Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
Ende des Streiks im Schauspielhaus Zürich in SichtEnde des Streiks im Schauspielhaus Zürich in SichtEnde des Streiks im...

Ende des Streiks im Schauspielhaus Zürich in Sicht

Der Verwaltungsrat der Schauspielhaus Zürich AG hat an seiner Sitzung vom 7. Februar 2006 die Vereinbarung zur Beendigung des Streiks am Schauspielhaus und die Ergebnisse der Nachverhandlungen (Ergänzungsvereinbarung) diskutiert und sie genehmigt.

Die Finanzierung der kumulierten Mehrkosten für die gesamte Neueinführung des städtischen Lohnsystems soll nicht durch Subventionserhöhungen sondern durch Einsparungen im Betrieb gewährleistet werden. Der Verwaltungsrat hat weiter beschlossen, den Gesamtarbeitsvertrag mit der Unia zu kündigen und die Direktion beauftragt, Verhandlungen für einen neuen Gesamtarbeitsvertrag aufzunehmen, der den Bedürfnissen eines städtischen Theaterbetriebs entspricht.

Einführung Städtisches System am 1. Januar 2006

Die Direktion des Schauspielhaus hat am 1. Januar mit Zustimmung des Verwaltungsrats nach fünfmonatiger ergebnisloser Verhandlung mit der Unia das Lohnsystem der Stadt Zürich einseitig und rückwirkend auf den 1. August 2005 eingeführt. Damit wurden auf den 1.1.2006 die Lohnunterschiede für die gleiche Funktion behoben und das Lohnband freiwillig um ein Prozent angehoben. Diese Einführung bewirkt einen Anstieg der Lohnsumme bis zur Spielzeit 2010/11 um rund CHF 722'000 auf CHF 13'423'300, resp. um 5,6% real. Damit gehörten die technischen Angestellten am Schauspielhaus zu den bestbezahlten ihrer Branche. Von einem kalten Lohnabbau konnte nie die Rede sein!

Die Gewerkschaft und die Mitarbeitenden haben diese Lösung abgelehnt und sind am 25. Januar für 4 Tage in den Streik getreten.

Inhalt der Vereinbarungen Zur Beendigung des Streikes und damit auch zum Ende des Lohnstreites wurden zwei Vereinbarungen formuliert:

1. Vereinbarung zur sofortigen Beendigung des Arbeitskonfliktes am Schauspielhaus

vom 28. Januar 2006. Diese umfasst 10 Punkte.

2. Ergänzungsvereinbarung vom 3. Februar 2006. In dieser Vereinbarung werden

einzelne Punkte der ersten Vereinbarung konkretisiert.

Folgende Hauptpunkte wurden vereinbart.

1. Die Einführung des städtischen Lohnsystems, wie von Direktion und VR bereits

auf 1.1.06 beschlossen umgesetzt wird von der Unia anerkannt. Die städtischen

Lohnkurven mit einer während 15 Jahren steigenden anrechenbaren Erfahrung

werden von Gewerkschaft und technischem Personal akzeptiert.

Schauspielhaus Zürich AG

2

2. Die aktuelle Lohntabelle wurde rückwirkend auf den 1. Januar 2006 um einen

Prozentpunkt angehoben. Sie wird am 1. August 2007 um einen weiteren Prozentpunkt

angehoben. Weitere Anstiege folgen möglichst der Entwicklung der

Stadt Zürich.

3. Ab sofort wird ein Leistungsbeurteilungssystem eingeführt. Dieses ist ab Sommer

2008 lohnwirksam.

4. Der jährliche Stufenanstieg ist grundsätzlich gewährleistet, kann jedoch vom

Verwaltungsrat in aussergewöhnlichen Situationen ausgesetzt werden.

5. Der Stufenanstieg von Lohnklasse 5 zu Lohnklasse 6 wurde genauer definiert

und an Kriterien wie Erfahrung, Ausbildung, Bereitschaft zur Übernahme von

Aufgaben und keine schlechten Leistungen gekoppelt.

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 12 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Ausbruch mit Jacke - Gelungener Saisonstart im Theater Pfütze in Nürnberg mit Christina Gegenbauers Dramatisierung „Ich bin Vincent und ich habe keine Angst“

Wenn es während der Vorstellung unwichtig wird, für welche Zielgruppe eine Theaterproduktion gemacht wurde, ist das immer ein gutes Zeichen. Mit „Ich bin Vincent und ich habe keine Angst“ nach dem…

Von: Stephan Knies

„GESCHÖPFE“ von Ben J. Riepe im Tanzhaus NRW in Düsseldorf

Auf der dunklen Bühne stehen Bäume und Sträucher in Kübeln, die als erstes von einem Performer verrückt werden. An der rechten Bühnenseite finden sich aufgehäuft Körperteile von Schaufensterpuppen,…

Von: Dagmar Kurtz

Ein stilles Solo

Ein Wesen in silbern schimmerndem, folienartigem Gewand, der ganze Körper von Kopf bis Fuß verhüllt, bewegt sich aus dem Dunkel auf die Bühne. Es herrscht Stille und das Wesen erkundet langsam, fast…

Von: Dagmar Kurtz

"A First Date, Episode 1" in der Deutschen Oper am Rhein

Ein bisschen aufregend ist es schon: das erste Date. Vorfreude und Unsicherheit mischen sich mit unspezifischen Erwartungen. Wird es gut ablaufen? Folgen Erleichterung oder Enttäuschung?  

Von: Dagmar Kurtz

Liebesbande

Hinter tropischen Blumen befindet sich ein luxuriöses Anwesen mit Stahlträgern in offener Bauweise im Stil von Mies van der Rohes Barcelona Pavillon. Die Einrichtung ist im angesagten Midcentury…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑