Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
„Dreiklang zum 50. Geburtstag des Musiktheaters im Revier" Gelsenkirchen„Dreiklang zum 50. Geburtstag des Musiktheaters im Revier" Gelsenkirchen„Dreiklang zum 50....

„Dreiklang zum 50. Geburtstag des Musiktheaters im Revier" Gelsenkirchen

am 19. Dezember 2009: „Unsprechbares Zuhause“

 

mit den Werken „Lamenti über Liebe und Tod“ von Claudio Monteverdi, „Neither“ von Morton Feldman und „Die Zauberflöte“ von Wolfgang Amadeus Mozart

LAMENTI ÜBER LIEBE UND TOD VON CLAUDIO MONTEVERDI und

NEITHER VON MORTON FELDMAN

PREMIERE 19. DEZEMBER 2009, 15.00 Uhr, KIRCHE ST. GEORG

 

„Unsprechbares Zuhause" lautet die letzte Textzeile der Zeitgenössischen Oper „Neither" von Morton Feldman, mit welcher die zum Dreiklang zusammengefasste Oper-Zeit-Reise zum Geburtstag des Großen Hauses in einer kompositorischen Grenzerfahrung der Gegenwart mündet.

 

Teil I „Lamenti über Liebe und Tod" von Claudio Monteverdi

 

„Unsprechbares Zuhause" beschreibt fast 400 Jahre nach deren Entstehung zugleich eindringlich die um Liebe und Tod kreisenden Lamenti - Klagegesänge als Charakterstudien - des „Opernerfinders" Claudio Monteverdi. Die Choreografin Annett Goehre und ihr langjähriger Dramaturg Jan Adamiak unternehmen mit Tänzern, Sängern und Instrumentalisten des Ensembles in der Kirche St. Georg zwei ganz unterschiedliche und sich doch bedingende Raum-Zeit-Erfahrungen. Barocke Klagegesänge verwandeln sich in Frauenbilder mit faszinierenden Ecken und Kanten. Das Spiel von Liebe und Krieg in „Il Combattimento di Tancredi e Clorinda", 1624 eine der ersten, aus einer Erzählung erwachsenden musikalischen Dramen überhaupt, verdichtet ein Trauma zwischen einem Kreuzfahrer und einer Sarazenin. Es entstehen aus der Tradition gelöste, atemberaubend gegenwärtige Klänge, die als Körper-Studien Raum und Zeit neu bestimmen.

 

Teil II „Neither" von Morton Feldman

 

Morton Feldman löst sich 1976 in Zusammenarbeit mit Samuel Beckett bewusst von der Vorgabe eines eindeutig formulierten Textes, und sucht in „Neither" („Weder") nach einem offenen Schwebezustand zwischen Sprache, Musik und Szene. Oder wie es die Worte sagen, mit denen der Gesang in „Neither" beginnt: „hin und her in Schatten von innerem zu äußerem Schatten." „Unhörbarer Tritte einziger Laut" und „sachte nicht auslöschendes Licht" heißt es in „Neither", womit die Suche nach der die Oper prägenden Utopie von der Vereinigung zwischen Wort, Ton, Bewegung und Empfindung neu und erneut von vorne beginnt. Die zentral von der Spielstätte bestimmte Probenarbeit führt im zweiten Teil von „Unsprechbares Zuhause" zur Dynamisierung des Raumes. Versinnbildlicht wird dies in Begriffen wie „den Raum einkörpern" und die „Körper ausräumen". Dies steht für Wechselbeziehung, für Verwandlung, auch für Spiel, Lust und die Entdeckung des eigenen Ichs zwischen Darstellern und Publikum.

 

MUSIKALISCHE LEITUNG

JOHANNES KLUMPP

INSZENIERUNG UND CHOREOGRAFIE

ANNETT GÖHRE

KOSTÜME

ANDREAS MEYER

DRAMATURGIE

WOLFGANG WILLASCHEK

JAN ADAMIAK

VIDEO

ANDREAS ETTER

 

„Die Zauberflöte“ von Wolfgang Amadeus Mozart

PREMIERE 19. DEZEMBER 2009, 20.00 Uhr, GROSSES HAUS

 

Ein Prinz fällt in Ohnmacht. Ein Vogelfänger brüstet sich, ihn gerettet zu haben. Das aber taten die drei Damen jener Königin der Nacht, die dem Prinzen das Bildnis ihrer Tochter gibt, die von einem bösen Herrscher geraubt wurde. Vogelfänger und Prinz gehen auf die Suche. Ist der Mädchenräuber ein Tyrann oder ein Weiser? Ist die Königin eine trauernde Mutter oder eine rücksichtslose Rächerin? Unter Blitz und Donner werden Prinz und Vogelfänger von Prüfung zu Prüfung gejagt. Uralte Mythen von der Liebesprobe in Feuer und Wasser gehen Hand in Hand mit der kreatürlichen Sehnsucht nach Essen, Trinken und Liebe. Am Ende triumphiert die Weisheit der Götter, doch in dieser Oper der Opern geht es um jeden von uns.

 

MUSIKALISCHE LEITUNG

RASMUS BAUMANN

NACHDIRIGAT

JOHANNES KLUMPP

CLEMENS JÜNGLING

INSZENIERUNG

MICHIEL DIJKEMA

BÜHNE

MICHIEL DIJKEMA

KOSTÜME

CLAUDIA DAMM

CHOREINSTUDIERUNG

CHRISTIAN JEUB

DRAMATURGIE

JULIANE SCHUNKE

 

SARASTRO

DONG-WON SEO

MICHAEL TEWS

TAMINO

LARS RÜHL

SPRECHER

JOACHIM G. MAASS

BJøRN WAAG

1. PRIESTER

JERZY KWIKA

2. PRIESTER

WILLIAM SAETRE

KÖNIGIN DER NACHT

DIANA PETROVA

PAMINA

PETRA SCHMIDT

1. DAME

RICHETTA MANAGER

2. DAME

NORIKO OGAWA-YATAKE

3. DAME

ANNA AGATHONOS

ALMUTH HERBST

1. KNABE

MIGENA GJATA

2. KNABE

ENGJELLUSHE DUKA

3. KNABE

DENITSA POPHRISTOVA

PAPAGENO

PIOTR PROCHERA

EIN ALTES WEIB / PAPAGENA

ALFIA KAMALOVA

MONOSTATOS

E. MARK MURPHY

1. GEHARNISCHTER MANN

WILLIAM SAETRE

2. GEHARNISCHTER MANN

DONG-WON SEO

JOACHIM G. MAASS

1. SKLAVE

CHARLES E. J. MOULTON

2. SKLAVE

WOLF-RÜDIGER KLIMM

 

 

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 20 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

„GESCHÖPFE“ von Ben J. Riepe im Tanzhaus NRW in Düsseldorf

Auf der dunklen Bühne stehen Bäume und Sträucher in Kübeln, die als erstes von einem Performer verrückt werden. An der rechten Bühnenseite finden sich aufgehäuft Körperteile von Schaufensterpuppen,…

Von: Dagmar Kurtz

Ein stilles Solo

Ein Wesen in silbern schimmerndem, folienartigem Gewand, der ganze Körper von Kopf bis Fuß verhüllt, bewegt sich aus dem Dunkel auf die Bühne. Es herrscht Stille und das Wesen erkundet langsam, fast…

Von: Dagmar Kurtz

"A First Date, Episode 1" in der Deutschen Oper am Rhein

Ein bisschen aufregend ist es schon: das erste Date. Vorfreude und Unsicherheit mischen sich mit unspezifischen Erwartungen. Wird es gut ablaufen? Folgen Erleichterung oder Enttäuschung?  

Von: Dagmar Kurtz

Liebesbande

Hinter tropischen Blumen befindet sich ein luxuriöses Anwesen mit Stahlträgern in offener Bauweise im Stil von Mies van der Rohes Barcelona Pavillon. Die Einrichtung ist im angesagten Midcentury…

Von: Dagmar Kurtz

Ein Hauch von Sehnsucht

Raimund Hoghes letztes Stück „Lettere amoroso“ handelte von Flucht und den sehnsuchtsvollen Briefen, die die Geflohenen schrieben. So weckt das Wort „Vietnam“ im Titel des neuen Stückes "Postcards…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑