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"Drei Wasserspiele" - Kammeropern von Detlev Glanert nach „Dreiminutenspiele“ von Thornton Wilder im Stadttheater Fürth

Premiere 7. Dezember 2012, 20.00 Uhr, Kulturforum Fürth, Große Halle. -----

Die „Drei Wasserspiele“ sind Kammeropern des Komponisten Detlev Glanert (geb. 1960), die nach den „Dreiminutenspielen“ des Schriftstellers Thornton Wilder (1897 - 1975) entstanden sind, und als Koproduktion des Stadttheaters und der Hochschule für Musik Nürnberg im Kulturforum neu inszeniert werden.

Obwohl zu unterschiedlichen Zeiten komponiert, versteht Glanert die drei Werke als Ganzes. In allen

Stücken der Trilogie wird Wasser zum Sinnbild einer Versuchsanordnung für eine brüchig gewordene

Zivilisation, in der Fragen nach Erlösung von seelischen oder körperlichen Katastrophen gestellt werden.

 

Im 1986 entstandenen Renaissancemärchen „Leviathan“ geht es um den Verlust der Seele. Eine Fregatte mit einem ohnmächtigen Prinzen treibt auf dem Meer. Als die Meerjungfrau Brogomede ihn findet, verlangt sie nach seiner Seele. Aber der Prinz bestreitet, dass Meerjungfrauen Seelen haben, und wähnt sich nach wie vor im Traum. Das Seeungeheuer Leviathan schleppt daraufhin den Prinzen fort.

 

„Der Engel, der das Wasser bewegte“, 1994 komponiert, greift auf die biblische Legende des Teiches von Bethseda zurück, dem heilende Wirkung zugesprochen wird. Heilssuchende hoffen auf Erlösung im

Erscheinen eines Engels.

 

Schließlich zeigt „Der Engel auf dem Schiff“, 1995 kurz vor der Uraufführung der Trilogie in Bremen

fertig gestellt, ein havariertes Schiff, das auf dem Ozean umher treibt. Drei Gestrandete erklären eine vom Sturm gerettete Galionsfigur zum neuen Gott. Mit beklemmender Komik zum Beispiel durch den

Einbezug von Unterhaltungsmusik in Gebetsrituale erhält die Schiffbrüchigen-Episode einen absurden

Aspekt, der als Satyrspiel gelten kann.

 

Detlev Glanert operiert mit drei verschiedenen Formen von Hoffnungen in Extremsituationen der

menschlichen Existenz.

 

Die Gesangspartien übernehmen junge Sängerinnen und Sänger der Hochschule für Musik Nürnberg. Das Orchester ist ebenfalls mit Studierenden der Hochschule besetzt. Die musikalische Leitung teilen sich Guido Johannes Rumstadt, Professor für Orchester und Dirigieren an der Hochschule für Musik

Nürnberg, und Adam Szmidt, einer seiner Dirigier-Studenten.

 

Musikalische Leitung: Guido J. Rumstadt/Adam Szmidt (14.12.2012)

Inszenierung: Georgios Kapoglou |

Ausstattung: Kerstin Narr

 

mit Friederike Mauss, Yoseob Yun, Yong Jae Moon, Kristina Scherer, Andreas Kalmbach, Sungsik Park, Maria Devitzaki, MyongWon Kim, Christian Huber

 

Samstag, 8. Dezember 2012, 20.00 Uhr

Freitag, 14. und Samstag, 15. Dezember 2012, jeweils 20.00 Uhr

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