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Düsseldorfer Schauspielhaus: "Maria Magdalena" von Friedrich Hebbel

Premiere am Freitag, 9. Mai 2008, Großes Haus

 

Eine Familienkatastrophe: Die Mutter ist todkrank. Der Sohn Karl ein Taugenichts. Die Tochter ungewollt schwanger.

Der Vater, Tischlermeister Anton, ahnt nichts davon, lebt aber in ständiger Angst um den unbescholtenen Ruf seiner Familie. Leonhardt, Klaras Ex-Freund

und Vater des Kindes, avanciert aus gegebenem Anlass nun doch zum Bräutigam, obwohl sich die Beiden nicht lieben. Klara hofft inständig darauf, dass die Hochzeit stattfindet bevor die Umstände sichtbar werden. Leonhardt aber hat es allein auf die Mitgift abgesehen. Als Karl unter dem Verdacht, einen Juwelenraub begangen zu haben, verhaftet wird, droht der Vater mit Selbstmord, falls auch seine Tochter ihm Schande machen sollte. Klara sieht nur noch einen Ausweg.

 

Hebbels bürgerliches Trauerspiel von 1844 zeigt exemplarisch das Missverhältnis von Anspruch und Wirklichkeit bürgerlicher Familienverhältnisse. Die herrschenden Vorstellungen von Fleiß, Ordnung und Gotteslohn werden unterminiert von der Macht der Gefühle und des Begehrens. Eine Tragödie der ungelebten Sehnsüchte.

 

Inszenierung Stephan Rottkamp

Bühne Robert Schweer

Kostüme Katharina Kromminga

Musik Cornelius Borgolte

Dramaturgie Christoph Lepschy

Mit Michele Cuciuffo, Esther Hausmann, Anna Kubin, Matthias Leja, Daniel Nerlich, Wolfram Rupperti, Milian Zerzawy

 

 

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