Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
EIN FEIND IST JEMAND DESSEN LEBENSGESCHICHTE MAN NICHT GEHÖRT HAT - Eine theatrale Feldforschung über Biografien als Lebenssinn-Konstruktionen in KölnEIN FEIND IST JEMAND DESSEN LEBENSGESCHICHTE MAN NICHT GEHÖRT HAT - Eine...EIN FEIND IST JEMAND...

EIN FEIND IST JEMAND DESSEN LEBENSGESCHICHTE MAN NICHT GEHÖRT HAT - Eine theatrale Feldforschung über Biografien als Lebenssinn-Konstruktionen in Köln

Premiere: 17. Oktober 2013, 20.00 Uhr (Einlass 19.00 Uhr), Bar48, Cäcilienstr. 48, 50667 Köln. -----

Die neue Koproduktion von theater-51grad.com und in:takt e.V. steht in einer Reihe mit den beiden Theaterprojekten „SEEGANG INS UNGEWISSE – eine theatrale Reise“ (nominiert für den Kölner Theaterpreis 2010) und „DEUTSCHLAND PRIVAT – Lebenslage Illegal“ (2012), die sich mit dem Thema Flucht und Migration im 21. Jahrhundert auseinandersetzen.

 

„Fremd ist der Fremde nur in der Fremde“ hat der Münchner Komiker Karl Valentin einmal trocken zusammengefasst. „Fremd“, ein Wort, das viele Fragen offen lässt: Wie fremd ist uns unser Nachbar? Was wissen wir über ihn, insbesondere wenn er aus der „Fremde“ kommt? Wie fühlt und lebt dieser Nachbar hier? Was ist ihm fremd und was vertraut? Wo fühlt er sich heute zuhause? Wohin geht sein Weg – oder ist er schon angekommen? Was waren seine Gründe zu kommen oder wieder zu gehen? Was treibt und was hält ihn?

 

„Ein Feind ist jemand dessen Lebensgeschichte man nicht gehört hat“ ist eine theatrale Recherche, die sich mit Hilfe von Biografieforschung diesen Fragestellungen annähert. Vier Schauspieler_innen begegnen Migrant_innen in NRW, begleiten sie im Alltag und versuchen mit wissenschaftlicher Unterstützung durch eine Ethnologin, ihren Lebenssinn-Konzeptionen und Perspektiven näher zu kommen. Im Prozess der Annäherung werden Gemeinsamkeiten, Unterschiede, Problematiken und Berühungspunkte der unterschiedlichen Biografien erforscht und erste Zusammenhänge mit übergeordneten globalen Systemen gesucht. Auf der Suche nach den Korrelationspunkten individueller Biografien und übergeordneter Einflüsse eröffnet sich ein subjektiver Einblick in persönliche Lebenswege, zeigen sich Beweggründe und Ausweglosigkeit, Abenteuerlust und Lebensvisionen und verführen zu empathischer Anteilnahme.

 

Ihr „Zuhause“ finden die Aufführungen in der Veranstaltungslocation Bar48, dem kleinen italienischen Cafe-Bistro von Massimo Pettignano am Neumarkt, der mit leichter italienischer Küche und Salaten aufwartet. Dort, an einer langen Tafel sitzend, inmitten einer abendlichen Gesellschaft, entwickeln die Schauspieler_innen in Tischgesprächen über Heimat und Glaube, Aufbruch und Utopie, Macht und Werte ein facettenreiches Bild von Lebensentwürfen im 21. Jahrhundert.

 

Darsteller: Iris Krüger, Katrin Nowak, Oliver Schnelker, Tomasso Tessitori Konzept/Künstlerische Leitung: Karin Frommhagen und Rosi Ulrich Ausstattung: Trixy Royeck Klanginstallation: Ralph Lennartz Ethnologische Begleitung: Hanna Kunas

 

eine Produktion von in:takt e.V. mit theater-51grad.com in Kooperation mit Freihandelszone, ensemblenetzwerk köln, gefördert durch das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes NRW

 

Weitere Aufführungen: 18./19./20./21./22. Oktober 2013, 20.00 Uhr.

Kartenreservierung unter: 0160 80 20 996 / info@theater-51grad.com

Eintrittspreis: 19,- Euro, ermäßigt 14,- Euro (inklusive einem Begrüßungsgetränk und Fingerfood)

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 13 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Wie absurd ist das denn?

Die Volksbühne in Berlin kommt mit einer Uraufführung namens „SMAK! SuperMacho AntiKristo“ heraus, einer „hyperhybriden Hommage an den französischen Symbolisten Alfred Jarry“ und allerlei Anderes.  

Von: Stephan Knies

Zwei Außenseiter - "I am a problem" in der Deutschen Oper am Rhein: "Carmen“ "von Roland Petit und "Baal" von Aszure Barton

Der Kontrast könnte stilistisch nicht größer sein zwischen den beiden Choreografien, die an der Deutschen Oper am Rhein in „I am problem“ zu sehen sind. Und doch haben sie etwas gemeinsam, sie zeigen…

Von: Dagmar Kurtz

Ich hoffe, es wird recht lebendig

Die Zeit spricht eigentlich für eine neue Premiere der „Hedda Gabler“: In den nunmehr bald zwei Jahren der Beschränkungen haben so viele von uns die eigenen Lebensentwürfe grundsätzlich in Frage…

Von: Stephan Knies

Ich will was bewegen! Das Stadttheater Fürth zeigt mit dem Dreifach-Monolog „Niemand wartet auf dich“ von Lot Vekemans, dass Theater relevant und nahbar ist.

Einer Schauspielerin mal in die Seele und über den Schminktisch schauen – wäre das nicht schön? Auch das ist ja eine Möglichkeit, die im Fachsprech „vierte Wand“ genannte Distanz zwischen Bühnenrampe…

Von: Stephan Knies

Gescheiterte Utopie - "La Clemenza di Tito" von Wolfgang Amadeus Mozart in der Deutschen Oper am Rhein

Lässt sich ein Staat nur mit Milde und Gnade regieren? Das klingt reichlich utopisch, und in der Inszenierung von "La Clemenza di Tito" in der Deutschen Oper am Rhein stellt Michael Schulz das auch in…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑