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FIDELIO von Ludwig van Beethoven - Theater Bonn

Premiere am 28. September 2014 um 18 Uhr im Opernhaus. -----

Ludwig van Beethovens einzige, wenn auch in mehreren Fassungen vorliegende Oper gehört unabdingbar ins Repertoire der Oper Bonn. Es wird in den nächsten Spielzeiten die Möglichkeit geben, diese Produktion in wechselnden Besetzungen alljährlich neu zu erleben.

 

"Beethovens Oper Fidelio erschien neu umgearbeitet im Theater an der Wien. Die Umarbeitung besteht in der Zusammenziehung dreier in zwei Acte. Es ist unbegreiflich, wie sich der Compositeur entschließen konnte, dieses gehaltlose Machwerk Sonnleithners mit der schönen Musik beleben zu wollen, und daher konnte – die niedrigen Kabalen des ehrenvesten – nicht mitgerechnet – der Effect des Ganzen unmöglich von der Art sein, als sich der Tonkünstler wohl versprochen haben mochte, da die Sinnlosigkeit der rezitirenden Stellen den schönen Eindruck der abgesungenen ganz oder doch größtentheils verwischte." So urteilte der Kritiker der Zeitung für die elegante Welt in seiner Rezension der Uraufführung der ersten, zweiaktigen FIDELIO-Fassung in der Ausgabe Nr. 56 vom 10. Mai 1806.

 

Bis heute sind, wie schon für den Kritiker von 1806, die sprachlich wie literarisch problematischen Dialoge des Werkes eine stete Herausforderung im Zusammenhang mit der szenischen Umsetzung – und oftmals entzündet sich gerade am Umgang mit ihnen der rezeptionelle Widerspruch. Regisseur Jakob Peters-Messer hat für die Neuinszenierung sich für die stark gekürzte Beibehaltung des originalen Wortlauts ohne eigenes Zutun entschieden.

 

In Kooperation mit dem Beethovenfest Bonn inszeniert Regisseur Jakob Peters-Messer das Werk mit Yannick-Muriel Noah in der Titelrolle, die musikalische Leitung liegt in den Händen von Chefdirigent Hendrik Vestmann.

 

Regisseur Jakob Peters-Messer interessierte daran vor allem auch die Zeitlosigkeit des Stoffes. „Da ist jemand politischer Willkür ausgesetzt, verschwindet im Gefängnis und wird durch die Tat einer Einzelnen gerettet, so dass Gerechtigkeit geschieht. Diese Geschichte kann in jeder Epoche und in jedem politischen System spielen.“

 

Libretto von Joseph Sonnleithner und Georg Friedrich Treitschke

 

Musikalische Leitung: Hendrik Vestmann [P] / Stefan Blunier / Thomas Wise

Inszenierung: Jakob Peters-Messer

Bühnenbild: Guido Petzold

Kostüme: Sven Bindseil

Licht: Guido Petzold

Choreinstudierung: Volkmar Olbrich

Regieassistenz: Mark Daniel Hirsch

Musikalische Assistenz: Thomas Wise

Musikalische Einstudierung: Christopher Arpin, Christopher Sprenger, Thomas Wise

Inspizienz: Tilla Foljanty

Bühnenbildassistenz: Ansgar Baradoy

Kostümassistenz: Dieter Hauber

 

Don Fernando, Minister - Giorgos Kanaris [P] / Martin Tzonev

Don Pizzaro, Gouverneur eines Staatsgefängnisses - Mark Morouse

Florestan, ein Gefangener - Christian Juslin

Leonore, seine Gemahlin unter dem Namen „Fidelio“ - Judith Kuhn / Yannick-Muriel Noah [P]

Rocco, Kerkermeister - Rolf Broman / Priit Volmer [P]

Marzelline, seine Tochter - Nikola Hillebrand

Jaquino, Pförtner - Christian Georg / Tamás Tarjányi [P]

1. Gefangener - Jae Hoon Jung [P] / Jonghoon You

2. Gefangener - Enrico Döring [P] / Nicholas Probst

 

Alternativbesetzung in alphabetischer Reihenfolge

[P]=Premierenbesetzung

 

Chor und Extrachor des Theater Bonn

Statisterie des Theater Bonn

Beethoven Orchester Bonn

 

 

 

 

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