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"Endspiel" von Samuel Beckett - Theater Konstanz

PREMIERE 9. OKTOBER 2016, SPIELSTÄTTE WERKSTATT. -----

In »Endspiel« spielt Samuel Beckett mit den Figuren wie auf einem Schachfeld in einer apokalyptischen Welt die Dialektik von Herr und Knecht sowie familiäre Beziehungsverhältnisse durch.

 

Zwei Männer, der gelähmte und blinde Hamm und sein gehbehinderter Diener Clov sowie Hamms Eltern Nagg und Nell, die ohne Beine in Mülltonnen vegetieren, bilden eine Schicksalsgemeinschaft. Nach einer Apokalypse ist für niemanden von ihnen mehr eine Zukunft denkbar, dennoch geben sie sich immer neuen Möglichkeiten eines Endspiels hin – mit und gegeneinander.

 

Aufgrund des vermeintlichen Nihilismus und der scheinbaren Proklamation der Sinnlosigkeit des menschlichen Daseins geriet die Uraufführung von Samuel Becketts »Endspiel«, 1957 zu einem Skandal. Über sechzig Jahre später wirken die Bilder des Stücks aktuell wie damals und deuten schonungslos die Katastrophe nach der Katastrophe aus.

 

Übersetzung von Elmar Tophoven

 

REGIE; BÜHNE UND KOSTÜME ANDREJ WORON

studierte in Warschau Malerei, bevor er in Berlin anfing als Regisseur zu arbeiten. Seit Jahren haben seine bildgewaltigen Inszenierungen ihren festen Platz am Theater Konstanz, u.a. »Woyzeck«, »Das brennende Dorf«, »Amerika« nach Franz Kafka und zuletzt zur Spielzeiteröffnung 2015/2016 »Orpheus in der Unterwelt« von Jacques Offenbach. Nach seinen bildgewaltigen Arbeiten im Stadttheater inszeniert Andrej Woron Beckets Klassiker auf der Bühne der Werkstatt.

 

DRAMATURGIE Henrik Kuhlmann

 

MIT Bettina Riebesel (Nell); Jörg Dathe (Nagg), Odo Jergitsch (Hamm), André Rohde (Clov)

 

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