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Peter Tschaikowski: "Eugen Onegin", Staatsoper Hannover

Premiere Sa 21.05.2022, 19:30 Uhr

Gnadenloses Gefühl – ein Missverständnis. Peter Tschaikowski zeigt in seinem bekanntesten Opernwerk den Grundkonflikt der Moderne: Wie Gefühlskälte und Überdruss wahre Zuneigung zerstören.

 

Copyright: Clemens Heidrich, Barno Ismatullaeva

Peter Tschaikowski vertonte mit Eugen Onegin im Jahre 1879 eines der bekanntesten Werke des russischen Dichters schlechthin, Alexander Puschkin. Dabei setzte er einen Schwerpunkt, der den Absichten des Originals bewusst entgegenläuft. Denn wo Puschkin in beiläufig perlenden Versen seinen Figuren wie ein Insektenforscher mit kühler Ruhe, ja Ironie begegnet, steht bei Tschaikowski die unbedingte Identifikation: Der homosexuelle Komponist litt mit der weiblichen Hauptfigur Tatjana, er war Tatjana, und er gibt ihrem langen Liebesringen mit Eugen am Ende den stillen Triumph mit, nein zu sagen. Es ist das Maximum an Stärke, das in der Resignation über eine unmögliche Liebe denkbar ist: „Unsere Liebe lebt noch, aber es ist und bleibt zu spät.“
 
Musikalische Leitung James Hendry
Inszenierung Barbora Horáková
Bühne Susanne Geschwender
Kostüme Eva Butzkies
Licht Sascha Zauner
Chor Lorenzo Da Rio
Dramaturgie Martin Mutschler
 
Eugen Onegin James Newby Tatjana Barno Ismatullaeva / Lidia Fridman Olga Ruzana Grigorian Lenski Pavel Valuzhin Fürst Gremin Shavleg Armasi / Pavel Chervinsky Larina Monika Walerowicz Triquet Robert Künzli Filipjewna Vera Egorova Saretzki Gagik Vardanyan / Yannick Spanier Ein Hauptmann Gagik Vardanyan / Yannick Spanier
 
Chor der Staatsoper Hannover, Niedersächsisches Staatsorchester Hannover

Weitere Termine: Do 26. & Sa 28.05., Mi 01., Fr 03., Sa 11. & So 19.06., Fr 01. & Do 07.07.2022

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