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"Dornröschen", choreografischen Uraufführung von Christian Spuck, Opernhaus ZÜrich

Premiere Samstag, 10. Oktober 2020, 19 Uhr

Zur Taufe der Prinzessin Aurora sind sechs Feen eingeladen, die ihr Patenkind mit allen erdenklichen guten Fähigkeiten ausstatten. Einzig die böse Fee Carabosse hat keine Einladung erhalten und rächt sich mit einem Fluch: Aurora möge sich an einer Spindel stechen und sterben. Die gute Fliederfee kann den Fluch zwar nicht rückgängig machen, aber doch zumindest abschwächen. Als die herangewachsene Aurora sich tatsächlich sticht, fällt sie mit sämtlichen Schlossbewohnern in einen hundertjährigen Schlaf, aus dem sie nur ein Prinz wiedererwecken kann.

 

1890 erlebte Dornröschen am Kaiserlichen Theater in St. Petersburg seine Uraufführung. Tschaikowski hatte die Musik geliefert, und Marius Petipa, der bedeutendste Choreograf seiner Zeit, hatte es als Ballett auf die Bühne gebracht. Bei der Handlung hatte sich das Erfolgsgespann an der französischen Version des Märchens orientiert, die Charles Perrault im 17. Jahrhundert niedergeschrieben hat. Sie unterscheidet sich allerdings nur wenig von der hierzulande besser bekannten Fassung der Brüder Grimm.

Nachdem sich Christian Spuck unlängst bereits mit einem anderen grossen Tschaikowski-Ballett, dem Nussknacker, auseinandergesetzt hat, wirft der Zürcher Ballettdirektor nun einen ironisch-hintergründigen Blick auf Dornröschen. Dabei gilt sein besonderes Interesse dem Schicksal der Fee Carabosse. Im bewährten Team mit Kostümbildnerin Buki Shiff und Bühnenbildner Rufus Didwiszus lässt Christian Spuck den berühmten Ballettklassiker in seiner ganz persönlichen künstlerischen Handschrift neu erstehen.

Musik von Pjotr I. Tschaikowski (1840-1893)
Ballett in drei Akten von Christian Spuck
nach dem Märchen «La Belle au bois dormant» von Charles Perrault
Choreografische Uraufführung

Choreografie und Inszenierung Christian Spuck
Musikalische Leitung Robertas Servenikas
Bühnenbild Rufus Didwiszus
Kostüme Buki Shiff
Lichtgestaltung Martin Gebhardt
Dramaturgie Michael Küster

Ballett Zürich
Junior Ballett
Philharmonia Zürich

 

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