Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
Erstaufführung an der Wiener Staatsoper: Georg Friedrich Händels "Alcina"Erstaufführung an der Wiener Staatsoper: Georg Friedrich Händels "Alcina"Erstaufführung an der...

Erstaufführung an der Wiener Staatsoper: Georg Friedrich Händels "Alcina"

PREMIERE Sonntag, 14. November 2010, 19 Uhr

 

Alcina zählt zu Händels bekanntesten und erfolgreichsten Musiktheaterwerken. Schon die Uraufführung im Jahr 1735 im neu errichteten Covent Garden Theatre gestaltete sich triumphal:

Die brillanten, musikalisch wie technisch anspruchsvollen Solo-Partien, Chorszenen sowie die überaus wechselhafte Handlung mit Verkleidungs- und Verwandlungselementen rissen das Publikum zu Begeisterungsstürmen hin und erweisen sich heute, mehr als 250 Jahre nach der Erstaufführung, als unverändert effektvoll.

 

Dirigent: Marc Minkowski

Inszenierung: Adrian Noble

Ausstattung: Anthony Ward | Licht: Jean Kalman

Choreographie: Sue Lefton | Chorleitung: Thomas Lang

 

Alcina......................... Anja Harteros

Morgana..................... Veronica Cangemi

Ruggiero..................... Vesselina Kasarova

Bradamante................ Kristina Hammarström

Oronte........................ Benjamin Bruns

Melisso....................... Adam Plachetka

Oberto........................ Shintaro Nakajima | Alois Mühlbacher

 

Reprisen: 17., 20., 23. und 26. November 2010

www.wiener-staatsoper.at

Orchester: Les Musiciens du Louvre, Grenoble

 

Inhalt

 

Im Ballsaal des Devonshire-Houses in London Piccadilly inszeniert Georgiana Cavendish, Duchess of Devonshire, mit ihren Freunden ein Theaterfest: Sie schlüpft in die Titelpartie der Zauberin Alcina und verteilt die Rollen: Ihre Schwester Henrietta Frances spielt Alcinas Schwester Morgana, ihre Freundin Lady Elizabeth Foster spielt den Ruggiero, ihre Schwägerin Lavinia Bingham die Bradamante, ihr Sohn William Spencer George Cavendish, Marquess of

Hartington, spielt den Oberto, ihr Liebhaber Charles Earl Grey spielt den Oronte, der britische Politiker Charles James Fox spielt den Melisso und Georgianas Ehemann William Cavendish, Duke of Devonshire spielt den Astolfo.

 

1. Akt

Bradamante ist auf der Suche nach ihrem Verlobten Ruggiero. Sie ist als Soldat verkleidet und reist unter dem Namen ihres Bruders Ricciardo. Begleitet wird sie von ihrem Lehrer Melisso, der ebenfalls als Soldat verkleidet ist. Auf der Insel der Zauberin Alcina treffen die beiden auf Alcinas

Schwester Morgana, die sich augenblicklich in den vermeintlichen Ricciardo verliebt. Zu allem Überfluss erscheint noch Alcina – gemeinsam mit Ruggiero, der Alcina gänzlich verfallen ist und von ihr wiedergeliebt wird. Der junge Oberto, der einst mit seinem Vater Astolfo nach einem Schiffbruch von Alcina aufgenommen worden war, fragt die beiden Neuankömmlinge, ob sie etwas von seinem Vater wüssten, der eines Tages spurlos verschwunden ist. Kaum hat sich Oberto entfernt, wird Ruggiero von Bradamante (Ricciardo) und Melisso zur Rede gestellt, doch dieser verspottet sowohl Melisso als auch Baradamante, den er für Ricciardo hält.Mit dem Auftauchen Orontes, des Feldherrn Alcinas, wird die Situation für die beiden Verkleideten noch schwieriger: Denn Oronte ist Morganas Geliebter und meint im vermeintlichen Ricciardo einen Nebenbuhler zu sehen und fordert Bradamante daher zum

Kampf. Morgana kündigt Oronte daraufhin die Beziehung auf, worauf sich dieser mit einer Intrige rächt: Er teilt Ruggiero mit, dass Alcina alle ihre früheren Geliebten in Felsen, Gewässer und Tiere verwandelt und auch Ruggiero bald dieses Schicksal teilen werde, da sich Alcina in den eben angekommenen Ricciardo verliebt hätte. Außer sich vor Eifersucht, wirft Ruggiero Alcina Untreue vor und verlangt von ihr als Zeichen ihrer Treue, dass sie Ricciardo in ein Tier verwandelt. Morgana eilt zu Bradamante, dem vermeintlichen Ricciardo, um ihn zu warnen, worauf Bradamante Morgana gegenüber Liebe heuchelt, um damit zu verdeutlichen, dass sie ohnehin nicht an Alcina interessiert ist.

 

2. Akt

Auf der Suche nach Alcina trifft Ruggiero auf Melisso. Dieser hat die Gestalt von Atlante, dem früheren Lehrer Ruggieros angenommen, und gibt Ruggiero einen Zauberring. Durch den Ring wird Ruggieros Verstand wieder aufgehellt, sodass sich seine frühere Liebe zu Bradamante wieder erneuert und sich jene zu Alcina verflüchtigt. Morgana kann Alcina überreden, Ricciardo nicht in ein Tier zu verwandeln und auch Ruggiero erklärt Alcina, der er Liebe heuchelt, dass ihre Absicht Ricciardo zu verwandeln bereits seine Eifersucht besänftigt hätte. Zugleich bittet Ruggiero Alcina um Erlaubnis, alleine auf die Jagd gehen zu dürfen. Alcina gestattet dies, ohne zu wissen, dass Ruggiero nur deshalb auf die Jagd gehen möchte, um ungehindert aus dem Reich Alcinas fliehen zu können. Oronte macht Alcina schließlich auf diesen Sachverhalt aufmerksam, worauf Alcina Dämonen zu Hilfe ruft um Ruggieros Liebe zurückzugewinnen. Verzweifelt muss sie erkennen, dass ihre Zaubermacht nicht mehr wirkt. Und auch Morgana muss erkennen, dass sie sich in eine als Mann verkleidete Frau verliebt hat.

 

3. Akt

Morgana wendet sich nun wieder ihrem früheren Geliebten Oronte zu. Alcina ihrerseits gelingt es weiterhin nicht, Ruggiero wieder für sich zu gewinnen, im Gegenteil, dieser ist sogar bereit seine Freiheit mit Waffengewalt wieder zu erlangen. Schließlich werden Alcinas Streitkräfte von Ruggiero und den seinen niedergerungen und eine Urne, die Alcinas Zauberkraft sicherstellt, zerstört. Daraufhin vergeht Alcinas Reich und die verzauberten Wesen nehmen wieder ihre ursprüngliche Gestalt an – unter anderem Obertos Vater, der in einen Löwen verwandelt gewesen war. Alle besingen die siegende Macht der wahren Liebe.

 

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 23 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Nachdenklich, Lebhaft, Wütend, Wehmütig! Ballett am Rhein: „Vier Neue Temperamente“

DIE VIER TEMPERAMENTE George Balanchine PHLEGMATIC SUMMER Michèle Anne de Mey (Uraufführung) SANGUINIC: CON BRIO Demis Volpi (Uraufführung) CHOLERIC Hélène Blackburn (Uraufführung) FROM TIME TO…

Von: Dagmar Kurtz

Hinter der Bühne

Adriana ist der gefeierte Star der Schauspielbühne. Aber auch Ruhm und Anerkennung schützen nicht davor, hintergangen zu werden. Und wenn zwei Frauen denselben Mann lieben, sind Eifersucht, Intrige…

Von: Dagmar Kurtz

Wie absurd ist das denn?

Die Volksbühne in Berlin kommt mit einer Uraufführung namens „SMAK! SuperMacho AntiKristo“ heraus, einer „hyperhybriden Hommage an den französischen Symbolisten Alfred Jarry“ und allerlei Anderes.  

Von: Stephan Knies

Zwei Außenseiter - "I am a problem" in der Deutschen Oper am Rhein: "Carmen“ "von Roland Petit und "Baal" von Aszure Barton

Der Kontrast könnte stilistisch nicht größer sein zwischen den beiden Choreografien, die an der Deutschen Oper am Rhein in „I am problem“ zu sehen sind. Und doch haben sie etwas gemeinsam, sie zeigen…

Von: Dagmar Kurtz

Ich hoffe, es wird recht lebendig

Die Zeit spricht eigentlich für eine neue Premiere der „Hedda Gabler“: In den nunmehr bald zwei Jahren der Beschränkungen haben so viele von uns die eigenen Lebensentwürfe grundsätzlich in Frage…

Von: Stephan Knies

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑