Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
"Evita" von Andrew Lloyd Webber im STAATSTHEATER KASSEL"Evita" von Andrew Lloyd Webber im STAATSTHEATER KASSEL"Evita" von Andrew Lloyd...

"Evita" von Andrew Lloyd Webber im STAATSTHEATER KASSEL

Premiere: Samstag, 26. Januar, 19.30 Uhr, Opernhaus. -----

Nationalmythos, Diva, Madonna der Armen und Feindbild des Establishments – all das war die argentinische Präsidentengattin Eva Perón, die vom Volk liebevoll Evita genannt wurde.

 

Das Polit-Musical erzählt die Lebensgeschichte der umstrittenen argentinischen Präsidentengattin Eva Perón, die zum Nationalmythos Evita wurde: Geboren als Maria Eva Duarte, uneheliches Kind armer Eltern auf dem Land, flieht Eva als Jugendliche mit einem Tango-Musiker nach Buenos Aires. Durch gezielte Affären mit immer einflussreicheren Männern nutzt sie jede sich ihr bietende Möglichkeit zum gesellschaftlichen Aufstieg.

 

Im machthungrigen Armee-Oberst Juan Perón findet sie schließlich ihr männliches Pendant: An seiner Seite wird sie zur Präsidenten-Gattin und Volkstribunin. Durch öffentlichkeitswirksame Reden – »Don’t cry for me Argentina« – sowie ihr soziales und politisches Engagement gewinnt sie schon bald die Sympathie der armen Massen, die sie liebevoll Evita nennen, ihr zujubeln und sie wie eine Heilige verehren. Doch die Gier nach Macht, Wohlstand und Anerkennung, gepaart mit der Korruption des Perónismus, trüben zunehmend ihr schillerndes Wesen …

 

Begleitet wird Evitas rasanter, märchenhafter Aufstieg von Che – einer fiktiven Figur, die unverkennbar eine Anspielung auf Che Guevara ist –, der als Erzähler und moralischer Gegenspieler Evitas in Rückblicken die Stationen ihrer Legendenbildung kommentiert.

 

Das mit sieben Tony Awards ausgezeichnete Musical des Erfolgsduos Andrew Lloyd Webber und Tim Rice (u.  a. Jesus Christ Superstar) wurde 1978 im Londoner Westend uraufgeführt, eine Broadway-Produktion und Inszenierungen in 28 Ländern und 14 Sprachen folgten. 1996 wurde EVITA mit Madonna in der Hauptrolle und Antonio Banderas als Che verfilmt.

 

Musikalische Leitung: Yoel Gamzou,

Inszenierung: Tom Ryser,

Bühne: Silvia Merlo, Ulf Stengl,

Kostüme: Uta Meenen,

Dramaturgie: Christa Hohmann

 

Mit Julia Klotz (Eva Perón), Bernhard Modes (Juan Perón), Henrik Wager (Che), Christian Alexander Müller (Magaldi), Runette Botha (Peróns Geliebte), Abraham Singer (Bruder Evas) u.v.a.m.

 

 

 

 

 

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 10 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Ein stilles Solo

Ein Wesen in silbern schimmerndem, folienartigem Gewand, der ganze Körper von Kopf bis Fuß verhüllt, bewegt sich aus dem Dunkel auf die Bühne. Es herrscht Stille und das Wesen erkundet langsam, fast…

Von: Dagmar Kurtz

"A First Date, Episode 1" in der Deutschen Oper am Rhein

Ein bisschen aufregend ist es schon: das erste Date. Vorfreude und Unsicherheit mischen sich mit unspezifischen Erwartungen. Wird es gut ablaufen? Folgen Erleichterung oder Enttäuschung?  

Von: Dagmar Kurtz

Liebesbande

Hinter tropischen Blumen befindet sich ein luxuriöses Anwesen mit Stahlträgern in offener Bauweise im Stil von Mies van der Rohes Barcelona Pavillon. Die Einrichtung ist im angesagten Midcentury…

Von: Dagmar Kurtz

Ein Hauch von Sehnsucht

Raimund Hoghes letztes Stück „Lettere amoroso“ handelte von Flucht und den sehnsuchtsvollen Briefen, die die Geflohenen schrieben. So weckt das Wort „Vietnam“ im Titel des neuen Stückes "Postcards…

Von: Dagmar Kurtz

Liebe in Zeiten des Krieges

In Großbritannien findet ein Bürgerkrieg statt: die Puritaner unter Oliver Cromwell kämpfen gegen die katholischen Royalisten. Das private Glück ist in Gefahr.  

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

Folgen Sie uns auf:

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑