch, sind Lug, / Falsch alle Seufzer auch, und die Schmerzen Betrug / Nehmt d’rum die Bühne nie ernst ...!‘ // Nein, nein! / Heute schöpft der Dichter mutig / Aus dem wirklichen Leben / Schaurige Wahrheit!“

in italienischer Sprache
Eine Koproduktion mit dem Theater Erfurt und der Seattle Opera

Musikalische Leitung  Will Humburg
Inszenierung  Guy Montavon
Bühne  Hank Irwin Kittel
Kostüme  Bianca Deigner
Choreinstudierung  Marco Medved
Einstudierung Kinder- und Jugendchor  Ekaterina Klewitz
Regieassistenz und Abendspielleitung  Mark Daniel Hirsch
Musikalische Assistenz  Daniel Johannes Mayr
Hermes Helfricht
Studienleitung  Pauli Jämsä
Korrepetition  Igor Horvat
Miho Mach
Bühnenbildassistenz  Ansgar Baradoy
Kostümassistenz  Dieter Hauber
Marina Rosenstein
Inspizienz  Tilla Foljanty
Übertitel  Andreas Schütte
Julia Kluxen-Ayissi
Wolfram Kastorp
Regiehospitanz  Raquel Vidal Gobern

"Cavalleria rusticana"
Santuzza  Dshamilja Kaiser
Turridu  George Oniani
Lucia  Anjara I. Bartz
Alfio  Mark Morouse
Ivan Krutikov
Lola  Ava Gesell

"Pagliacci"
Nedda  Anna Princeva
Tanya Hurst
Canio  George Oniani
Tonio  Mark Morouse
Ivan Krutikov
Peppe  Kieran Luke Carrel
Silvio  Giorgos Kanaris
Boyan Di
Un altro contadino  Jeongmyeong Lee
Meisterjongleur  Maximilan Koch

"Cavalleria rusticana" | "Pagliacci"
Chor  Chor des Theater Bonn
Extrachor  Extrachor des Theater Bonn
Kinder- und Jugendchor  Kinder- u. Jugendchor des Theater Bonn
Statisterie  Statisterie des Theater Bonn
Orchester  Beethoven Orchester Bonn

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 13 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Liebesbande

Hinter tropischen Blumen befindet sich ein luxuriöses Anwesen mit Stahlträgern in offener Bauweise im Stil von Mies van der Rohes Barcelona Pavillon. Die Einrichtung ist im angesagten Midcentury…

Von: Dagmar Kurtz

Ein Hauch von Sehnsucht

Raimund Hoghes letztes Stück „Lettere amoroso“ handelte von Flucht und den sehnsuchtsvollen Briefen, die die Geflohenen schrieben. So weckt das Wort „Vietnam“ im Titel des neuen Stückes "Postcards…

Von: Dagmar Kurtz

Liebe in Zeiten des Krieges

In Großbritannien findet ein Bürgerkrieg statt: die Puritaner unter Oliver Cromwell kämpfen gegen die katholischen Royalisten. Das private Glück ist in Gefahr.  

Von: Dagmar Kurtz

Der Überfall

Gerade ist man noch fröhlich herumgehopst, da, eine heftige Attacke, und schon streckt es einen nieder. Ein Virus oder ein Bakterium hat seinen Weg in den Körper gefunden. Nun werden alle Kräfte…

Wir müssen‘s wohl leiden

Wie die ursprünglichen revolutionären Ansprüche nach Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, die die Abschaffung der Sklaverei, die Gleichberechtigung der Frauen, die Entmachtung des Adels beinhaltet,…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

Folgen Sie uns auf:

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑