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"Fahrenheit 451" von Ray Bradbury im Berliner Ensemble

Premiere Do 09.01.2020, 20:00 Uhr

Denken wir uns eine Gesellschaft, in der die Diktatur durch den Willen des Volkes legitimiert ist; in der die Selbstzensur mündige Bürger*innen zu schweigenden Mitläufer*innen ummontiert hat; in der unter dem Vorwand eines Individualitätsversprechens eine homogene und exklusive Gemeinschaft gewachsen ist; in der eine glatte, reibungslose Oberfläche all den unliebsamen Schmutz abperlen lässt; in der jeder schlechte Gedanke durch die nächste digitale Ablenkung getilgt wird; in der es kein Innen und Außen, kein Oben und Unten, kein Gut und Böse gibt; in der die lästige Suche nach Sinn und Bedeutung final abgeschlossen ist – in dieser Gesellschaft sprengt ein naives "Warum ist das eigentlich alles so?" die Grenzen des Sag- und Denkbaren.

 

Copyright: Anna Permesang

Guy Montag, ein "Jedermann" aus der spießigen Vorstadthölle, ist Feuerwehrmann und legt Brände, anstatt diese zu löschen. Seine Mission: Die Welt von Büchern befreien – bis die harmlose Begegnung mit einem kleinen Mädchen seine Welt ins Wanken bringt und zum Brandbeschleuniger eines unumkehrbaren Sinneswandels wird.

    Regie: Alexander Simon
    Bühne: Wiebke Bachmann
    Kostüme: Lotta Zeit
    Dramaturgie: Tobias Kluge
    Musik: Ralph Heidel

Mit: Mohammad Akeel, Yanina Cerón, Lisette Holdack, Alexandros Koutsoulis, Rebecca Lindauer, Hauke Petersen, Alida Stricker, Hugo Tiedje, Daniel Warland

Am:  10./13./14./27.1. NEUES HAUS

Das Bild zeigt Ray Bradbury

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