Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
Festival PAD 02 – Performing Arts & Digitalität in DarmstadtFestival PAD 02 – Performing Arts & Digitalität in DarmstadtFestival PAD 02 –...

Festival PAD 02 – Performing Arts & Digitalität in Darmstadt

vom 30.09. bis 03.10.2022

Die Zeit der Schließungen und Kontaktbeschränkungen haben die Theater und freien Produktionshäuser genutzt, um mit Online-Formaten in bisher nicht gekanntem Umfang zu experimentieren. Die technische Infrastruktur wurde jetzt erst richtig ausgebaut und das notwendige Know-how erweitert. Ein regelrechter Innovationsschub setzte ein, und an einigen Häusern entstanden eigens digitale Sparten.

 

Copyright: Romina Neu

Zwei Jahre On-and-Off-Lockdowns sorgen seitdem für eine einmalige Konjunktur an Netztheaterproduktionen und medialen Transformationen von Theaterinszenierungen in Filme, Web-Serien oder interaktive Live-Performances sowie alle Mischformen dazwischen. Doch was davon wird bleiben? Was davon ist zukunftsfähig? Welche Formate und Produktionsweisen haben sich bewährt, was kann online bestehen, und was davon verändert auch den analogen Bühnenraum? PAD 02 wird aufzeigen, was sich in den letzten zwei Jahren verändert hat und neue Expert:innen und Allianzen auf dem Gebiet vorstellen. #Liveness und #Interaktion sind dabei thematische Schwerpunkte, die die digitalen Innovationen der (post-)pandemischen Zeit prägen.

Das Festival gliedert sich in ein Gastspiel-, ein Online- und ein Konferenzprogramm. 13 hochkarätige, vielfach mit Preisen ausgezeichneten Produktionen nationaler und internationaler Künstler:innen, die dank zahlreicher Kooperationspartner:innen an verschiedenen Spielorten in der Stadt gezeigt werden können, verbinden innovative Technologien mit neuen Erzählformen. Die Varianz reicht von multisensorisch-begehbarer Hörspiel-Installation über VR-Produktionen bis zu explorativem Game und Stadtrundgängen mit Live-Performance.

Das Onlineprogramm befasst sich vor allem mit der Frage, wie filmische/mediale Formate mit Theaterdramaturgie kombiniert werden können. Herausragende Beispiele für den Theaterfilm / die Theaterserie setzen ästhetisch Maßstäbe und zeigen, dass hier ein neues Genre entsteht, das mit dem bekannten Abfilmen oder Streamen von Bühnengeschehen nichts gemeinsam hat. Hybride Mischformen, in denen Schauspielende und Publikum vor Ort und im Netz auf verschiedene Weise Teil eines Stücks werden, machen jede Aufführung einzigartig und bieten je nach Zugang unterschiedliche Erlebnisse. odysseus.live (UA) in der Inszenierung von Cosmea Spelleken, dessen Premiere wir in der Online-Version bereits am Vorabend des Festivalstarts zeigen können, ist ein zukunftsweisendes Beispiel dafür. Über diese künstlerischen Formate hinaus, kann zudem das Programm der Konferenz online verfolgt werden und bietet allen Interessierten einen ortsunabhängigen Zugang.

Das dreitägige Konferenzprogramm let’s talk! mit den wichtigsten Innovationstreiber:innen des deutschsprachigen Raums bietet am ersten Tag mit Kurzpräsentationen einen Überblick über das digitale Schaffen in den freien Produktionshäusern sowie den Stadt- und Staatstheatern, am zweiten Tag vertiefte Q&A Gespräche, zu denen das Publikum sehr herzlich eingeladen ist mitzudiskutieren, am letzten Tag werden von Kunstschaffenden vier außergewöhnliche, innovative Projekte vorgestellt und zwei Panels wagen einen Ausblick in die Zukunft. Das Konferenzprogramm ist also eine Plattform, wo Wissen und Erfahrungen intensiv ausgetauscht und diskutiert werden können. Es richtet sich an die digital affine Community, steht aber allen Interessierten offen.

Festivalprogramm : performingarts.digital


Tickets: performingarts.digital/tickets

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 15 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

„Vástádus eana/The answer is land“ von Elle Sofe Sara im Tanzhaus NRW in Düsseldorf

Hoch im Norden Europas lebt das indigene Volk der Samen. Mit ihrer Lebensart beschäftigt sich Elle Sofe Sara in ihrem Stück „Vástádus eana/The answer is land“ jenseits folkloristischer Attitude. So…

Von: Dagmar Kurtz

Nachdenklich, Lebhaft, Wütend, Wehmütig! Ballett am Rhein: „Vier Neue Temperamente“

DIE VIER TEMPERAMENTE George Balanchine PHLEGMATIC SUMMER Michèle Anne de Mey (Uraufführung) SANGUINIC: CON BRIO Demis Volpi (Uraufführung) CHOLERIC Hélène Blackburn (Uraufführung) FROM TIME TO…

Von: Dagmar Kurtz

Hinter der Bühne

Adriana ist der gefeierte Star der Schauspielbühne. Aber auch Ruhm und Anerkennung schützen nicht davor, hintergangen zu werden. Und wenn zwei Frauen denselben Mann lieben, sind Eifersucht, Intrige…

Von: Dagmar Kurtz

Wie absurd ist das denn?

Die Volksbühne in Berlin kommt mit einer Uraufführung namens „SMAK! SuperMacho AntiKristo“ heraus, einer „hyperhybriden Hommage an den französischen Symbolisten Alfred Jarry“ und allerlei Anderes.  

Von: Stephan Knies

Zwei Außenseiter - "I am a problem" in der Deutschen Oper am Rhein: "Carmen“ "von Roland Petit und "Baal" von Aszure Barton

Der Kontrast könnte stilistisch nicht größer sein zwischen den beiden Choreografien, die an der Deutschen Oper am Rhein in „I am problem“ zu sehen sind. Und doch haben sie etwas gemeinsam, sie zeigen…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑