Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
"Endstation Sehnsucht" von Tennessee Williams im Staatsschauspiel Dresden"Endstation Sehnsucht" von Tennessee Williams im Staatsschauspiel Dresden"Endstation Sehnsucht"...

"Endstation Sehnsucht" von Tennessee Williams im Staatsschauspiel Dresden

Premiere am 22. November 2012 im Kleinen Haus 1. -----

Eines Tages steht Blanche Du Bois mit nichts als einem Koffer eleganter Kleider bei ihrer Schwester Stella vor der Tür. Allein auf sich gestellt, konnte Blanche ihr Elternhaus, die Plantage „Belle Rêve“, nicht mehr halten und musste sie verlassen.

Stella ist mit dem polnischen Einwanderer Stanley Kowalski verheiratet und lebt in bescheidenen Verhältnissen. Die neurotische Blanche ist entsetzt von diesem Umfeld, sie trinkt und flüchtet sich in eine Illusionswelt, die immer brüchiger wird. Stella hingegen verleugnet ihre gute Herkunft, ist doch jegliches „großbürgerliche Gehabe“ die pure Provokation für ihren Ehemann Stanley. Bald kommt es zu Spannungen: Stanley liefert sich mit seiner statusbewussten Schwägerin Wortgefechte, die die gegenseitige tiefe Verachtung offenbaren. Blanches letzte Hoffnung auf ein bisschen Glück ist die Beziehung zu Mitch. Doch als Details aus ihrer Vergangenheit enthüllt werden, zieht Mitch sich zurück und lässt Blanche mit Stanley allein.

 

In seinem weltberühmten Stück lässt Tennessee Williams die untergehende aristokratische Kultur der Südstaaten auf das proletarische, industriell geprägte Amerika prallen. Beim Schreiben erinnerte er sich an eine aufgegebene Straßenbahnlinie in New Orleans, deren Endstation „Desire“ hieß. Nach ihr benannte er sein Drama: „A Streetcar Named Desire“.

 

Nuran David Calis ist Autor, Theater- und Filmregisseur. Neben seinen Theaterinszenierungen wie u. a. Frank Wedekinds „Frühlings Erwachen!“, die neben Ibsens „Peer Gynt“ auch in Dresden zu sehen war, machte er mit dem Kinofilm „Meine Mutter, mein Bruder und ich“ und zuletzt mit seinem Debütroman „Der Mond ist unsere Sonne“ auf sich aufmerksam.

 

Mit: Sascha Göpel, Andreas Hammer, Matthias Luckey, Wolfgang Michalek, Nele Rosetz, Laina Schwarz, Ines Marie Westernströer u. a.

 

Regie: Nuran David Calis

Bühne: Irina Schicketanz

Kostüm: Amelie von Bülow

Musik: Vivan Bhatti

Dramaturgie: Beret Evensen

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 10 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

„GESCHÖPFE“ von Ben J. Riepe im Tanzhaus NRW in Düsseldorf

Auf der dunklen Bühne stehen Bäume und Sträucher in Kübeln, die als erstes von einem Performer verrückt werden. An der rechten Bühnenseite finden sich aufgehäuft Körperteile von Schaufensterpuppen,…

Von: Dagmar Kurtz

Ein stilles Solo

Ein Wesen in silbern schimmerndem, folienartigem Gewand, der ganze Körper von Kopf bis Fuß verhüllt, bewegt sich aus dem Dunkel auf die Bühne. Es herrscht Stille und das Wesen erkundet langsam, fast…

Von: Dagmar Kurtz

"A First Date, Episode 1" in der Deutschen Oper am Rhein

Ein bisschen aufregend ist es schon: das erste Date. Vorfreude und Unsicherheit mischen sich mit unspezifischen Erwartungen. Wird es gut ablaufen? Folgen Erleichterung oder Enttäuschung?  

Von: Dagmar Kurtz

Liebesbande

Hinter tropischen Blumen befindet sich ein luxuriöses Anwesen mit Stahlträgern in offener Bauweise im Stil von Mies van der Rohes Barcelona Pavillon. Die Einrichtung ist im angesagten Midcentury…

Von: Dagmar Kurtz

Ein Hauch von Sehnsucht

Raimund Hoghes letztes Stück „Lettere amoroso“ handelte von Flucht und den sehnsuchtsvollen Briefen, die die Geflohenen schrieben. So weckt das Wort „Vietnam“ im Titel des neuen Stückes "Postcards…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑